Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 35 (30.8.1912)
- Date
- 1912-08-30
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
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lebt, stellt das jüdische' Element gegenwärtig einen sehr bescheidenen Teil dar. Die jüdische.- Gemeinde zählt jetzt kaum 40 Mitglieder. Es ist aber gar kein Zweifel, daß sie unter der Führung des sehr eifrigen Gemeindepräsidenten A< Eonstantinitz, eines an der Pariser technischen Hochschule diplomierten Ingenieurs, einer größeren Zukunft entgegengeht. In seiner Gesellschaft verbrachte ich mit mehreren Reisenden dieses Jahr bei dem Korrespondenten italienischer .Zeitungen, Herrn - Xaimi, den. traditionellen- Sederabend. Dieser jüdische Journalist-- - gibt schon seit längerer. Zeit die periodische Zeitschrift „Le' Clironograplie israölite“ heraus und ist auch der Herausgeber der jüngstengriechisch-jüdischen Zeitung „IsraeUtLL. Lxitbeöresis" (Jüdische : Revue). Ein anderes nicht minder, eifriges Mitglied' des Gemeinde-. Vorstands ist der Advokat SamuelidDs/der sich nicht scheut, den Vornamen. Jesus zu führen. Die jüdische Gemeinde von Athen ist vor nicht langer Zeit 'entstanden. Sie setzt sich aus Juden zusammen/ die aus Korfu, Zante, Saloniki, ja sogar aus KonstantiN.oPel 'ein-: - gewandert sind: Der Rabbiner Joseph de Tchäves, der äuch"M.''Vbr-j beterfunktionen versieht, stammt ' aus /Smyrna. Er erteilt'-ben- Kindern den Neligionsunterricht, führt sie in den Gottesdienft/W ^so! daß -man an den sabbatlichen und anderen festlichen Gottesdiensten vier- Äs fünfjährige Knaben, in den Talith gehüllt, in der Synagoge sehen kann.' Die Synagoge ist in der Melidonysträßeimersten Stückwerke eines gewöhnlichen Hauses untergebracht, dessen Aeußere durch kein Symbol die Synagoge^ verrät. Sie ist nett, aberohne jeden Luxus. Die Lichtverteilung zeigt den 'Einfluß der griechischen Kirche Die dreizackigen Kandelaber sind, aus der Erde placiert, zwischen der . in der Mitte untergebrachten Estrade und der Bundesläbe. Der Gottesdienst an Feiertagen, der nach orientalischem, aber mehr italienischem als sephardischem Ritus abgehalten -wird, dauert alles - in allem'anderthalb Stunde. - Piütim werden nicht.gesagt. -Am ersten Tage des Pessachfestes spricht der Vorsteher, das' Talgebet-- .mehr' singend als sprechend, und zwar geschieht-diesbei der-.Rückstellung der Thv'rarMe vor' Schließung .der Bundeslade. Hingegen wirddas Gebet für das Königshaus vor Verlesung der Thora, beim- Ausheben derselben aus der Bundeslade/ verlesen. ' - ' > Amerika. 2. New-Nork, 16. August. Mr. Rusus L e w i e s P-e rr y; ein Rechtsanwalt und einer der-bekanntesten Neger in den Vereinigten Staaten, hat sich in die jüdische Religionsgemeinschaft aufnehmen, lassen. Herr Perry,' der 45 Jahre alt -ist, erklärt, er habeseit Jahren das alte Testament studiert und sei zu' der Ueberzeugung gekommen, die jüdische Konfession sei die einzig wahre Religion. Bei der Aufnahme des Konvertiten, die unter entsprechenden Zeremonien von. zwei Rabbinern geleitet wurde,- änderte. er seinen Vornamen in Raphael.— Oskar H a mm e r st e i n > der nun wiederamerikanische Lust. atmet, 'scheint seinen ursprünglichen Plan der Erbauung einer neuen Oper.in New Port einstweilen zurückzustellen gegen ein. neues Riesenprojekt, das er in aller Stille ausgearbeitet hat, um es nun zu verkünden. Sein Ehrgeiz beschränkt sich nicht mehr aus New Jork: ganz Amerika will er der Oper erobern. Er selbst sagt, daß sein Plan bis hart „an die Grenzen der Schimäre" geht; bereits in' einem Jahre hofft er mit einer ersten „Nationalen großen Operngesellschaft" in nicht weniger als zehn amerikanischen Großstädten und in ebenso vielen eigenen neuen-'großen. Opcjrnhäusern seinen Schaffensdrang -betätigen zu können.' Er hat mit einer Reihe von Stadtverwaltungen, New Dort, Boston, Philadelphia und Chikago ausgenommen, Verhandlungen angeknüpft; die--Städte sind bereit, mit ihm gemeinsam den großen. Plan BERfflOREER r.. „ I METflLLWflflREN-FflBRIK § S ARTHUR KRUPP £ •CMD»CMD#C*0»CMö#CMoScMD#CMD«CMD#CMO»CaD«C*D#C*0«CM,0«C*D#CÄÖ«<!*0«C*0» BERNDORFER j Essbefted<e und; Tafelgeräte aus Hlpacca- Silber, sowie aus unversilbertem Hlpaccag Metall,zeiebnerisieb aus dütcbFotmenfcbön- 8 beit und gediegene Husfübtung. « BERNDORFER I Rein*NickeVKochgeschirre sind hygienisch Ä vollkommen und von unbegrenzter Haltbarkeit. | mQWd*QMWBR9QMZ9QW0mQW09QMDmQWZ>9QWZ>*QM0*QMVQM0mQWZmQWZ9QWD9QMö9QMdm! Ä I NIEDERLAGE BERLIN W. I | “UÄSSw* I Leipziger Strasse Nr. 6, Bemdorfer Haus. § Deutsches Fabrikat