Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 26 (28.6.1912)
- Date
- 1912-06-28
- Page
- Seite 5 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Vereinigungen teilnahm. Der Tod dieser edlen Frau bedeutet nicht. nur einen schweren Verlust für ihre gebeugte Familie, sondern für die ganze amerikanische Judenheit. Mrs. Landsberg hinterläßt einen Sohn, Mr. Emil Landsberg in New Pork City und 3 Töchter, Miß Clara Landsberg in Chikago, Mrs. Benjamin Stolz in Syracuse, und Mrs. Harry Seiler in Rochester. Der gleichfalls aus Deutschland stammende Gatte der Entschlafenen ist ein Sohn des früheren Landrabbiners von Hildesheim und 'ein Bruder des Geheimen Baurats Professor Dr. L a n d s b e r g in Berlin. — In einem Briefe, den die New Iorker Jewish Daily News aus Panama erhalten haben, wird mitgeteilt, daß an den Arbeiten des Panamakanals sehr viele Juden, darunter auch russische Arbeiter, teilgenDmmen haben. Juden — so schreibt der betreffende Korrespondent — gibt es hier aus allen Weltteilen. Es gilt hier Juden aus Syrien, welche arabisch sprechen, Juden, deren ständige Wohnung auf den westindischen Inseln ist, besonders aus Jamaika, welche hier Handel treiben. Ebenso Juden aus Marokko, Spanien, - Frankreich und Deutschland. Aber es gibt hier auch solche Juden, mit denen wir uns garnicht verständigen kömiien, da sie weder spanisch, noch hebräisch, noch eine der hier üblichen Sprachen sprechen. Ihre Lebensbedingungen sind hier durchaus nicht schlecht, zumindest aber nicht schlechter als in New Pork. Von Ilah und jfern. — Am Sontag, den 30. Juni vormittags IO Uhr begeht die Jüdische Nesormgemeinde in. ihrem Gotteshause die Erinnerungsseier an ihren eigentlichen Begründer Dr.. S i e g i s.m u n d Stern, der vor 100 Jahren, am 2. Juli 1812, geboren wurde und als Direktor der jüdischen Realschule zu Frankfurt a. M. (Philantropin) gestorben ist. Der Eintritt ist ohne Einlaßkarte gestattet. — Die juristische Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität hat dem hochverdienten Präsidenten der Haager Konferenz über internationales Privatrecht, dem Kgl. Niederländischen Staatsnünister T. M. C. Asser, die Würde eines vr. zur. honoris causa verliehen. — Der Großkausmann Hermann Tietz in Berlin hat aus Anlaß eines Familienfestes der Stadtgemeinde München 25 000 Mark für arme kränkliche Kinder gestiftet. — Der bekannte Klavierpädagoge vom Steruschen Konservatorium Herr Theodor S ch' ö n b e r g e r, wurde zum Chordirigenten der Synagoge in der Lützowstraße bestellt. Er genießt den Ruf eines hervorragend tüchtigen Musikers und.hat bereits als Dirigent eine reiche Erfahrung hinter sich. Die synagonale Musik ist ihm als Sohn eines berühmten Kantors vertraut. — Herr Oberkantor Oßw ald, welcher eine lange Reihe von Jahren im Tempel der Brüdergemeinde in Posen tätig ist, tritt am 1. Juli d. I. in den Ruhestand. — Dem Fabrikbesitzer Herrn S i m o n in Deutsch-Krone ist der Charakter als Kgl. Koinmissionsrat verliehen worden. --Aus Leipzig wird uns geschrieben: Herr Justizrat Rechtsanwalt Carl Will). L e b r e ch t feiert am 1. Juli das 25 jähr. Jubiläum seiner Einführung als Sekretär der Leipziger Gemeinde. Seit einiger Zeit zum Syndikus ernannt, wollen Vorstand und Verordnete die Verdienste des trefflichen Mannes in geeeigneter Form anerkennen. Des ferneren erfahren wir soeben, daß der Rabbinatskandidat Herr Dr. Moritz Winter aus Charlottenburg von der Leipziger Gemeinde auf den Posten des akademischen Religionslehrers und Rabbiner-Stellvertreters berufen worden ist. — In Blanikenburg (Thüringen) ist am 21. dieses Monats infolge einer Lungenentzündung der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Bielefeld, Herr Justizrat Dr. Gustav F r a n k e n st e i n, im 52. Lebensjahre verschieden. Der Tod dieses edlen Mannes, der auch' Vorsitzender des Verbandes der Synagogengemeinden Westfalens war, bedeutet für die westfälische Judenheit einen großen Verlust. — Bei der int Rathaus zu Essen erfolgten Vorstandswahl wurden einstimmig gewühlt San.-Rat Dr. Mendel und Kfm. H. F r e u d e n b e r g, zum Stellvertreter Bankier Kurt Hirschland. — S. K. Hoheit Prinz Ludwig, dessen Leutseligkeit allgemein bekannt und gerühmt ist, besuchte in Bamberg die neuerbaute schöne Synagoge und besichtigte sie mit großem Interesse. — Wie wir erfahren, hat Justizrat Dr. Blau in Frankfurt a. M. als Repräsentant des Hilfsvereins der deutschen Juden in der vor mehr als einem Jahre ins Leben gerufenen Organisation „Selbsthilfe in Galizien", die Mitglieder des. Kuratoriums zu einer Ende dieses Monats in Frankfurt a. M. stattsindenden wichtigen Sitzung eingeladen. In derselben sollen die vielen Pläne und Vorschläge zur Sanierung der Notlage der Juden in Galizien, die dem Kuratorium vorliegen, zur Erörterung gelangen. Eingehend beschäftigen wird sich das Kuratorium in dieser Sitzung hauptsächlich mit einem Vorschläge, der sich auf die Wohnungsfürsvrge bezieht und geeignet sein soll, dieses traurigste Problem der ärmeren Bevölkerung Galiziens zu lösen. — Am 3. Juli feiert die jüdische Gemeinde in Worms das 40 jährige Ortsjubiläum ihres ver- | ' ns- Ludwig Meyer, Potsdamer Str.134a LU°L /, Gummiwaren- und Verbandstoff-Fabrik Erstklassiges Magazin sämtlicher Artikel :: zur Kranken* und Gesundheitspflege :: Komplette Ausstattungen für das Wochenbett Man verlange herin SPEZIAL - OFFERTE mit neuen Preisen Weibliche Bedienung. Leibbinden nach Mass Lieferant königlicher, städtischer und Privat - Kranken - Anstal ten Zur Saison narfmiCAhläiinha altbewährt zuverlässiges Fabrikat empfehle: USriLNSVNIAUVNL, laut SPEZIAL - PREISLISTE. 'BAD ELSTER" Kgl. 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