Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 23 (9.6.1911)
- Date
- 1911-06-09
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
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veröffentlicht eine hohe Auszetchnung,welchederKaiserdemjüdiWrf* Abgeordneten des ungarischen Parlamentes Dr. Julius Rvsen^^g, verliehen hat. Ter Genannte erhielt in Anerkennung seiner ver< dienstvollen öffentlichen Tätigkeit das Kleinkreuz des Stesau-OrdenH^ — Wie der - „Settimana Israelitica“ aus Korfu gemeldet l^rd, König Georg von Griechenländeine Deputation der Vcrtreser^dev Judengemeinde von Korfu, bestehend aus dem Oberrabbiner Prof. Calo und dem Präsidenten Gabriele Bes so und Abram o Coen in Privataudienz empfangen. Ter König unterhielt sich mit ^den, Erschienenen nahezu eine Stunde in herzlichster Weise, erkundigte fick über die Verhältnisse der Judengemeinde in Griechenland und entließ die Deputation in huldvollster Weise mit der Versicherung, daß die Inden als loyale Bürger stets des Schutzes und des Wohlwollens der Dynastie sicher sein könnten. — Ein unschätzbar wertvolles Geschenk wurde kürzlich dem Amsterdamer Staatsmuseum duräh Herrn I. C. Drucker aus London zuteil, welcher in alter Anhänglichkeit an sein Heimatland die holländische Hauptstadt mit 19 der wertvollsten Gemälde von Josef Israels bedachte." Der kunstliebende Spender hat das Amsterdamer Museum schon einmal dürch eine äußerst wertvolle Gemäldesammlung einiger bedeutender zeitgenössischer Künstler, bereichert, zu welchem Zwecke man seinerzeit eine besondere Galerie hat erbauen müssen. Unter den jungst gestifteten Werken von Josef Israels befinden sich auch einige sehr bekannte wie z. B. „Die jüdische Hochzeit" und „Felder und Landstraßen", die in der Guildhall-Ausstellung in London große Aufmerksamkeit erregt hatten. — Nach einer neuen Verordnung des Ministers des Innern darf sich kein Jude in Rußland von nun an taufen lassen, ohne vorher die Erlaubnis des Ministers des Innern eingeholt zu haben. — In Marschau verschied kürzlich im Alter von 81 Jahren l>er bekannte Talmudist Herr Rabbiner Jsaac Feigenbaum. Der Verblichene, der sein Amt 40 Jahre lang verwaltet hatte, wcG Herausgeber mehrerer Werke sowie einer religiösen Monatsschrift „Schaare Thora“. Eine zahllose Trauergemeinde gab dem verehrten Rabbiner das letzte Geleit. — Während der jüngsten Unruhen in Persien waren, wie „Die Welt" in Köln berichtet, mehrere in Kermanchah ansässige ottomanische Juden verwundet und ihre Häuser", und Läden geplündert werden. ^Aus Ersuchen des.türfischen rabbinats hat nun Sex.Minister.hes'^ AeiHerih,.yerspxpchMtürkische Botschaft in Teheran zu telMaYhieren,.dpH.eineAntersu^.itM: -eröffnet und Schadenersatz im Namen der Betroffenen gefordert n>erde>^^ - Der Pascha von Jerusalem hat ungeordnet, daß,diL?Mil-itär.mW^.- nicht nur am Freitag, dem Ruhetag der Mohammedaner,Md ,.anj. ,- ^Sonntag, dem Ruhetag der Christen, sondern auch am Samstag dem Ruhetag der Judett^PgtÄdemuMrMjMtzn soll. — Nirgends gibt es so vieleMischehen.zwischenJudeu undNichtjudeN/wie inZmerika. Während jedoch bisher solcheMischehen bloß.zwischeu äuden upd Christou... geschlossen wurden, mehren sich jetzt die Fälle.vonMischehen auchzwischen,. Juden und Farbigen. Diefer".!Tage'. ereignete.sich jedoch in Kansas der erste Fall einer regulären Mischehe zwischen einem