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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-09-08 · Heft 36 (8.9.1911) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 36 (8.9.1911)
Date
1911-09-08
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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5« bis 15. Oktober d. I. in ihrer Turnhalle eine Ausstell'ung von Schülerzeichnungen und anderen Schülerarbeiten sowie .der in den Lehrwerkstättenhergesiellten Lehrlingsarbeiten veranstaltend ' Die Geyoerbeschule 'verfolgt dämitden Zweck) ihren Zahlreichen Freunden und Gönnern sowie der » gesamten Oeffentlichkeit ein anschauliches Bild von der Art und Weise vor- Augen zu führen, wie'die-ihr ünvertrauten jungen ^LeUte auf ihren Beruf als Handwerker-dÄch ' eine zielbewußte'Erziehung und einen den Auförderungeu -der Neü^- zeit Rechnung 1 tragenden Unterricht vorbereitet werden. ' Bei dein liebevollen Interesse/ das der' Israelitischen Gewerbeschule im ’ ganzen Lande entgegengebracht wird, darf die Ausstellung gewiß auf guten ' Besuch rechnen. . > : ' - Gesterretch-Angsrn. K. Wien, 1. Septemher. .. Der 80. Geburtstag des Präsidenten der Wiener israelitischen Kultusgemeinde Dr. Alfred Stern am 29. v. M. gestaltete sich zu einem seltenen Fest, das allen Teilnehmer noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Dr. Stern ist überhaupt der erste Präsident der Wiener Kultusgemeinde, dem einbmt der göttlichen Vorsehung beschieden wurde.' Das Fest fand in Baden ' bei Wien statt, wo der greise Präsident' zur Erholung weilt. Mehr' als 80 Deputationen sind aus diesem Anlaß nach Baden gekommen, um Herrn Dr. Stern ihre Glückwünsche und Adressen persönlich darzubringen. Die erste Deputation war die des Rbthschilö^Spitals/ die-eine schön ausgesührte Adresse dem Jubelgreis^ überreichte. Der nächste Redner war der Vizepräsident der Kultusgemeinde, Dr: Gustav Kohn, der seinem langjährigen Kollegen imMämen' des Dorständskollegiums eine silberne Plakette, die derVorstand zürn ewigen Gedächtnis an den verdienstvollen Präsidenten der Kültusgemeinde anfertigen ließ, nebst einer Huldigungsadresse überreichte. Nach einer Deputation der Alliance Israelite erschien die Deputation der Wiener Rabbiner, geführt vom Oberrabbiner - Dr. Güdrmann/ derbem- Präsidenten mit einer passenden Ansprache eine Adresse überreichte. Dänn löste eine Deputation die andere ab, deren Empfang' viele Stünden dauerte. Geradezu bewundernswert war die Geistesfrische wes 80jährigen Greises, der für jeden Sprecher ein freundliches Wort und einen passenden Dank fand. Die Zahl-der aus allen Teilen der. Monarchie 'eingetroffenen schriftlichen und telegraphischen Glückwünsche ist unübersehbar. Unter diesen befindet sich ein Glückwunfchtelegramm des Kultusministers, des Präsidenten der; Ak.a demie der Wissen schäften- - der Wiener Advokatenkammerdes- Statthalters von- .Niederösterreich, -des Schriftstellervereins: -,Eoncordia- - uiw. Außerdem kamen Glück--- wünsche aus unzähligen Gemeinden der Monarchie; manche Gemeindenentsandten ihren Rabbiner,.um Dr.-Stern persönlich zu beglück- - wünschen. Präsident Stern hat allen Grund, auf sein langes Leven mit'Stolz und freudiger Genugtuung zurückzublicken. Wir schließen uns von - Herzen dem Wunsche des- Vizepräsidenten Dr. Gustav Kohn an, daß es Dr. Stern vergönnt sein möge, auch-seinen 90. Geburtstag in eben solchergeistigen und körperlichen Frische zufeiern. — Aus dem Erträgnis eines von dem Groß-; industriellen Rudolf v. Gutmann anläßlich des Kaiserjubiläums gestifteten Fonds von 700 000 Kronenwurde indiesem Jahre eine Anzahl von Arbeiteraltersheimen in Witkowitz bei Mährisch-. Ostrau erbaut, die am Geburtstag des Kaisers Franz Josef I. feierlichst eröffnet wurden. Ter Stifter' hat. die Bestimmung getroffen, daß die Stiftung zu Ehren seines Vaters den Namen „Wilhelm v. Gutmann-Stiftung" führen sollte. Die- Eröffnungsfeier vollzog' sich' in Anwesenheit der Stadtu,ld Regierungsvertreter von Witkowitz und Mährisch-Ostrau. Inden bei diesem Anlaß gehaltenen Fest-- reden wurden-die großen Verdienste hervorgehobendie die-Familie v. Gutmann sich um ihre Arbeiter und Angestellten erworben hat. Die Fürsorge der Firma Gutmann fürihre Arbeiter erstrecktsich von - der Kindheit angesangen biszum Alter: Säuglingsheime, Kinderbewahranstalten, Kindergärten, Werksschulen und Fortbildungsschulen, Ferienheime, Waisenhäuser,- Kranken- und Rekonvaheszentenheime- Alters-, Jnvaliditäts» und Witwenfonds bestehen bereits und haben nun auch in Altersheimen ihre Ergänzung erfahren, in denen-verdienten Arbeitern eine kostenlose-Unterkunft gewährt werden soll.' Es wäre zu wünschen,, daß dieses schöne-Beispiel Spanclsuep Sir. 26—32 N. JSRAEL Königstrasse 11—14 BE-R LI NG. (rasche- Herbst - Neuheiten <3egr. 1815 Gegr. 1815 Seidenstoffe Anfertigung in eigenen Ateliers / Ständige Ausstellung eingerichteter Zimmer. /.' in grosser Auswahl! Gardinen,Teppidie Möbelstoffe in reichen Sortimenterr! Kaufhaus N.' Jsrael nach vollendetem- Erweiterungsbau MARZ I werden dem reis. 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