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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-08-02 · Heft 31 (2.8.1912) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 31 (2.8.1912)
Date
1912-08-02
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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Kofel "wird uns .geschrieben: Infolge eines namhaften Vermächtnisses : unseres' früheren verstorbenen Mitbürgers- -Kaufmanns Fedor N i ,n g ist - nunmehr. . .die neu errichtete .Altersversorgüngs- - und Siechenanstalt ihrer Bestimmung übergeben worden, um alten, verarmten Bürgern und Bürgerinnen sowie arbeitsunfähig gewordenen Dienstboten und Arbeitern-ohne Unterschied der Konfession einen- /.^.sörWf^eien-LxbensäbeÄ^ü'^rmöglrcheru Das zur Unterhaltung der Anstalt. zur Verfügung stehende Kapital beträgt 100 000 Mark. — Ein Heine^Deükmal soll in nächster Zeit in Halle an der Saale errichtet -werden. Der dortige Heinebund erwarb vom Bildhauer Schvüemän k eine Kolossalbüste, die am sogenannten Trothaer ' Schlößchenausgestellt' werden wird.I— Die Synagogengemeinde. zu Bochum hatte bei Neuauslage ihrer Gemeindesatzung den gesetzlichen --Bestimmungen über das Gemeindewahlrecht einen Zusatz gegeben,, -dev die'.deutsche Staatsangehörigkeit .zur Bedingung macht.- Nach. Unreichunst.einer üon der Provinzialregierung für diese Abweichung gtzIstAphest.HeMün'dung. hat der Oberpräsident von Westfalen die «Satzung mit diesem Zusätze genehmigt. — Die Kultussteuer der israe- , . IftisHen. Gemeinde .in Köln ist für das Etatsjahr 1912/13 .auf 28 pCt. < der. Einkommensteuer festgesetzt worden. — Bei den jetzt in Frank- Jfupt a. M. zur Ausführung gelangenden Renovationsarbeiten in der ...Haup'tsynagoge in der Börnestraße fand man in den Kellerräumen unter Schutt vergraben, hochinteressante Steine, die von früher aus . diesem Matz stehenden Synagogen herstammen. . Sie haben, vielfach , gut lesbare hebräische Inschriften, die über Zweck und. Zeit genau; Aufschluß -gebey. 7— D.ex K.ö n i.g.von.Bulgarienhat anläßlich - - seiner .Anwesenheit in Bad Pöstyen zu Händen des. dortigen Oberrabbmers 200. .Kronen zu Gunsten des Pösthener israelitischen Spi- - tales gespendet. — Baron Alfons Rothschild in London hat sichmnt M i ß C laris s e S e b a.g -Mo n t e s i o r e, der einzigen Tochter des Herrn Sebag-Montefiore, des Chefs des Bankhauses .Josef Sebag u. Co., verlobt. Die'Mutter der Braut ist vor einem Jahre etwa gestorben. Baron Alfons Rothschild steht, im 35. Lebensjahre und ist der älteste Sohn des'nn Jahre 1911 verstorbenen Chefs > des Wiener, Hauses Rothschild, Albert Rothschild.' — In Aldershot. ' ist unlängst eine Garnisonsynägoge feierlich einge'weiht worden.' Bei -den iü Ertgland stattfindenden jüdischen' Militärgottesdiensten für -Ossistöre, Soldaten und Matrosen erhebtsich die Beteiligung öfter zu - feh v "stärken - Ziffern. So haben' an einer Chanukkafeier 330 jüdische .. Militärpersonen teilgenommen, die 70 verschiedenen. Truppenteilen ', angehörten. " Neuerdings haben das Kriegsamt und' die Admiralität' .bestimmt' daß allen Juden in Heer und'Flotte am Neujahr zwei — am Versöhnungsfest ein — um Laubhütkenfest zwei dienstfreie Tage' gegeben'werden-' sollen; die Befreiung vom Dienst beginnt mit ' Sonnenuntergang vor diesen Festen..' — Die jüdischen Jargontheäter,' die sich früher eines so großen Erfolgs erfreuten, gehen,-wie mus Warschau mitgeteilt wird, mit raschen Schritten ihrem Verfalle .entgegen. Noch im vorigen Jahre waren es in der Polnischen Hauptstadt ihrer vier, und alle machten glänzende Geschäfte. Nunmehr aber mußten drei.ihre Pforten schließen; das einzige noch übrig gebliebene fristet ein kümmerliches Dasein und muß hin und wieder, aus Mängel an Zuspruch die Vorstellungen absagen. — Die jüdische Ge-' meinde Lodz hat kürzlich den ersten Trupp jüdischer Arbeiter in die Knttowitzer Kohlengruben entsandt.