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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1912-03-22 · Heft 12 (22.3.1912) · p. Seite 7

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
76 (1912)
Issue
Heft 12 (22.3.1912)
Date
1912-03-22
Page
Seite 7 (sequence 19)
Language
German
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1868 als Konzertmeister an die Wiener 'Hofoper berufen. Im Jahre 1877 als Professor: an das Wiener Konservatorium berufen, wirkte er hier mehr als 30 Jahre als hochberühmter Lehrer, hat eine große Zahl von bedeutenden und bekannten Geigern ausgebildet und sich bald nach der großen, von seinen berühmten Schülern veranstalteten Feier seines 70. Geburtstages vom Lehramte zurückgezogen. Aus Anlaß feines 75. Wiegenfestes kanten dem greisen Jubilar viele Glückwunschschreiben aus nah und fern zu. — Die k. k. österreichische Statthalterei hat den Beschluß des Gemeinderates in Mistelbach, wonach auf den Jahrmärkten in dieser Stadtgemeinde den galizischen Juden kein Schauplatz mehr zur Versügupg gestellt, wurde, .ausgehoben und als ungesetzlich außer Kiwst gesetzt. Der Gemeindevorstand in Mistelbach hat aber beschlossen, gegen diese Entscheidung den Rekurs an das Ministerium zu ergreifen. Dieser Schritt dürfte jedoch vergeblich sein, da der Beschluß, die galizischen Juden vom Besuche der Jahrmärkte gewaltsam fernzuhalten, gesetzwidrig ist. Von Nah und Lern. — Der Kaiser hat Mr. James Speyer in Newyork in Anerkennung seiner Bestrebungen, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten zu fördern, den Roten Adlerorden zweiter Klasse verliehen. —Eine Besichtigung der Rudolf Mossesch en Kunsts amm l ung , verbunden mit einem Teeabend, findet am Sonnabend, den 30. d. M. von 8 bis 11 Uhr zum Besten des „Vereins Mädchenhort" gegen Eintrittsgeld von 10 Mark statt. Billets sind auf schriftliche Bestellung von dem Schatzmeister des -Vereins, Herrn Dr. G i n s b e r g, Am Karlsbad 7, zu beziehen. — Herr Oskar Blum ent h a l war, wie aus Meran gemeldet wird, an seinem 60. Geburtstage Gegenstand zahlreicher Ehrungen. Glückwunschtelegramme sind aus aller' Welt “ eingelausen. Der Deutsche Bühnenverein übermittelte dem Jubilar ein prachtvolles Blumenarrangement. Die Bürgerkapelle brächte dem Jubilar ein Ständchen. — In der Nacht zunr vergangenen- Sonntag ist in der Synagoge Beth Zion in der Brunnenstraße 33 ein dreister Einbruch verübt worden. Die Einbrecher erbeuteten unter anderem ein 30 Zentimeter hohes und breites Thora-Schild aus massivem Silber mit vergoldeter Krone und zwei an den Seiten angebrachten Löwen, zwei 80 Zentimeter hohe silberne Leuchter, zwei kleine Hände aus demselben Metall zunr Vorzeigen der Thora - und eine silberne Sammelbüchse. Von den Dieben, die durch den Hof in die Synagoge gelangten, fehlt bisher noch jegliche Spur. Der Verein zur Vertretung der Interessen -der jüdischen Gemeindemitglieder in Eh a r l o.t t e nb u r g veranstaltet am 27. März, abends 8)^ Uhr im Festsäale des Brüdervereins, Kurfürstenstraße 116, eine öffentliche Versammlung, in der die Herren Stadtverordneter Max B e r g m a n n und Rechtsananwalt Dr. Bruno Blau über „das Mitbestimmungsrecht der Vororte an der Verwaltung der jüdischen Gemeinde zu Berlin" sprechen werden. — Aus Posen wird uns geschrieben: Die israelitische Krankenverpflegungs- und Beerdigung'sgesellf ch a f t vereinnahmte im abgelausenen Geschäftsjahre an einzelnen Spenden von 15—500 Mk. 3132 Mk., lausenden Vereinsbeitrügen 5161,50 Mk., Bestand und anderen Eingängen 43 085,86 Mk., im ganzen 51 379,36 Mk., so daß am Schlüsse des Berichtsjahres ein Bestand von 5239,75 Mk. verblieb. Der Verein, welcher zu den größten der Vereine innerhalb der jüdischen Gemeinde zählt, hat zirka 1000 Mitglieder. — Der Landtagsabgeordnete Herr Justizrat Eduard Wolfs in Lissa beging seinen 60. Geburtstag.— Am 7. März verschied in Bartschin Plötzlich der Kantor Nathan Bauer, Inhaber des Allgemeinen Ehrenzeichens. Die Gemeinde Bartschin verliert einen gewissenhaften und pflichttreuen Beamten, der sich während seiner 37 jährigen Amtszeit die größte Liebe und Achtung erworben hat. — Den 70. Geburtstag feierte vor kurzem Distriktsräbbiner Nathan B a m b e r g e r in Würzburg, Sohn von N. Seligm. Bär B. und seit 1878 sein Nachfolger im Nabbinat und Vorstcmd der Lehrerbildungsanstalt.— Wie die Wilden häuften am 4. März'mehrere Burschen, aus dem jüdischen Friedhose in Wesseling bei Creseld. Sie enfernten von vielen Grabdenkmälern die Messingschilder und schlugen eine- Anzahl -Figuren (?) entzwei.! Außerdem warfen sie viele Denkmäler um. Auf die Ergreifung- MILKA VELMA N 01 SEITINE DIE BELIEBTEN ESS CHOCOLADEN MS/mJ . Ausnahmepreis für Mazze nur bei Vorbestellung 33 kk. und feine 33 Pt per Pfd, eprnml(? 35 feine Pk. Echte Bnrgstemfnrter p. Pid. 40 Pf., 5 Pld.-Originalroüen p. Pfd. 38 Pf. 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