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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-04-28 · Heft 17 (28.4.1911) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 17 (28.4.1911)
Date
1911-04-28
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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jüdischen Lehrervereine in Deutschland, Herr Lehrer M. Ste-in^ Hardt in Magdeburg, begeht am 1. Mai sein-25 jähriges5Ortsjubiläum. Dem tapferen und zielbewußter Kämpfer, für das Recht und die Interessen seiner Berufsgenossen -entbieten wir .zn feigem Ehrentage die herzlichsten Glückwünsche. — In Frankfurt a^M. hat sichein Komitee zur Errichtung eines Denkmals für Heinrich Heine gebildet. Es sind bereits 18000 Mark gesammelt worden. Die Stadt selbst hat einen geeigneten Platz für das Denkmal zur Verfügung gestellt. — In Wiesbaden ist der Stadtverordnete Weheimer Sanitätsrat Dr. Heinemann im Alter von 77- Jahren verschieden. Er war Badearzt des verstorbenen Königs von Dänemark und des Königs Georg von Griechenland. — Der König,von Württemberg hat zu dem von der Stuttgarter Loge U. O.. B^B. aus Anlaß der Silberhochzeit des Königspaares gestifteten Fonds für israelitische Ferienkolonien den Betrag von.30,0 Mark in hochherziger Weise gespendet. Es gereicht der Stuttgarter Loge zur höchsten Ehre, daß sie nunmehr auch den König zu ihren Gönnern und Förderern zählen darf. Die Bekanntwerdung dieser Spende-ist allenthalben mit Begeisterung ausgenommen werden. — In Kol m ar ist Herr Henri Zivy, Mitglied des Konsistoriums, im Alter von 79 Jahren einem langwierigen Herzleiden erlegen. . Er. hat .sich stets durch seinen friedlichen -und -versöhnlichen Charakter aus- -gezeichnet. -»Sein^Andenken wird. ein gesegnetes bleiben. \.— LLie seinerzeit gemeldet, hat der vor einigen Wochen Verstorbene Baron Albert v. Rothschild zwei Millionen Kronen für wohltätige Zwecke hinterlassen, ohne jedoch anzugeben, in welch« Art dieser Betrag aufzuteilen wäre. Jetzt wird der Plan erwogen, die zwei Millionen nicht schlankweg zu" verteilen, sondern jedem Verein, dem Baron Rothschild Zeit seines Lebens angehörte, eine Summe auszusetzen. Der Zinsenertrag dieser Summe soll jenem Betrag gleichkommen, den Baron Albert v. Rothschild demBerein alljährlich zugewendet hat. Den Erben erscheint dieser Vorschlag annehmbar, doch haben sie sich die endgültige Entscheidung über die Verwendung des Zweimillionenlegats Vorbehalten. — Der Krakauer Gemeinderat hat sich durch die jüngst, stattgehabten Gemeinderatswahlen wwder auf 87 Gemeinderäte komplettiert. Davon sind 20 Juden.. Unter den Medergewählten' besin den -sich mehrere. bekannte Persönlichkeiten,, so der bisherige Vizebürgermeister Hofrat Save, Präsident der Krakauer Handelskammer Dattner, der gewesene. Reichsratsabgeordnete Dr. Adolf Groß, der Präsident der .Krakauer Kultus gemein de Dr. Tilles und der Vizepräsident Dr. Raphael Landau und mehrere. — Rabbiner Dr. Niem erower in Jas sh wurde zum 4- Chacham der Sephardischen Gemeinde in Bukarest gewählt. — Wie aus Paris gemeldet wird, wurde der Finanzminister im früheren französischen Kabinett, M. Klotz, zum Vizepräsidenten der Deputie^ten- - kammer gewählt. — Die Eröffnungsrede auf dem internationalen Pressekongreß, der Anfang Mai d.I. in Rom stattfindet, wird, wie dortige.- Blätter melden, von dem früheren Ministerpräsidenten. Luzzatti gehalten werden. — Der in Rom vor einigen Tagen verstorbene Ingenieur Em il Tri viLverP'fllchtete seine Erben testamentarisch, dem italienischen . Unterrichtsminister ein Legat von 10 000 Lire auszuzahlen. Diese Summe soll als Preis für das beste Werk über die Fr.age dienen wie der Antisemitismus am erfolgreichsten bekämpft werden könne. Der Konkurs soll ein internationaler sein. Da das Testament bereits,. die gerichtliche Bestätigung gefunden hat, wurde die ausgeworfene Summe im Unterrichtsmin isterium deponiert, das demnächst den Konkurs ausschreiben dürfte — In Kownl, jenseits der russischen Grenzestarb der Schneidermeister P i n ku s G o n s i 0 r 0 ws k i im Alter von 120 Jahren. Die Zahl seiner Enkel und Urenkel beträgt 145. Der Verstorbene hat bis zu seinem Tode sein Handwerk ausgeübt. — In Witebsk drang am letzten Sabbat eine Abteilung Polizeigendarmen in den Hof der Synag0ge ein. Während der Andacht, wurden plötzlich sämtliche Eingänge zur Synagoge geschlossen und'' die dem Gottesdienst beiwohnenden Personen untersucht. Von 300 Anwesenden wurden 40' verhaftet, die sich nicht über ihre Person ausweisen.konnten. Wie verlautet, soll die Polizei geglaubt haben, daß in der Synagoge verbotene Versammlungen ftattfänden — Zum österreichisch-ungarischen Konsul in Durban-(Südafrika) wurde Herr Karl Schwarz, ein dortiger angesehener Kaufmann, .ernannt. Herr. S chwarz, der heute im 50. Lebensjahre... steht stammt aus Brünn, woher er vor einigen Jahren ausgewandert ist. Berantwortlicher Redatteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Flora|tr. 58. Gelchäktlichr Das Herz- und Nervenbad Altheide hat bereits am 10. April die Saison eröffnet, und zahlreiche-Kurgäste sind zur Frühjahrskur eingetrossen. Bis zum 1. Mai wird eine Kurtaxe in Altheide nicht erhoben, auch haben die in der Vorsaison eintrefsenden Kurgäste den Vorteil, um 250/0 billiger zu wohnen als in der Hochsaison.LP.rospekte werden von der'Badeverwaltung kostenfrei versandt. GX)C(®(X3(XOOX)Ö&ÖX>ÖX>CCDÖX)OCODO&Ö&(XOC)X)CIX)Ö&ÖX)Ö£)ÖX>CCD ( Schüler höherer Schulen finden in meinem kleinen PENSIONAT v gevissenhafte Pflege, Erziehung und Nacliliilfe. — Empfehlungen aus besten Kreisen. — Halle a. S., Beinburger Strasse 28. Telephon 1293. 'Waldstein, Wissenschaftlichei\Lehi er an Höherer. Schule CXOOOOCXOCXOOOOOOOOOOOOOCXDCXOOCXOOOOOOOOCDCXDOOpCXDOOOOOOOOOÖCO Für die Reisezeit Bäder, Kurorte, Sommerfrischen, Heil- Anstalten, Hotels, Restaurants, Pensionen ■ ■ Gd.HoteldesEtrangers fl 1 fl AK 1. Ranges. Gute Küche. UI Vir I Mod. Komfort. Zentrum EMUzDAWU d. Stadt. Mäss. Preise. D. 0. V. Deutsche Bedienung. Basel Schweiz Grand Hotel Viktoria & National. Am Zentralbahnhof gelegen. Haus I. Ranges, mit allem Komfort der Neuzeit ausgestattet. 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