Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 35 (30.8.1912)
- Date
- 1912-08-30
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
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zur ständigen Begleitung des - Monarchen gehörte. Es gilt als offenes Geheimnis-- daß der Jubilar schon längst zu einer, feinen außerordentlichen Fähigkeiten entsprechenden hohen Staatsstellung berufen worden wäre, wenn er jenes Dokument beibringen wollte, ohne welches in Oesterreich dem Juden der Zutritt zur höheren Karriere verschlossen ist — den Taufschein.''--Kammerpräsident Neumann.hat aber jedesmal eine solche Zumutung mit Entrüstung zurückgewiesen, und schon deshalb allein kann er unserer vollsten Sympathie und Anerkennung, sicher sein. . , 7: — Budapest, 28. August. Bekanntlich strebt gegenwärtig die ungarländische Judenheit mit erfreulicher Energie die Erlangung der konfessionellen Autonomie an. -Jüngst sprach eine Deputation beim ungarischen Unterrichtsminister,- Grafen Johann Zichy, vor, um ihn für die Sache zu gewinnen. Graf Zichy antwortete in einer längeren, wohlwollenden Rede, ' der-/ wir folgende markante ' Sätze entnehmen: „Sie können überzeugt sein, daß das Schicksal des Judentums auch in dieser Frage in die Hände des Judentum? selbst gelegt ist. Insofern Sie mit-dem Gewicht, mit dem einheit? lichen Willen auftreten können und wollen, die zu der vollständigen Ausgestaltung einer derartigen Angelegenheit notwendig, sind, werde ich mit größter Freude zu Ihrer Unterstützung herbeieilen und an der Verwirklichung Ihrer Autonomie Mitwirken." Es ist interessant, daß; die Negierung selbst die Juden des Landes daraus hinweist, wie sie nur durch eine einheitliche, die ganze jüdische Bevölkerung umfassende Organisation zu ihrem Rechte gelangen könne, und daß alles Petitionieren fruchtlos bleiben müsse, wenn nicht gleichzeitig ein starker, von der Gesamtheit getragener Wille fördere, was des Volkes ist. — Der Bescheid des' ungarischen Ministers erinnert an die Aeußerung des ■ ehemaligen zislelthanischen Ministerpräsidenten Baron Dienert gegen¬ ------- Brätgänse Stück von 6 Mark an Keulen Ö-75 Liesen Pfd. 1.50 Haut 1,— -;KIein, Leber, Rümpfe Fr. Spickgans Pfund 2 Mark Räucherkeulen Neues, frisches Gänseschmalz Pfd. 2.20 M. Ich Pommerschs Haüsinacherwut'st Pfand 2.10 Mai k Ia Schlack und Salami . Pfd. 1.80 I Jagdwurst . . .. •„ 1.40 Ia Leberwurst , . . . ,, 1.— Ia Kalbsleberwurst . . - *-.1.20 i Schlesische . .... Pfd. 1.10 Ia Polnische . . . . . * 1.20 Ia Dampfwurst . . . . „ 0.90 Ia Landleberwurst . . . » 1.20. 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Negierung sei insolänge außerstande, den. jüdischen Forderungen gerecht zu. werden, als 'sie nicht mit einer legitimierten Vertretung, welche die Gesamtheit hinter sich habe, verhandeln könne. Mögen die Juden beider Reichshälften aus diesen, Enunziationen der verantwortlichen Minister die erwünschte Lehre ziehen! . Lumänien. — Bukarest, 23. August. Bisher'waren, sämtliche Studierende .an der medizinischen Fakultät der Bukarestex Universität von der . Erfüllung ihrer Militardienstpslicht bis.zur Erreichung.des 28. Lebens- '. jähres befreit, danrit sie ihr Studium,ungehindert beenden konnten. Nunmehr hat das Kriegsministerium verfügt, daß die Fremden von dem Genuß dieses Vorrechts abgeschlossen bleiben. Die „Fremden" — das sind bekanntlich in der Terminologie der rumänischen Gesetzgebung . die. jüdischen Bewohner des Landes, auch wenn sie bereits seit vielen -Generationen in Rumänien ansässig sind. Die Folge dieser , MiMtexialverordnung. wird also. sein, daß die jüdischen Studenten -'-Mach^ein- bis zweijährigem Universitätsbesuch ihre Studien unterbreMn müssen, um ihrer Heerespslicht zu genügen. Man bedenke, die i^MNüni scheu Juden, die unter Fremdenrecht stehen — ohne daß sie / -einM;ausländischen Staatsverband angehören —, müssen die Pflichten gegen das. „Vaterland" strenger erfüllen als die Landeskinder, die sich im ungeschmälerten Genuß aller staatsbürgerlichen Rechte befinden. Frankreich. z. Paris,, 23. August. Der bekannte jüdische Gelehrte Moise Schwab veröffentlichte kürzlich folgende interessante Beobachtungen über die jüdische Gemeinde in Athen. In dieser Weltstadt, schreibt er, deren Bevölkerung hauptsächlich von Fremden und Weltreisenden Aparte Gefchenke für alle Fette und Gelegenheiten für Gebrauch und Luxus Befidiiigung ohne Kaufzwang Jll; Preislifte kostenlos! Albert B erlirvS tV^tefeidersty.73'74 genusBfertig, Reinkultur vonMetcfmikoffs bnlgar. 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