Juden und einer Indianerin. Der Mann heißt Majer Rufner und stammt, aus Galizien. Interessant ist,' daß Rufner, der in seiner alten Heimat dem Talmudstudium oblag, einfach erklärt, in dieser Ehe, mit seiner^ kupferfarbigen Frau keine Mischehe inj..,landläußKßn.Sinne zu erblicken, da er sich als einen überzeugten Anhänger der Theorie bekennt, daß die Indianer von den verjorengegangenen zehn israelitischen Stämmen , abstämmen. — Aus Wäshington wird gemeldet: Mister Jeffersön M. Levy, der den 1°4. Distrikt von New Jork im Stadtrat vertritt, hat bei der Bewerbung, um die Mitgliedschaft des Metropolitanklubs insofern eine Niederlage erlitten, als sich eine Minderheit des Klubvorstandes gegen seine Wahl als Mitglied aussprach, und sie somit unmöglich machte. Diese Handlungsweise erregte die Mißbilligung des Präsidenten Taft, und er. versuchte. in einer Rede, die er vor kurzem in der Synagoge hielt,, die Gründe, dieses Handelns aufzüdecken. Mit scharfen Worten fertigte er die Klubdirektoren "als „Männer von größer Kurzsichtigkeit" ab. die nicht genügend Verständnis für das öffentliche Wohl hätten, weil sie , bei der Abstimmung einem Mann, der dem öffentlichen Wohl große. Dienste leistet, ihre Stimme versagt hätten, nur.weil er Jude sei. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastr. 58. Es dürfte für jedermann von großem Interesse sein, Näheres über die Heilmittel zu erfahren, welche die Natur für die leidende Menschheit zur Erhaltung bzw. Wiedererlangung ihrer Gesundheit in sich birgt. — Viele Aerzte aller Zeiten und aller Völker haben sich zur Heilung zahlreicher Krankheiten der n a t n r l i ch e n Mineralquellen, als der von der Natur selbst oärgebotenen Heilmittel, stets mit größtem Nutzen bedient, und die neuesten Forschungen der Wissenschaft beweisen die wunderbare Wirkung der Mineralquellen — durch die in ihnen enthaltenen Mineralstoffe — auf den menschlichen Organismus. — Besonders gilt das von dem Lauchstädler Mineralbrunnen, dessen Heilkraft für gewisse spezifische Leiden an vielen Tausenden erprobt ist, so vor allem bei solchen Kranken, die an Rheumatismus, Gicht' (Podagra), Zucker,-Nervosität sowie schlechter'und fehlerhafter V lut b es ch a ff e nh eit leiden. Auch bei Blutarmen, B l e i chsüchtigen und bei gewissen Frauenleiden leistet der Brunnen geradezu wunderbare Dienste. Mehr als hundert deutscher und fremder Fürsten und Fürstinnen, viele Tausende aller Stände und Berufe haben an sich selbst die unübertroffene Heilwirkung des Lauchstädter Brunnens empfunden. Der Brunnen hat vor vielen anderen den Vorzug, daß er äußerst aügenehjm und erfrischend schmeckt und daher gern getrunken wird und eine wohtuende und belebende Wi tTu n g auf den gesamten Organismus ausübt. H a u s t r i n kk uren mit Lauch st ä dt er.Miner albru nwen sind zur Förderung der Gesultdheit jedermann nur zu empfehlen. Wir verweisen unsere Leser auf den der heutigen Nummer beiliegenden Prospekt. Der Brunnen ist in stets frischer Füllung zu beziehen vom Brunnenversand der Heilquelle zu Lauchstädt in Thüringen. . “anatorium Schömberg e— ' .♦ jiir iungenkranke Sthlesien, Brafsfflaft Elalz Prospekte kostenfrei durch die Nuskunstw. „ v (teile Berlin, Unter den Linden 14 und DiC ^iergäWen-Sfrass^^-l Teleph.N.Q.548. Modernster Comfort Alle zeitgemäß. 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