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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-09-15 · Heft 37 (15.9.1911) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 37 (15.9.1911)
Date
1911-09-15
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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der Pflichtet find, nur das Fleisch dort geschächteten Tieren zu essen, bin ich? der Meinung, daß man einen Gewissenzwang durch das Verbot des Schächtens nicht, auf sie ausüben soll. Aber, wie schon erwähnt, lieber Herr Kollege, ist das nur meine persönliche Ansicht. Der zweite Vorsitzende unseres Vereins, Geheimer Rat Kaiser, steht, soviel mir bekannt, auf demselben Standpunkt. Esser." Der Verlesung folgten Zustimmungsrufe, eine Diskussion wurde nicht verlangt. *.* Freiburg ir B., 10. September./ Der Verein zur Förderung des Handwerks und der technischen Berufsarten unter den Israeliten des Großherzogtums Baden (Abteilung Freiburg) versendet den Bericht für die Jahre 1909 und 1910. Wie aus dem Bericht hervorgeht,- ist der Verein^ zu dessen Begründung der Stadtrabbinev Dr. A. Lew in s. A. und der Gemeindevorsteher B. Dukas die Anregung gegeben hatten, mit dem Beginn des Jahres 1911 in das 25. Jahr seiner Tätigkeit eingetreten. Herr Geheimer Hofrat Professor Dr Rosin leitete den Verein bis August 1895. In Anerkennung der großen Verdienste, die er sich um den Vereinerworben, ernannte ihn der Vorstand im Jahre 1896 einstimmig zum Ehrenmitglied des Vereins. Mit Wehmut gedenkt der Bericht des verewigten Rechtsanwalts Dr. Daniel Mayer, der von der Gründung des Vereins an als stellvertretender Vorsitzender, von 1895 bis zu seinem am 21. August 1906 erfolgten Ableben als erster Vorsitzender in opferwilligster Weise seine Zeit und Kraft in den Dienst des Vereins gestellt hat. Im Spätjahr 1886 begann der Verein seine Tätigkeit. In den ersten Jahren wurden die Lehrlinge größtenteils bei hiesigen Meistern untergebracht und für ihre Verpflegung und Beaufsichtigung in jüdischen Familien gesorgt. Ein anderer- Teil der Pflegebefohlenen, der bei auswärtigen Lehrherren üntergebracht wurde oder Gelegenheit hatte, in den Heimatsorten die Lehre zu bestehen, wurde vom. Verein in angemessener Weise unterstützt. Im Jahre 1889 wurden bie Schwestervereme in Karlsruhe und Mannheim gegründet, und das Feld' der Tätigkeit er streckte sich von da ab auf die Bezirkssynagogen Gailingen, Salzburg. Freiburg. Schmieheim und Bühl. Der Verein bezeichnete sich dann als „Abteilung Freiburg". Im Jahre 1902 wurde -das israelitische Lehrlingsheim in Karlsruhe eröffnet. Seitdem bringt der Verein die meisten seiner Pflegebefohlenen im Lehrlingsheim unter, wo sie bei guter Aufsicht und Pflege bei sorgfältig ausgewählten, tüchtigen Meistern ihre Lehrzeit verbringen. Im- Jahre 1905/06 veranstaltete der Vorstand bei den Synagogenräten des Landes eine Umfrage über den Entwicklungsgang der vom Verein ausgebildeten Handwerker.