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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-12-01 · Heft 48 (1.12.1911) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 48 (1.12.1911)
Date
1911-12-01
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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~ Schweben.- U. I?. StoKholM, 24. Növember. Am 14. November feierte Herr SalomonElkün, hiev,' in bewundernswerter körperlicher und geistiger Frische seinen /achtzigsten Geburtstag., Der Jubilar, der viele JaHre hindurch dein Vorstand der hiesigen jüdischen Gemeinde angehkirt'und sich um letztere besonders verdient' gemacht hat, war an diesem Tage Gegenstand vieler Ehrenbezeigungen von seiten seiner Gemeinde/ In den Ansprachen, die der Vorsitzende des Vorlands Herr Generalkonsul E. Fränckel und Herr Rabbiner Professor Dr. G. K-lein an den Jubilar richteten, wurde besonders die Gottesfurcht und lautere Frömmigkeit des Jubilars hetvorgehöben. Abgesehen von Krankheitsfällen hat Herr Elkan auch nicht einen einzigen Gottesdienst in dep Gemeinde-Synägöge versäumt. Außer zahlreichen Gemeindemitgliedern haben.sich auch viele nichtjüdische Mitbürger im Hause des Jubilars eingefunden, um ihn: bei dieser Gelegenheit ihre Sympathie'und Hochachtung zu bekunden. Herr Elkan hatte an dem genannten Tage auch das Vergnügen, seine Schwägerin, die bekannte schwedische Schriftstellerin, verwitwete Frau Sophie Elkan aus Gotenburg/ in seinem Haufe als Gast zu beherbergen. Schließlich sei hier noch als nachahmenswertes Beispiel hervorgehoben, daß/ Hevr Elkan zu denjenigen gehört, die sich nicht damit begnügen, bei solchen Anlässen von anderen geehrt und erfreut zu werden, sondern die vielmehr bestrebt sind, auch andere zu ehren und zu erfreuen. — Vor einigen Tagen hielt hier Fräulein B. Poppenheim aus Frankfurt a. M. einen Vortrag über jüdische Sitten und Gebräuche. Aus ihren von einer zahlreichen und distinguierten Zuhörerschaft beifällig aufgenommenen Ausführungen sei hier bloß erwähnt, daß sie den jüdischen Eltern besonders ans Herz legte, ihren Kindern doch nicht die Freude der Seder- und Freitagabende, wie sie selbst solche in ihrem Elternhause mit angesehen und miterlebt habe, vorzu enthalten. Diese Mahnung scheint auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein, indem mehrere gebildete Damen anfingen, in ihren Häusern den Freitagabend heilig zu halten und in seine alten Ehren wieder einzusetzen. Von Sah und Lern. — Das Zentralkomitee des Hilfsvereins der deutschen Juden hat auf Vorschlag seines geschästssührenden Ausschusses die wegen ihrer gemeinnützigen Tätigkeit in weiten Kreisen bekannte Frau.Direktor May in Berlin einstimmig als Mitglied kooptierte Die Gewählte ist unseres Wissens die erste Dame, die dem Zentralkomitee des genannten Vereins nunmehr als vollberechtigtes Mitglied angehört. — Max Montor, der am Sonnabend den 9. Dezember im Choralionsaal einen Vortragsabend veranstaltet, bringt zum erstenmal die biblische Tragödie „Saul" (Fragment), von Joseph Kainz zum. Vortrag. Als Einleitung wird der Künstler Verse von Ernst Internationale 11^§iene-Au88lenun8, Dresden 1911. 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