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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-05-31 · Heft 22 (31.5.1912) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 22 (31.5.1912)
Date
1912-05-31
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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Professoren besteht, die dem Läger des Rektors Lowaschew sich-angeschlossen haben, wendet sich mit der Bitte an den Minister der Aufklärung, die Prozentnorm für jüdische Aerzte aufzuheben, die danach streben, sich'in der medizinischen Fakultät zu spezialisieren. Es versteht sich von selbst, daß man die Ursache dieses plötzlichen Eifers darin suchen muß, daß faktisch die Neürussische Universität im gegenwärtigen Momente ohne Lehrerpersonal geblieben ist, und jeder halbwegs Anständige von dort sortläust. Wir glauben nicht, daß sich viele Bereitwillige unter den Juden finden werden, die sich von dem. Almosen der Odessaer schwarzen Professur verleiten lassen werden." Der Kurator des Wilnaer Lebrbezirks bestimmte, daß im Falle der Taufe irgendeines Schülers man im Diplom seinen christlichen Namen eintrageN soll. Falls der Schüler aber nach Empfang des Diploms sich taufen läßt, d.'h. vor seinem Eintritten die Universität, darf der Name keinesfalls geändert Werdern — Der Minister des Innern Makarow proponierte dem Moskauer Stadthauptmann, die jüdischen Studenten des Kommerzinstitutes, die zur Ausweisung bestimmt wären, bis zur Beendigung ihres Studiums in Moskau zu belassen. — In Wilna ist beim Scheiden des Gouverneurs Ljubimow auf Initiative der jüdischen Kausleute eine Subskription zur Stiftung eines Stipendiums an der Wilnaer Handelsschule aus'den Namen des Scheidenden eröffnet worden. Von Aah und Fern. ■ —Stadtrat Hermann Iacobh, der seit 10 Jahren im Ehrenamt Mitglied des Berliner Magistrats ist, feierte am 25. Mai seinen 70. Gebutstag in bewundernswerter geistiger und körperlicher Frische. - DerJnbilar ist Vorsitzender der Deputation für das Arbeitshaus und das städtische Obdach, , der Oekonomie-Kommission, der v. Biedersee- Stistung, Mitglied des Vieh- und Schlachthof-Kuratoriums, Revisor der Haupt-Stiftungskasie, Mitglied der Finanzkommission, des Kuratoriums für die hypothekarische Beleihung von Grundstücken, Mitglied der Verkehrsdeputation und in der Regel der Vertreter des Stadtkämmerers von Berlin. — In der letzten Sitzung der „Wissenschaftlichen Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen zu Berlin" teilte der Vorsitzende Pros. Friedländer mit, daß der Vorstand der jüdischen Gemeinde den Betrag von 600 Mark zu den Kosten der Fortbildungskurse in hochherziger Weise bewilligt hat. Hoffentlich wird die Beteiligung an den Kursen recht rege werden. — Herr Simon Hirsch in Gollob (Westpreußen) wurde von der dortigen Stadtverordnetenversammlung auf sechs Jahre zum Magistratsmitglied gewählt. — Das David Cohn sche Ehepaar in Deutsch-Krone feierte in diesen Tagen das seltene Fest seiner goldenen Hochzeit, aus welchem Anlaß dem Jubelpaare viele Aufmerksamkeiten zuteil wurden. — In der Ersatzwahl der Shnagogengemeinde Löbau für den verstorbenen Kaufmann William Sonnenberg ist der Kaufmann Heinrich Cohn als Vorstandsmitglied gewählt worden. — In Breslau ist der Vorsitzende des Vorstandes der jüdischen Gemeinde, Geheimer Justizrat W o l l st e i n, gestorben. Das 'deutsche Judentum verliert in dem Heimgegangenen einen seiner treuesten und tapfersten Kämpfer für Recht und Wahrheit. — CACAO DIE BEVORZUGTE MARKE. 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