- Nach der Feststellung des damaligen Vorsitzenden, Haüptlehrers A. Heidingsfeld, arbeiteten 70 Prozent mit gutem, zum Teil mit ausgezeichnetem Erfolge teils als Meister, teils als Gesellen in dem von ihnen erlernten Handwerk, 24 Prozent hatten sich einem anderen Beruf zugewendet, sechs Prozent waren gestorben oder es war ihr Aufenthalt nicht zu ermitteln. Seit seinem Bestehen hat der Verein insgesamt etwa 130 Lehrlinge im Handwerk ausbilden lassen. Einzelnen besonders befähigten und strebsamen Handwerkern hat er nach Beendigung ihrer Lehrzeit die Mittel zu ihrer weiteren technischen Ausbildung an höheren Lehranstalten gewährt. Daneben hat der Verein einer größeren Anzähl junger Mädchen zu ihrer Ausbildung als Putz- und Kleidermacherinnen, Weißnäherinnen, Kindergärtnerinnen. Jndustrielehrcrinnen, in Haushaltungsschulen usw. Mittel gewährt. In Ausnahmefällen hat er auch an Studierende Stipendien bewilligt. So kann der Verein, wenn auch nicht alle Samen, die er ausgestreut auf fruchtbaren Boden gefallen und zur Frucht gediehen sind, doch mit Befriedigung auf die Arbeit und die Erfolge seines ersten Vierteljahrhunderts zurückblicken. Unter den Einnahmen werden verzeichne an Mitgliederbeiträgen 2507 Mark, an Spenden 3326.20 Mark, an" isteinStiPendium im Betrag von 150 M. jährlich an einen jüdischen Gelehrten zu vergeben, welcher es übernimmt, täglich — gemeinschaftlich mit zivei anderen, bereits bestellten Gelehrten — in einem dafür bestimmten Zimmer des Hauses Spandauer Str. 64 wenigstens eine Stunde Thora zu lernen. Die Stipendiaten sind überdies verpflichtet, an den Sterbetagen des Erblassers und der Erblasserin an deren Grabstätten Mischnajoth zu lernen und das Kaddischgebet zu verrichten. Geeignete Bewerber wollen unter Angabe von Referenzen ihre Meldungen bis zum 1. Nodember d. I an den Unterzeichneten Borstand, Berlin N.24, Oranienburger Str. 29, richten. Berlin, im September 1911. Vorstanä der jüdischen Gemeinde. Die hiesige Kantor, SchOchterti. Relisionslehrerstelle ist baldmöglichst zu besetzen. Gehalt 1200 Mark, freie Wohnung und Nebeneinnahmen. Meldungen nebst Zeugnisabschriften sind an den Unterzeichneten einzureichen. 1 Vorstand der fynagop-Gemoinde zu"' in Pommern Julius Dobriu. Charlotten bürg in glänz. Lage zwischen Stadtb. u. Kurfürstendamm ist.Schlächterei m. groß. Laden» best f.Mdisch«Schlächterge--ign.. preisw. zu Perm. Off. u. J. V. 15 357 an Rudolf Moste Berlin SW., erb. i Pension in Berlin. In feiner, gebildeter Familie mit langjährigen Pensionärinnen wird zum I. Oktober Pension frei. Klein, Berlin» Schillstraße lö (am Lützowplatz). mw Berlin stäupt' u. Versand-Geschäft Alexanderstr. 14 c. Amt VII 1905. Filialen: Spittelmarkt 15 Neue Königstrasse 34-36 Holzmarktstrasse 69/70 Friedrichstrasse 114a Flensburger Strasse, Ecke Klopstockstrasse . (Stadtbahnbogen 421) Münzstrasse 12. Zu den bevorstehenden hohen Festtagen empfehle als meine besonderen Spezialitäten Feinste Wasser- und Butter-Barches. Ferner meine in reiner feinster Naturbutter gebackenen Spezialitäten, als: Debrins Bobes; g.iD_ Dobrins Posener Mürbekuchen, Iop*: Butterkuchen, Pflaumenkuchen Hausbackene'';'' ' ,Fokls 1.—.150, " ' ' " vorzüglich imGeschmack, längereZeit 2, 3. Spezialität : .; frisch bleibend, pro Stück M. 3, 4,5. Altdeutsche, vorzüglich im Geschmack, Stück M.. 1.—, 1.50, 2.—, 3.— Baumkuchen, pro Pfund M. 1.80, im Ganzen 6.— , 7.—, 10.-. 12.-, 15.- Tfintfln mit hebräischer Inschrift nach Answahl als Bäum, türkische, Wiener, Nelson, Nuss, IUI lull Mandel, pro Stück von M 3 50 bis M. 7 50 Mandeltorten für Zuckerkranke 3—5 M. Honigkuchen, st*, u.»- Schlesischer Fladen, 8**.«.».«»«. Der hohen Feiertage wegen " " meine Geschäfte am 23-, 24. IX. und 2. X. Ein Versand findet an diesen Tagen nicht statt. HÜ 092485 51239 D0^ D2D

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