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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-04-26 · Heft 17 (26.4.1912) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 17 (26.4.1912)
Date
1912-04-26
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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dieses überaus Humanitären Vereins stehen die Damen: Jda v. Stern, Frau Hvfrat Gomperz und Baronin Charlotte Königswarter. — Air der Universität in Czeruowitz besteht seit langem ein Konflikt, zwischen dem akademischen Senat und den daselbst bestehenden jüdischen. Vereinen „Zephira" und „Emunah" wegen der Forderung der letzteren um Anerkennung der jüdischen Nationalität, die der akademische Senat selbstredend verweigerte. Neuerdings sah sich der akademische Senat genötigt, gegen die genannten, zionistischen Vereine mit der Strafe des „Farbenverbotes" vorzugehen. Dieser Konflikt wurde kurz vor Semesterschluß noch mehr verschärft, weil der Senat gegen vier Chargierte der genannten Korporationen mit der Strafe der Nelegierung, beziehungsweise des conzilium abeundi vorgegangen ist. Wegen dieser scharfen Maßregelung herrscht in den Studentenkreisen große Erregung. Auch in weitern Kreisen der jüdischen Intelligenz ist man der Ansicht, daß der Senat zu scharf vorgegangen sei. Kürzlich fand in Czernowitz eine große Protestversammlung von Studenten und intelligenten Bürgern statt, in der der Vorgang des Senats einer strengen Kritik unterzogen wurde. Es wurde beschlossen, eine diesbezügliche Interpellation im Parlamente einzubringen und die Intervention des Kultusministers anzu rufen. Dies alles wegen Nichtanerkennung der jüdischen Nationalität-! Kleine Ursachen usw. Türkei. ^2 Jerusalem, 15. Ilpril. Im kommenden Sommer werden es 30 Jahre, seitdem Herr A. M. L u n c z seine fruchtbare Arbeit aus dem Gebiet der Palästinaliteratur begonnen hat. Herr Luncz gehört zu den wenigen unter unseren Glaubensgenossen, welche sich mit der Erforschung Palästinas, seiner Geschichte und seiner Literatur.erfolgreich befassen. Seinem unvergleichlichen Fleiß und seinen umfangreichen Kenntnissen verdanken wir zehn Bände des Jahrbuches „I e r u sch al a i m", 17 Hefte des „P a l ä st i n a - A l m a n a ch s" und die Neuausgabe von vier Bänden der „A l t e n P a l ä st i n a - L i t e r a t u r". Ihre Krone sollte--diese reiche..literarische Arbeit erhalten durch eine Neuausgabe des. „Talmud Jerusch almi", auf Grund von Handschriften in-London und Rom und alten Drucken mit Anmerkungen und Kommentaren.- Drei Bände dieser für die talmudische Wissenschaft so. wertvollen Ausgabe sind bereits erschienen und haben den Beifall alter Fachgelehrten gefunden. Leider aber niußto das Erscheinen der weiteren Bände eine Unterbrechung erfahren, weil dem Verfasser die nötigen Geldmittel fehlen. In Würdigung der. 30 jäh-. | rigen literarischen Arbeit des verdienten^ Gelehrten möchte das unter-! fertigte Komitee'an alle Freunde der Palästinaliteratur die Bitte richten, durch die Schaffung eines Fonds die weitere Herausgabe des „Talmud Jeruschalmi" zu ermöglichen. Indem die Unterzeichneten die Verwaltung .. eines . solchen Fonds und' die Ueberwachung der Drucklegung übernehmen, sprechen sie . die Hoffnung aus, daß insbesondere durch reichliche Subskriptionen dem würdigen Verfasser die Möglichkeit gegeben wird, das begonnene Werk zu vollenden. Das Komitee für die Herausgabe des Talmud Jeruschalmi: Ephraim Cohn, David Pellin, Marcus Knhan (Mordechai ben Hilel Hakohen), Dr. Masie, Dr. Jsaac Levy. Adresse: Dr. I. Levh, Direktor der Anglo Palestine Co., Jerusalem. Von MH und jfrrn. — D er Hils sv er ein der Dentsch en Juden, dessen zielbewußte, segensreiche Wirksamkeit zum Besten ünsererversolg-ten osteuropäischen Glaubensgenossen die weitgehendste Förderung verdient, veröffentlicht im Inseratenteil dieser Nummer einen an die jüdische Gesamtheit gerichteten . Aufruf, mit dem -dringenden Ersuchen, ihm die erforderlichen Mittel zur Fortführung seines Hilfswerkes zur Verfügung zu stellen. Möge der erneute Appell an-der Opserwilligkeit unserer Glaubensgenossen nicht wirkungslos verhallen. — Am 22. d. M. ist nach langen, schweren Leiden im Alter von 64 Jahren dev Kantor der Berliner jüdischen Gemeinde Herr Joseph Epst e i n verschieden. Der Entschlafene war Mitbegründer und seit 20 Jahren Mitglied des Vorstandes" der Hilsskasse für israelitische Kantoren und Kultusbeamten und deren Witwen und Waisen..— - Unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Kühnast fand dieser Tage die Wahl der Vorsteher der Shnagogengemeinde Graudenz statt. Die bisherigen Vorsteher Kaufmann ■&. I. Kiewe und Finrienttin«r einer. Herrsehflrtftkuohe. Gebrüder Haminer Hoflieferanten Seiner Majestät des Kaisers - und Königs BERLIN W 8 Mohrenstrasse 56 Telephon: Amt Zentrum, 685 5457 Moderne Küchen für Schlösser, Villen, Landsitze, Hotels, Restaurants, Caf6s, Krankenhäuser und Kantinen. Wäscherei-, Warmwasseru. Kühlanlagen, Kamine, Heizkörper-Verkleidungen in gediegenster Ausführung. Ofen aller Systeme. HDD iltfj mandeimttdi PfIanzen.Buiter>niargarlne Vollkommenster koscherer Butter«Ersatz. Sergestellt unter Aufsicht Sr. Sürwürden Rabbiner Dr. B. Wolf, Söln. fleischig und milchig verwendbar. Den strengsten Vorsckriiten entsprechend. I Staubige ist das Merkmal der Bureaus und Fabriksäle und den Atmungsorganen in hohem Maße schädlich. Darum neigen so viele Beamte und Arbeiter bei rauhem Wetter zu Husten und Heiserkeit. Den meisten sind die WNbertTabletten zur Linderung des Hustens und Befreiung des Rachens von der Verschleimung schon bekannt. 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