Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 39 (25.9.1912)
- Date
- 1912-09-25
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
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Krankheit geratenen Landsleuten Zu helfen. Sein Andenken wird bei uns fortleben und stets in Ehren gehalten werden. — Aus dem jüdischen Friedhof in Allenstein wurden am 14, d. M. viele Grabsteine zertrümmert und umgeworfen und auch sonst grobe Verwüstungen angerichtet. Auf. Grund der Ermittlungen, die von der Polizei fortgesetzt werden, ist bisher die Festnahme eines Mannes erfolgt, der als Wer in Frage kommt. — Für die am 16. September in Posen begonnene Schwurgerichtsperiode war für Sonnabend, den 21. September (Versöhnungstag) keine 'Sache zur Verhandlung angesetzt worden. — Aus Köfchmin wird uns geschrieben: Die Anzahl der Schulen des diesseitigen Kreises beträgt 62, einschließlich der zwei Kleinkinderschulen. Davon sind 14 evangelische, 34. katholische, eine jüdische und eine paritätische. Es wirken an diesen Schülanstalten 104 Lehrpersonen, 23 evangelische, 80 katholische und eine jüdische. Die Schülerzahl beträgt 806 evangelische, 6877 katholische und 44 jüdische. — Herr Rabbiner Dr. Heppner aus Koschmin erhielt,, als er dieser Tage zur Abhaltung eines Predigtgottesdienstes in Järotschin weilte von Sr. Durchlaucht dem Fürsten p. R a d o l i n eine in den freundlichsten Motten gehaltene Einladung.. Der Fürst und die Fürstin sprachen Herrn Dr. Heppner ihr Interesse und ihre Anerkennung für seine literarischen Arbeiten aus. Der Fürst sandte noch an demselben Tage Herrn Dr. Heppner das Prachtvolle Werk: „Geschichte des Hauses Leszczhc von Radolin Radolinski" und noch zwei andere Werke mit eigenhändiger Widmung. — Eine Landtagsersatzwahl ist im Wahlkreise Mogilno—Znin—Wongrowitz infolge des Ablebens des Landgerichtsrats Pel t a s o h n notwendig geworden. Hierfür ist Rechtsanwalt und Notar Justizrat Ba er Wald aus Bromberg als gemeinschaftlicher deutscher Kandidat ausgestellt worden. — Die Lehrerin Fräulein S. Jakobh, die über 26 Jahre lang an der israelitischen Volksschule in Nogasen amtierte, ist aus ihren Antrag aus Gesundheitsrücksichten zum 1. Oktober d. I. in den Ruhestand versetzt worden. — Das Fest des 50 jährigen Bestehens'ihrer Synagoge beging dieser Tage die jüdische Gemeinde in Schwedt a. O. ' Im Jahre 1789 hatte sie bereits in der Jüdenstraße ein Haus zur Errichtung eines Tempels erworben, das heute.noch als das bekannte „Kantorhaus" in ihrem Besitze ist. Die geistliche Pflege erhielt die Gemeinde von Prenzlau und" Königsberg aus. Erst 1841 stellte sie einen eigenen Geistlichen an in der Person des Rabbiners Kuttner, der lange amtierte und sich auch weit über die Grenzen seiner Gemeinde hinaus einer außerordentlichen Beliebtheit erfreute. 1862 wurde der Tempel am Berliner Tor erbaut, der nun seit einem halben Jahrhundert seinem heiligen Zwecke dient. — .Anläßlich seines am 1. Oktober stattfindenden 40 jährigen Geschäftsjubiläums hat der in weiten Kreisen bekannte Chemiker und Fabrikant Kommerzienrat Max Elb, Präses, der Gemeinde Dresden und des sächsischen Gemeindeverbänds, eine Stipendienstistung in Höhe von 20 000 Mark für Chemiestudierende der Dresdener Technischen Hochschule errichtet. — Herr Isidor Dreysuß in Kaiserslautern ist zum Land- und Bezirksarzt in Frankenthal in etatsmäßiger Eigenschaft ernannt worden. — Aus Frankfurt a. M. wird berichtet: Eine wichtige. Neuerung verfügt ein Regierungserlaß für Kurhessen: es soll den Steuerkommissionen der jüdischen Gemeinden Kurhessens ebenso Einsicht in die staatlichen Einkommensteuerlisten gestattet werden, wie in den übrigen preußischen Provinzen. Damit ist jetzt eine gerechte Verteilung der Kultussteuern auch in Kurhessen ermöglicht. — Aus Stuttgart wird uns gemeldet: Der Bürgerausschußobmann, Rechtsanwalt Dr. Hugo Erlanger, wurde aus Anlaß der Eröffnung des neuen Höftheaters von Sr. Maj. dem König durch Verleihung des Ritterkreuzes I. Klasse des Friedrichsordens ausgezeichnet. —. In Bad Mergentheim wurde während des Shnogogenumbaues der Saal eines katholischen Frauenvereins zum Abhalten des täglichen Gottesdienstes gemietet. Dies wollten einige. Katholiken Hintertreiben und sprachen deshalb beim katholischen Stadtpfarramt, Kirchenrat Zeller, vor. Dieser wies aber das an ihn gestellte Ansinnen zurück mit den Worten: „Die Israeliten beten zu demselben Gott wir wir, und ihr Gebet ist so gut wie das unsrige!" — Der unter dem Namen Jaroslav Brchilicky bekannte tschechische Schriftsteller Dr. Emil Bohns Frida ist im 69. Lebensjahre verschieden. Dr. Frida, war Mitglied des österreichischen Herrenhauses und hatte stets das wärmste Interesse für jüdische Angelegenheiten' bekundet. — Wie aus Budapest berichtet wird, hat der kürzlich verstorbene Erzbischof von . Erlau, Josef Samassa in seiner letztwilligen Verfügung die Be- Qefirüder Hammer Hoflieferanten Seiner Majestät des Kaisers und Königs BERLIN W 8 Mohrenstrasse 56 Telephon: Amt Zentrum, 685 5457 ■ichtung einer Herrschaftsküctie. Moderne Küchen für Schlösser, Villen,Landsitze, k Hotels, RestaurantsCafes, Krankenhäuser und Kantinen. Wäscherei-, Warmwasserii. küfilanlageö, Kamine, Heizkörper-Verkleidungen in gediegenster Ausführung. Öfen aller Systeme. LOIM-HUIS II ßfflff Berlin SW A. ul du Leipziger Str. 75, I Uhren Goldwaren. 25—50% unter Ladenpreis. Glanzen Mäuse und alles andere Ungeziefer vertilgt gewissen* haft und diskret Kirchner 2738. KöpenickerStr.114. Io Oderlmicli Gfinise möhi. -------- Bratgänse Stück Von 6 Mark an -------- Keulen 0.75 Liesen Pfd.,1.50 Haut 1 — . 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