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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-09-29 · Heft 39 (29.9.1911) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 39 (29.9.1911)
Date
1911-09-29
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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seminarisch und akademisch gebildeten Religionslehrer mit ,Rabbinatsdiplom und vier Rektoren (Mittelschulprüfung in Französisch und Latein, in Deutsch und Geschichte, in Mathematik und Naturwissenschaften, in Deutsch und Französisch) und einem Hilfslehrer (Mittelschnlprüfung in Geographie und Naturwissenschaften). Für den Präparandenlehrer Braun, der am 1. Oktober 1910 in den Dienst der öffentlichen jüdischen Volksschule Kölns trat, wurde Herr Lehrer Max Hchmann, bisher tätig in Arnsberg, angestellt. Die seit langem erstrebte Examensberechtigung ist der Anstalt in nahe Aussicht gestellt worden. Es wurden vier Schüler aus der Anstalt entlassen, nachdem sie das Religionslehrerexamen und vor der Königlichen Prüfungskommission die Äolksschullehrerprüsung bestanden halten. Es darf wohl als ein Beweis für die erfolgreiche Arbeit der Anstalt hier hervorgehoben werden, daß in den letzten 13 Jahren, also gerade in der Zeit der Steigerung der Ansprüche an die Ausbildung der Zöglinge, jeder unserer Zöglinge vor der Königlichen Prüfungskommission bestanden hat. Die jungen Lehrer fanden auch sofort Anstellungen. Ostern 1910 wurden sechs, Ostern 1911 drei neu ausgenommen. An öffentlichen jüdischen Volksschulen fanden im Laufe der beiden letzten Jahre acht frühere Schüler unseres Seminars Anstellung. Im Interesse der Gemeinden und ihrer Lehrer wäre zu wünschen, daß die privaten jüdischen Volksschulen, wo es irgend erreichbar ist, zu öffentlichen ausgestaltet würden. Dankerfüllt erwähnt der Bericht die Jahrzeitstiftungen, mit denen die Anstalt seit dem Erscheinen des letzten Jahresberichtes bedacht worden ist. sowie die Namen der Wohltäter, die in der abgelaufenen Berichtsperiode die Ziele der Marks-Haindorfschen Stiftung verwirklichen halfen. Die Marks- Hainsdorfche Stiftung übernimmt gegen die einmalige Zahlung von 300 Mark die Verpflichtung, den Todestag Verstorbener auf ewige Zeiten in vorgeschriebener Weise durch Gebete zu feiern, auch auf besonderen Wunsch während des Trauerjahres täglich das Kaddischgebet zu verrichten. Der Bericht schließt mit dem Wunsche, daß der vor nunmehr 87 Jahren gegründeten Anstalt, deren segensreiche Erfolge im Dienste der Allgemeinheit anerkannt werden, das opferwillige Wohlwollen der Gemeinden und Personen, die dem Wirken eEjenJej, der ideale cWeg zur Schönheit den höchsten Anforderungen der TKos meiik entsprechend, den teuersten aus ländischen Seifen in Parfüm und Qüte gleichwertig. Qebrauchs-Q. mlität, herb u. erfrischend Al. 0.50 Glitequalität, zart und duftend .... Ät. 1.00 iiberah erhältlich, eventuell direkt Fabrik cUpper-etsen-Gesellschaft, ^Berlin 0.27. einer Lehrerbildungsanstalt Verständnis und Interesse entgegenbringen, auch in Zukunft erhalten bleiben möge. J. W. Stttteftutgs 20. September. Unter großen Ehrenbezeugungen wurde hier Herr Lehrer Theodor Philipp zur ewigen Ruhe bestattet. Die überaus große Beteiligung — Herr Landrabbiner Dr. Gronemann-Hannover, mehrere Nachbarkollegen sowie viele auswärtige Freunde und Schüler des Verewigten waren erschienen — legte beredtes Zeugnis ab von der Verehrung und Liebe, die er sich während seiner segensreichen, 44jährigen Tätigkeit errungen hatte. Die Leiche wurde in unsere schöne Synagoge überführt, und dort wurde eine ergreifende Trauerfeier für den langjährigen Lehrer und Prediger abgehalten. In formvollendeten Reden schilderten Herr Landrabbiner Dr. Gronemann und Herr Lehrer Wolff-Lüneburg die hervorragenden Charaktereigenschaften des Verklärten, seine außerordentliche Pflichttreue, seinen streng 'religiösen Lebenswandel und sein segensreiches Wirken innerhalb seiner Gemeinde. Am Grabe sprach Herr Lehrer Bachenheimer- Harburg für den Verein jüdischer Lehrer der Provinz Hannover, Herr Vorsteher M. Jacobsohn brachte namens der Gemeinde nochmals die herzlichsten Dankesgefühle zum Ausdruck. — Theodor Philipp wurde am 12. September 1837 in Wandsbek geboren, besuchte die Bildungsanstalt für jüdische Lehrer in Hannover und übte seine Lehrtätigkeit in Wunstorf und Lüneburg (seit Juli 1865) aus. Wie sehr beliebt Theodor Philipp in seiner Gemeinde war, das zeigte sich bei seinem 25 jährigen Ortsjubiläum und seinem 70. Geburtstage, zeigte sich auch, als er April 1909 aus dem Amte schied und seine Gemeinde ihm eine hohe Pension bewilligte. Vom König von Preußen erhielt er damals den Hohenzollern-Hausorden. --- Darmftadt, im September. In Bleichenbach in Oberhessen findet jetzt ein freier Obstverwertungskurs statt, der von der Oberhessischen Landwirtschaftskammer veranstaltet wird. Zu dem Kursus meldeten sich auch zwei jüdische Frauen, und zwar gehörten ihre Anmeldungen zu den ersten. Die beiden wurden nun von dem Landwirtschaftskammerausschuß unter dem Vorwand zurückgewiesen, daß nur 30 Personen teilnehmen sollten und die Meldungen NEiirasNiEiiiE ans den wirksamen Bestandteilen des brasilianischen JVIuirapuama und dem nervenstärkenden Lecithin hergestellt, gewährleistet einen guten Erfolg bei allen Erscheinungen der Die sich auf eine Reihe von Jahren erstreckenden pharmakologischen und klinischen Untersuchungen seitens einer Zahl erster Professoren und bekannter flerzte haben die eminente Wirksamkeit des Muiracithin erwiesen, speziell in Fällen von vorzeitiger männlicher Neurasthenie und sonstigen neurasthenischen Erkrankungen des Nervensystems wie nervöse Depressionen, Unlust, Kopfschmerzen auf neur* asthenischer Basis, Appetitlosigkeit usw. Ausführliche Literatur mit Gutachten jedem Interessenten kosten* frei durch die Fabrik. Preis des Muiracithin pro Fl. mit 60 Pillen Mark 6.— mit 100 Pillen Mark 10.— -erhältlich in allen Apotheken. 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