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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-09-20 · Heft 38 (20.9.1912) · p. Seite 8

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 38 (20.9.1912)
Date
1912-09-20
Page
Seite 8 (sequence 20)
Language
German
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h Plakette übersandt. — In der letzten Sitzung des Magistrates zu 5 Budapest wurde beschlossen, folgende, jüdische Institutionen zu subventionieren: Das Brüdy-Spital mit 10 000 Kronen, das Weiszsche Wöchnerinnenheim mit 5000 Kronen und das Ferienheim mit 1000 Kronen.—Der „MorningPost" in London wird aus Tanger telegraphisch, gemeldet, daß die im Ghetto eingeschlossene jüdische Bevölkerung von Marrakesch in einer verzweifelten Lage sich befinde, da sie sich keine Lebensmittel verschaffen könne. Nach dem letzten Bulletin der Alliance beträgt die jüdische Bevölkerung in Marrakesch 17 5OO Seelen. — Das Zentralkomitee der Alliance in.Paris hat für die Opfer des Erdbebens in der Türkei weitere 5000 Frank, also im ganzen 11000 Frank gespendet. — Aus Petersburg wird, .gemeldet: Die Tabakpflanzer im Njasaner Gouvernement haben den Handelsminister Timaschow gebeten, daß mit der Ausweisung der Juden aufgehört werde möge, da es dadurch an Aufkäufern fehle. Der Handelsminister hat das Gesuch abgewiesen und den Tabakpflanzern geraten, eine Verkaufsvereinigung zu .gründen; er wolle sie dann bei der Beschaffung von Kredit unterstützen. . — Ueber sechzig jüdische Familien sind in den letzten zwei Monaten in Kursk der Ausweisung verfallen, und noch etwa zweihundert jüdische Familien stehen aus der Ausweisungsliste. — Ferner wird aus Petersburg berichtet: Hier wird demnächst eine Gedenkfeier zum 10. Todestage des Bildhauers Antokolski veranstaltet werden, deren. Ertrag den Grundstock eines Fonds zur Unterstützung junger bedürftiger jüdischer Kunstschüler bilden soll. Der'künstlerische Nachlaß Antokolskis wurde, wie man bei diesem Anlasse vernimmt, von einem Mäzen erworben, der ihn einem hiesigen Museum überweisen öder, falls dies aus Schwierigkeiten stoßen sollte, in einem eigenen kleinen Gebäude unterbringen.wird. — Die politischen, unsicheren Verhältnisse in Saloniki verursachten, wie die „Äurore" schreibt, eine große finanzielle Störung in det jüdischen Gemeindekasse dortselbst, so daß schon seit 13 Wochen die Gehälter der Beamten nicht mehr regelmäßig bezahlt werden können. Die Steuern gehen nicht ein und die Kasse ist leer. Eine allgemeine geschäftliche Depression ist die Ursache dieses Mißstandes. — Aus New ^ork wird gemeldet: Dr. David B lau stein, Mitglied der Fakultät der Philanthropieschule an der Columbia-Universität, bekannt als hervorragender-Pädagoge, ist plötzlich gestorben. Blaustein wurde vor 46 Jahren in Lida bei Wilna in Rußland geboren, studierte in Deutschland und mußte dieses Land 1886 als Ausländer verlassen. Er studierte dann, an der Havard-Universität, war 1892 bis 1896' Rabbiner in Providence, 1896 bis 1898 Rektor für semitische Sprachen an der Brown-Universität und wurde dann Leiter der Erziehungs-Alliance in New AorL — Laut den soeben erschienenen statistischen-Ziffern über die Sterblichkeit in . New York ist die Sterblichkeit unter den Juden daselbst viel geringer als unter der übrigen Bevölkerung. Nach dieser Statistik sterben im Alter von 15—25 . Jahren unter den Juden 2,53%. Bon den einge- . wanderten Irländern sogar 15,15%. Im Alter von 25—65 Jahren sterben unter den Juden 7,99%, bei den nichtjüdischen Amerikanern 25,92% und unter den nichtjüdischen Einwanderen 21,20%. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastratze 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahrn l and er, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. In Hausfrauenkreifen hat man die vorzüglichen Eigenschaften des Pflanzenfettes „Kunerol" bereits länger erkannt. „Kunerol" ersetzt Butter und Schmalz zum Backen, Braten und Kochen vollständig, ist frei von Wasser und Salz und hat einen überaus seinen Geschmack. Es eignet sich in jeder Weise zum Braten, Backen, zur Bereitung von Gemüsen und ist dabei weit billiger. als andere Fette. Neuerlich wird ausdiesem gesunden, reinsten Planzensett durch Verbutterung mit dem.'aus' sorgfältig -pasteurisierter Milch genommenen But'teraroma die Pflanzenbutter „Kunerona" erzeugt, die tatsächlich weder im Aussehen noch im Geschmack von anderer Butter zu unterscheiden ist, daher dem Gesetz entsprechend, als „Margarine" bezeichnet werden muß, obzwar gänzlich frei von tierischen Fetten. Der feine und reine Geschmack der Butter, die kein Mensch als sogenannte „Margarine" hcrausschmeckt, ermöglicht deren Verwendung auch in dem feinsten Haushalt. Vor 'minderwertigen, täuschend ähnlichen Nachahmungen wird gewarnt.; . 3>r. Siemards Kuranstalten Völlig davon getrennt: k /T* „ Wald-Eck | # _ •* KUBPENSION für ■ - Erholungsbedürftige ■ %^j&r^^raniti{£rr fiedesfaerg a. Rh. | Xandeshuter Leinen- und Gebild - Weberei F. V. Grünfeld Berlin W 8, Leipziger Strasse 20-21 Leinen und Wäsche jeder Art von der einfachsten bis hochvornehmsten Ausführung Braut-Ausstattungen Auf Wunsch Zusendung der Hauptpreisliste Nr. 45A (2200 Abbildungen) Sonderpreisliste für Braut-Ausstattungen Nr. 23 A Sonderpreisliste für Erstlings-Ausstattungen Nr. 2 G Fabrik der Firma in Landeshut (Schlesien) sä Gerold Cabinet Kaffee wird von jeder Hausfrau bevorzugt, weil er durch ein überaus sinnreiches, auf der Dresdener Hygiene- Ausstellung mit der goldenen Medaille prämiertes Verfahren v o r dem Rösten gereinigt wird. Die Unreinlichkeiten, wie Oele, Fette, Erdmassen, die den Kaffeebohnen anhaften, werden also nicht mitgeröstet und mitgekocht. Gerold Cabinet ist deshalb auch Kranken bekömmlich und von feinstem Geschmack und Aroma. Gerold Cabinet ist bei Gerold, Unter den Linden 24 und Lützowstraße 94 sowie in den meisten Spezialgeschäften, erhältlich. , Berliner Tageblatt Zeder Abonnent erhält H separate Wochenschriften kostenfrei Jeden Sonntag: Der Weltspiegel; jeden Montag: Der Zeitgeist; jeden Mittwoch: Technische Rundschau; jeden Donnerstag: Der Welt- >. spiegel; jeden Freitag: ULK; jeden Sonnabd.: Laus Los Garten 2Mark />v monatlich 218 000 Äbonnenferb '.v/AVMWw/'/oy/iV

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