Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 76 (1912)
- Issue
- Heft 1 (5.1.1912)
- Date
- 1912-01-05
- Page
- Seite 7 (sequence 19)
- Language
- German
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7 Preise. Den Anfang machte eine niederdeutsche Bibel, 1494 in Lübeck gedruckt. Huth hatte sie 1875 für 630 Mark erstanden; bei der jetzigen Versteigerung wurden 4700 Mark angelegt. Verhältnismäßig billig ging eine alte Bibel aus Wales vom Jahre 1588 in neuen Besitz über: ein Liebhaber entrichtete 2000 Mark für das Buch. Die erste Ausgabe des Pentateuch von Thndale, für die Huth bereits 2600 Mark angelegt hatte, ging für 9100 Mark in amerikanischen Besitz über. Die erste autorisierte Auslage der englischen Mazarine- Bibel von 1611 wurde mit 3280 Mark bezahlt; das Exemplar einer späteren Ausgabe von 1658 aber erzielte 3100 Mark infolge des prächtigen Einbandes von Roger Pahne. Huth hatte für dieses Exemplar genau 160 Mark bezahlt. Der heißeste Kampf aber entbrannte um die berühmte erste Mazarine-Vibel, die 1873 bei der Versteigerung der Sammlung Perkins unter den Hammer gekommen war. Damals entspann sich zwischen Huth, der das Exemplar durchaus besitzen wollte, und dem bekannten Londoner Kunsthändler Quaritch ein wilder Wettstreit, bei dem beide von der Leidenschaft des Kausens hingerissen wurden. Zwischen Huth und Quaritch war damals nämlich eine Verabredung getroffen worden, wonach Quaritch dem berühmten Sammler das Vorkaufsrecht auf diese Bibel überlassen wollte, aber dasprächtige Stück und die Begeisterung zwang die beiden Bibliophilen, einer überbot den anderen, und schließlich blieb Quaritch mit 53 8OO Mark der Sieger. Als nach der Versteigerung der Rausch verflogen war, kam Huth ganz aufgeregt zu seinem Geschäftsfreunde: „Aber Mensch, Quaritch, warum in des Teufels Namen haben Sie denn gegen mich geboten?" Und mit leuchtenden Augen erwiderte der Kunsthändler: „Ich konnte nicht anders, ich hätte selbst gegen den Teufel geboten." Er überließ dann aber die Bibel Huth und begnügte sich mit dem bescheidenen Gewinn von 500 Mark. Als jetzt das schon damals vielumstrittene Stück, für das Huth schließlich 54 300 Mark bezahlt hatte, auf dem Auktionstisch erschien, ging lebhafte Erregung durch den Saal, und alle Sammler waren gespannt, wer den Lorbeer des Tages davontragen würde. Wiedamals blieb auch diesmal Quaritch Siegerund gab für das eine Buch ein kleines Vermögen: 116000 Mark. Türkei. 2. Jaffa, 24. Dezember. Unsere Stadt ist die einzige Hafenstadt von Judäa und bildet die Metropole des palästinischen Handels. In ihr konzentriert sich im Gegensatz zu Jerusalem das Leben der einwandernden Juden, welche die neuen Kolonien, die im Kranze um Jaffa liegen besiedeln. Daher mußten in ihr auch die aus dem Westen kommenden neuen unreligiösen Strömungen schneller Einzug finden, welche eine gewaltige Revolution in den Gemütern vieler Juden Hervorrufen. Die modernen Ideen drängten so manche aus ihren bisherigen Lebensgewohnheiten heraus und wiesen ihnen neue Wege, auf denen sie jedes Gefühl für die Religion ihrer Väter verlieren. Dieser Gefahr, welche den Kern des sittlichen und religiösen Lebens in den-hauptsächlich aus Rußland einwandernden Juden zu zerstören droht, sucht die Tachkemoni - Mittelschule entgegenzuarbeiten. Sie hat es sich zur Ausgabe gemacht, die junge Generation für das erworbene Land groß zu ziehen und die Freude an der Arbeit für das heilige Land und gleichzeitig die Religion der Väter in die jungen Herzen zu pflanzen, die allein das Judentum zu erhalten vermag. Die Tachkemoni-Schule, ursprünglich von einigen Kaufleuten aus Jaffa ins Leben gerufen, wurde von den gesetzestreuen Juden Deutschlands, welche sich zu diesem segensreichen Werk mit dem „Misrachi" verbanden, zu der jetzigen hohen Bedeutung gebracht. Gegenwärtig beträgt die Anzahl der Schüler, die in starkem Wachstum begriffen ist, 196. Außer dem Vorbereitungskurs umfaßt die Schule sieben Jahrgänge. Der Unterrichtsplan, der den in Jaffa bestehenden Verhältnissen Rechnung trägt, erstreckt sich auf die Fächer: Arabisch, Französisch Rechnen, Mathematik, Naturgeschichte, Geographie, Geschichte, Handels- 'UlnittacjlU' yjotlilVMS Weltneuholt! Weitneuheit! Beform-Irrigator Frauenkron D.R.P. und Auslandpatente aogem. Preis M. 3.60 gegen Nachnahme Porto extra. -PS In Verpackt, 7 cm L hoch, 14 cm im D.H inkl.2Hundstücke; I Schlauch, Hahn u. t eleganter Karton. .Gewicht ca. 290 g. _ Postorder-Geschäft „Autoauxll“, Cassel 5, Postfach Nr. 33. Edeli-oller, ► wunderb. Tourensänger in Herr!. Klang. r färbe, n. Eule 8,, 0., 2. > S d. 30 M. Zucht- £roeibd).3u.4 OT. Nachn. Gar. f. Wert. leb. . Ank. Ehrenh. Bedien, wie feil 30 Jahren. Preisb. umsonst. Zuchtb. Sv Pf. Suehn. Gg. Briibl,Kötzschenbroda H. öl /&ihc* Cjj*^otß4' -*w©vi^4' <Q! I ist das z. 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