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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-06-21 · Heft 25 (21.6.1912) · p. Seite 6

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 25 (21.6.1912)
Date
1912-06-21
Page
Seite 6 (sequence 18)
Language
German
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IOOOOO des Vorstandes der israelitischen Gömeinde, Herrn Älberb' , überreicht. -- Der alte jüdische Friedhof in Dinslakensoll-im Verkehrsinteresse teilweise beseitigt werden. Die städtischen Behörden wollen versuchen,, mit der jüdischen Gemeinde eine gütliche Einigung zu erzielen. — Einen seltenen Opfersinn bekundeten die wenigen, jüdischen Familien in Leiwen bei Trier; sie werden bald ein eigenes Bethaus ihreigen nennen können, alle Kosten sind durch freiwillige'Beiträge aufgebracht.. Die/Grundsteinlegung wurde bereits vonOberrabbiner Dr. Baßfreund-Trier vollzogen. — Aus Offenbach a. M. wird gemeldet: ' Ein geradezu unglaublicher Roheitsakt wurde in der hiesigen Ausstellung der Entwürfe für einen Synagogenneubau verübt. Dort hat jüngst ein Unbekannter die Fassadenzeichnungen des mit dem ersten Preise ausgezeichneten Entwurfs durch dicke Striche, metergroße Fragezeichen usw. verunstaltet. Sowohl nach der; Art dieser „Korrektur", wie aus anderen Umständen ist zu schließen, daß der Berüber dieses Bubenstreiches ein Sachverständiger ist, der aus irgend welchen Gründen seinen Unwillen über den Ausfall des Wettbewerbes in dieser „vornehmen" Weise zum Ausdruck bringen wollte. — Den 100. Geburtstag beging Frau Esta Gug gen heim geb. Weil aus Altorf in Baden im „Friedrichsheim" in Callingen. Sie . liest noch täglich ihre Zeitungen und macht ihre Spaziergänge. — Dem "außerordentlichen Professor'für Mathematik an der Wiener Universität, Dr. Gustav Cohn, ist der Titel und Charakter eines ordentlichen Professors verliehen worden. — Der König der Pianisten, Kammervirtuose Alfred Grünfeld, begeht am 4. Juli d. I. feinen 60. Geburtstag. Aus den Freundeskreisen des populären Künstlers hat sich ein Komitee gebildet, um Grünfeld an seinem Geburtstage durch ein Zeichen der Freundschaft und Verehrung auszuzeichnen. Eine namhafte Reihe von Persönlichkeiten, darunter auch leitende Funktionäre humanitärer Vereine, in deren Interesse der uneigennützige Künstler gewirkt, hat sich bereit erklärt, an der Aktion teilzunehmen. Grünfeld lebt seit vierzig Jahren in Wien; er ist ein geborener Prager. — Der bekannte Asshriologe und Semitist Joseph Hal ev y in Paris hat von der Academie des Inscriptions et Belle-Lettres einen Preis von 500 Franken erhalten. ^VWW Es ist das. erste' Mal, daß - Hakevh von - einer Akademie nusgezeichnet wird, da man seiner Theorie über die asiyrische SPrach- . Wissenschaft im allgemeinen ablehnend• gegenüberstand. 4- D a s e n g l i s ch e D e r b y hat in diesem Jahre wieder ein jüdischer R'cnnstallbesitzer, Mr. Walter R a p ha el, gewonnnen. Im Vorjahre gewann das blaue Band der jüdische Millionär Mr. Jo el. Es' beweist dies, welche hervorragende Stellung die Juden im englischen Sportsleben einnehmen. — Der Ministerrat in M ä d r i d beschloß am'3.-Juni, die vom Verfall' bedrohte, ehemalige berühmte Synagoge - von Cordova in nationalen Schutz /zu' nehmen und Konsolidierungsarbeiten zu veranlassen. —• Der Beamte der Kanzlei des' Generalgouverneurs Fürst - Eristow ist Kiew traf auf der Paradetreppe des Kanzleigebäudes einen . Juden, den Handwerker C h w a t j u k. . Er rief dem Schweizer - zu, er sollte keinen Juden die Paradetreppe betreten lassen. Chwatjuk erwiderte, Christus sei auch ein Jude gewesen. Fürst Eristow verklagte den Juden wegen Gotteslästerung.' Das' Bezirksgericht verurteilte ihn, wie russische Blätter. melden, zu 7 Tagen Gefängnis. — Aus New Work wird berichtet: Herr Benjamin G u g g e n h c i m von. hier, der auf der „Titanic" ein solch' heldenmütiges Ende fand, hinterließ 116 000 Dollar für gemeinnützige Institutionen, davon einen großen Teil für jüdische Institutionen. — Wie aus Washington berichtet wird, hat die Direktion der großen nationalen Kongreßbibliothek soeben die Verfügung getroffen, daß sie in der Bibliothek, welche eine der größten und reichhaltigsten der Welt ist, eine eigene große Abteilung für jüdische Literatur und Geschichte errichten werde. Für diese Abteilung hat der Staat die aus 10 000 Bänden bestehende jüdische Privatbibliothek des bekannten Schriftstellers und Reisenden Ephraim Deinhardt, der gegenwärtig in Arlington wohnt, erworben. Diese Bibliothek umfaßt das gesamte Gebiet der jüdischen Literatur und aller ihrer Fächer. Die Werke sind in den verschiedensten Sprachen gedruckt. Die meisten wurden im Orient gedruckt und besitzen einen großen Wert. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Floraltratze 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Fahrnländer, Neukölln. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. Rerzheilbaö Prospekte kostenfreidurch die stuskunst» . ,, stelle Berlin, Unter den Linden 14 und DlC B3DGDCrU73ltUnQ. Hotel-Restaurant „KRONPRINZ“ — 1. Ranges, streng ~ Prächtiger Neubau. — Ganz modern eingerichtet. Lift. — Eigene Vakuum-Anlage. — Dampfheizung. Thermal-Bäder aus städtischer Thermal-Quelle. Schönstes u. grösstes Hotel-Restaurant der Gegenwart mit streng ritueller Verpflegung. o o Bad Neuenahr. O o Hervorragende Kurerfolge bei 5 Magen-,Darm-, Leber-,Gallenstein-,Nieren-u.Blasenleiden, Zuckerkrankheit, Gicht und Rheumatismus. O Broschüren kostenlos durch O Kur- und Verkehrsverein E. V. Q Neu eröffnet! in Schlesien. Bahnstation. BADFLINSBERG Villa Elisabeth * Telephon 39. Erstklassiges Pensionat und Restaurant. 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