^- Es waren zunächst 60 Mann, doch soll die Zahl nach und nach bis auf 250, gesteigert werden. Der Warschauer Generalgouverneur ermäßigte die Paßgebühr auf einen Rubel für den Kopf, die nebst den Reisekosten von der jüdischen Gemeinde getragen .wurden. Der Arbeitsverdienst beträgt 2,75 bis 5 Mark pro Schicht. Vor der Abreise wurden die jüdischen Arbeiterin Lodz ärztlichuntersucht,- desgleichen im Knappschaftslazarett in Kattowitz. — Die Auswanderung aus Palästina, namentlich aus Jerusalem, Jaffa, Liberias, hat in den letzten Wochen bedenkliche Dimensionen angenommen. Die jüdischen jungen Leute finden in den Städten nicht genügend Erwerbsmöglichkeit. — Die jüdische Gemeinde in Aden, Südarabien, zählt zirka 3000 Seelen, unter welchen sich viele Wohlhabende befinden. Zu besonders großem Vermögen ist der Jemettite Benu.ngelangt. Er ist der einzige Multimillionär in Jemen, und als solcher von großem Einfluß. Früher war er prinzipiell gegen die. Einwanderung von Jemeniten nach Palästina, der Vertrauensmann des Palästinaamtes hat es aber verstanden, ihn dahin zu bringen, daß er die Auswanderung nach Palästina nicht mehr offen bekämpft. B enu-n ist Vorsteher der jüdischen Gemeinde und hat aus eigenen Mitteln in-Aden eine Synagoge für zirka 100 000 Frank erbaut. In letz er Zeit hat er auch mit dem Bau einer Schule begonnen. — Chikagv mit. seinen 200 000 Juden hat seit drei Wochen einen K 0 scherslei sch st r e i k, hervorgerufen durch die Erhöhung der Fleischpreise seitens der Metzger. Es fanden große Versammlungen der streikenden jüdischen Frauen statt. Nun sollen auf genossenschaftlicher. Grundlage Fleischverkaufsstellen errichtet werden. Hunderte Frauen nahmen sofort Anteile. -Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Floraitraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahrnländer, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Masse in Berlin. ' Me „Sperber"-Motorwagen der Norddeutschen Automobil- Werke- G.m. lrH., Hameln, schreiten von Erfolg zu Erfolg, llnd konnten bei den'jüngst stattgehabten Sternfahrten nach Dresden, Zop-' Jpot und Frankfurt a. M., aufs neue ihre unbedingte Zuverlässigkeit, - ' Schnelligkeit- und Ausdauer beweisen, .zählten infolgedessen , auch zu Pen.Preisträgern dieser Konkurrenzen. Es wurde allgemein mit. -.Erstaunen anerkannt, daß die „Sperber"-Mot'orwagen verschiedenen stärkeren Wagen den Rang abliefen und eine' bessere Leistung vollbrachten als diese. Es .ist garnicht nötig, sich zur Absolvierung grö- ' ßerer-' Geschäfts- und Vergnügungstouren eines großen, schweren und in der Unterhaltung sehr teuren Wagens zu bedienen, sondern inan fährt tatsächlich vorteilhafter und billiger mit einem Wagen der ersten- Steuerklasse, wie er in dem „Sperber" verkörpert ist. Die außerordentlich geschickte und'genial durchdachte'Konstruktion ermöglicht auch jedem Laren, den ,,Sperber"-Wagen.selbst zu steuern und macht'das Halten eines Chauffeurs völlig überflüssig. Gevold Cabinet ist der appetitlichste und wohlschmeckendste Kaffee, denn er ist frei von allen Unreinlichkeiten und allem Fett, das anderen Kaffeebohnen anhaftet. Durch ein überaus sinnreiches Verfahren, das auf der Dresdener Hygieneausstellung mit der goldenen Medaille ausgezeichnet wurde, lvird der Gerold-Cabinet-Kasfee vordem -Rösteu gereinigt,, so daß ihm der üble' Geschmack der verbrannten Unreinlichkeiten nicht anhaftet. 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