Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 19 (12.5.1911)
- Date
- 1911-05-12
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Türen, und man befürchtete sogar ein Ehriftengemetzel. Der große Scheich der Omar - Moschee und seine Söhne sind verhaftet wordem Von Sah und Fern. Auf dem Friedhof in Weißensee fand am Sonntag mittag 12 Uhr eine würdige Gedenkfeier für den verstorbenen Schriftsteller M. A. Klausner statt. Mit der Feier war die Aufstellung des Grabsteines, eines hohen schwarzen Obelisken, verbunden. Es hatten sich etwa 150 Personen, meist Mitglieder der „Alliance", eingefunden^ Die Gedenkreden hielten die Rabbiner Dr. Vogelstein-Königsberg und Dr. Esche! b ach er-Berlin. — Am 6. d. M. beging der 1. Vorsitzende des „Vereins Reisender Kaufleute Berlins", Mitglied des Gesamtausschüsses des Hansabundes, 1. Schriftführer des Humanitätsvereins sürGewerbetreibende von 1868. Herr Siegfried Manasse mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. — Der bisherige Rabbiner in Pinne, Herr Dr. Grünthal, hat am 1. b. M. die Leitung des Jaffaffchen Waisen- und Erziehungsheims in Berlin übernommen. Dem Rechtsanwalt und Notar Justizrat Jakob Unger in Berlin wurde der Rote Adlerorden vierter Klasse verliehen. — Der Seniorchef des Hauses Herrmann Gerson, Kommerzienrat Philipp 'Freudenberg, ist zum Geheimen Kommerzienrat ernannt worden. — Am 3. d. M. ist in Brandenburg a. H. Herr Amtsgerichts? rat Joachim Kempner verschieden. Der Heimgang dieses vortrefflichen Mannes bedeutet für die dortige Synagogengemeinde einen fast unersetzlichen Verlust. — Die jüdische Gemeinde in Schwetz an der Weichsel hat durch das am 2. d. M. erfolgte Ableben des Rabbiners Dr. Victor Nordheimer einen schmerzlichen Verlust erlitten. Der Entschlafene, durch bedeutsame Gelehrsamkeit ausgezeichnet war wegen seiner aufrichtigen Frömmigkeit und Wohltätigkeit sowie als Kanzelredner weit über die Grenzen seiner Gemeinde, in der er" ca. 25 Jahre segensreich gewirkt, bekannt und geliebt. Ehre seinem Andenken! — Der neue Friedhof der israelitischen Gemeinde in Braunscheig mit dem für diesen bestimmten, mit Kuppeln gekrönten Säülenhallenbau, der namentlich von der Prinzenpärkseite aus schars ausgeprägt in die Erscheinung tritt, schreitet der Vollendung entgegen. — Fideikommißbesitzer Dr. Paul Schottlaender in Breslau überwies der „Breslauer Zeitung" zufolge der Kaiser-Wilhelm-Ge- WIESBADEN. Hotel-Restaurant „Kronprinz-' 1. Ranges, streng Prächtiger Neubau. — G-anz modern eingerichtet. — Lift. — Eigene Vakuum- Anlage. — Dampfheizung. Therxnal-Bäder ans städtischer Thermal-Quelle. Schönstes u. grösstes Hotel-Restaurant der Gegenwart mit streng ritueller Verpflegung. I *rt\ <4® m — 1 dlV i Meere ■ Inmitten ■ meilenweiter V" Wälder, »egen iv Herzkrankheiten,. V' Blutarmut, Bleloh- P euoht, Nervenkrankheiten (Basedow), Frauenleiden; Rheumanl tlemu«, Sterilität, Lieht, a. yrMineralwasser-wird versandt, J«»TL * äFL 60 Pf. 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Der Kaiser dankte. dem Stifter mittels Schreibens vom 2. April aus Achilleion und genehmigte den Verwendungszweck. — Der Wiener Kultusvorstant) hat anläßlich des 100. Geburtstages seines ehemaligen' Kultuspräfidenten Dr. Ignaz Kurand a eine öffentliche Plenarsitzung einberüfen, die sich zu einer solennen Gedenkfeier gestaltete. - Präsident Dr. Stern feierte den Verewigten in einer längeren Rede. Der Sitzung wohnte auch der älteste Sohn Kurandas, Medizinalrat Kamillo Kuranda. bei, der im Namen der Familie dankte. — In Wien verschied kürzlich Herr Rabbiner Ar on Friedmann. Der Verblichene, der ein Alter von 78 Jahren erreicht hatte, war einer der bedeutendsten Talmudgelehrten der Gegenwart. — Am 28. April ist ein großer Teil der deutschböhmischen Stadt T a ch a u durch einen Brand vernichtet worden. Unter den niedergebrannten Objekten befindet sich der israelitische Tempel, ein ans dem 18. Jahrhundert stammendes Gebäude. — Wie aus Paris berichtet wird, empfing der Präsident Falliöres auf seiner Reise nach Tunis in Gabös eine jüdische Deputation, von deren Mitgliedern einige aus dem entkernten Süden gekommen waren. Der Präsident gab der Versicherung Ausdruck, daß das französische Protektorat bestrebt sein würde, alle Tunisbewohuer ohne Unterschied des Glaubens oder der Rasse mit Güte und Gerechtigkeit zu behandeln. Herr Fitoussi, ein bekannter jüdischer Advokat aus Tunis, wurde bei dieser Gelegenheit zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. — Dem „Jewish Chronicle“ wird aus Konstantinopel mitgeteilt, daß die Synagoge von Tschebel (Tripolis) kürzlich von Beduinen in Brand gesteckt und mit ihrem wertvollen Inhalt ein Raub der Flammen wurde. Der türkische Oberrabbiner hat demzufolge die Pforte um Bestrafung der Brandstifter und um eine Geldentschädigung für die betroffene Gemeinde gebeten, damit diese einen neuen Tempel aufbauen könne. — Nach dem Beispiele der orthodoxen Rabbiner Englands wollen sich nunmehr auch die gesetzestreuen Rabbiner der nordamerikanischen Union organisieren. Anfang Juli d. I. werden sich zahlreiche Rabbiner der traditionellen Richtung in St. Pau^ (Minu.) versammeln, um über aktuelle Fragen des religiösen Lebens in Amerika zu verhandeln und eine Rabbinerorganisütion ins Leben zurufen! Verantwortlicher Redakteur: Albert Ka tz in Berlin-Pankow. Florajtr. 58. <fta shh m ,ur mie ä f.Vsi saEä*« I tt1ehr als Israelitisches Knaben - Pensionat LAUSANNE (Französische Schweiz).