Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-04-21 · Heft 16 (21.4.1911) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 16 (21.4.1911)
Date
1911-04-21
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3224737-3228961-3228978--67418-3279633
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Handelsgewerbe eine Ausnahmebestimmung zu treffen, daß es den jüdischen Geschäften, die am Samstag geschlossen sind, gestattet werde,- am Sonntag ihr Bureaupersonal hinter geschlossenen Türen zu, beschäftigen. Dieses Gesuch ist jetzt abgelehnt worden. — Der Privatier,. Friedrich Traumann, der kürzlich in Mannheim verstarb, hinter?' ließ der Stadt Mannheim, eine Stiftung von einer Million Mark für'r Unterstützung von Armen aller Konfessionen, ferner 300000 Mark - für Wohltätigkeitsbestrebungen jüdischer Vereine und 200000 Mark an Legaten. — Herr Lehrer Schweitzer in Vlehingen beging am- 8..d. M. unter großen Ehrungen seitens der Behörde und seiner Gemeinde sein fünfzigjähriges Amtsjubiläum. Möge dem treuen Beamten ein froher Lebensabend beschieden sein. — In Amsterdam hat sich ein neuer Verein, „Der jüdische Invalide", -fgebildet, welcher den jüdischen Armen und Invaliden, welche jetzt/ im städtischen Armenhaus ein Unterkommen finden, ein jüdisches Heim errichten will. Der Verein zählt schon etwa 50"O Mitglieder. — Einige Notabeln haben jetzt die Stiftung eines zentralen Krankenhauses für die Juden in den Niederlanden in Aussicht genommen.' Es gibt hier wohl lokale jüdische Krankenhäuser, aber eine zentrale' Stiftung fehlte bis jetzt. — In Bern hat jüngst eine Konferenz jüdischer Studentenvereine stattgefunden. Es wurde beschlossen, im Interesse des Rechtsschutzes, der kulturellen Hebung und der wirtschaftlichen Förderung der jüdischen Studentenschaft an den schweizerischen Hochschulen einen Verband mit einem Zentralbureau ins Leben zu rufen. Die neue Organisation wird in politischer Hinsicht f I ganz neutral sein. — Wien hat nach den Resultaten der jüngsten [ 4 Volkszählung eine Bevölkerung von 2 031 498 Seelen, worunter!' ' ^175 318 Juden (28 392 Seelen mehr als im Jahre 1900). — Heinrich Teweles, der ehemalige Chefredakteur des „Prager Tageblattes", der bisher als Nachfolger Angelo Neumanns das Landestheater in Prag provisorisch leitete, ist nunmehr zum Direktor des Deutschem Landestheaters in Prag auf die Dauer von zehn Jahren vom»> Landesausschuß einstimmig ernannt worden. Heinrich Teweles rst! Jude und-ist/ öfter im „Prager Lagblatt? für seine Glaubensgemeinschaft mit Wärme eingetreten. — Eine Deputation - der rumänischen Juden erschien dieser Tage bei dem Ministerpräsidenten Earp und überreichte ihm. eine Petition, in welcher die Forderung gestellt .wird, daß allen in Rumänien geborenen Juden die volle staatsbürgerliche Gleichberechtigung zuerkannt werden soll. Minister' Präsident Carp versprach die Petition dem Ministerrate vorzulegen. — Nachdem bereits in Krakau ein jüdisches Museum besteht, geht man auch in L e m b erg daran, eine ähnliche Anstalt zu errichten. Dieser Plan, der unlängst aufgeworfen wurde, hat in maßgebenden jüdischen Kreise,» ernste Beachtung gefunden, um so mehr, als ein jüdisches Museum sich gerade in Lemberg, das eine Menge eigenartiger und historisch denkwürdiger Wertgegenstände beherbergt, glänzend entwickeln könnte — In einem Kiewer Leihhause erschien dieser Tage ein Bauer und wollte eine vergoldete Schüssel versetzen. Die Sache kam dem Verleiher verdächtig vor, und er verständigte die Polizei. Nach längerem Leugnen gestand der Bauer, daß die Schüssel, .aus dem Juwelierladen des jüdischen Juweliers Marschak stamme, der anläßlich der allgemeinen Pogroms im Jahre 1605 von den Holigans geplündert wurde. Der Bauer erklärte nun, er habe sich damals die Schüssel „bloß als Andenken an die große Zeit mitgenommen". Der Bauer wurde freigelassen. — Siebzehn russischen Juden wurde die Erlaubnis., verweigert. in New-Zork zu landen, weil sie nicht die erforderlichen Barmittel besaßen. Sie fuhren daher nach Europa zurück. In Amsterdam angekommen, wurde ihnen verboten zu landen, weil sie nicht im Besitze der nötigen Papiere waren. Auch die deutschen Behörden verboten ihnen die Durchfahrt, um nach Rußland zurückzukehren. Sie mußten also wohl oder übel wiederum nach Amerika fahren, wo. sie höchst wahrscheinlich wieder zurückgewiesen werden. Und solche Dinge geschehen zu Beginn des 20. Jahrhunderts- Schauderhaft! Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Floraftr. 58. Für die Reisezeit Bäder, Kurorte, Sommerfrischen, Heil- Anstalten, Hotels, Restaurants, Pensionen ilirer G d. Hote I d es Etran g ers 1. Ranges. Gute Küche. Mod. Komfort. Zentrum _ d. Stadt. Mäss. Preise. D. 0. V. Deutsche Bedienung. V _ fürHerz,Arterien u.Nervenkranke. ■ V Natürliche Kohlensäurebäder wLJm i.Hause! JedermodernsteKomfort, Lift usw. 2 Aerzte. Chefarzt Dr. Lewinsohn. Prospekt gratis. .Herzbad Altheide I Schles., Glatzer Geb. 450 ni.ü.Manatorium BASEL Grand Hotel & Hotel Etiler a. Zentralbahnhof. Familienhotel m. jedem modernen Komfort. Appartements sowie Einzelzimmer mit Privatbädern. BERGÜN Graubünden, Schweiz 1370 Meter Uber Meer Hotel Kurhaus:: Hotel Weiss Kreuz Pension v. 9.—Pr. ::: Pension von 7.50 Fr. Schönster Ferienaufenthalt für Familien im Hochgebirge. Prospekt gratis. Kurarzt Or. med. K. Real. Direktion W. Lippe. Basel Schweiz Grand Hotel Viktoria & National. Am Zentralbahnhof gelegen. Haus I. Ranges, mit allem Komfort der Neuzeit ausgestattet. Paul Otto, Besitzer; - Fl«.,*» n—INeues Sanatorium für üavos-Uorf N«, . Hotel Metropole-Monopole. I. Ranges. Ruhige, vornehme Lage an der Promenade zum Schloss. 5 Minuten vom Bahnhöfe u. Geschäftsviertel. Kein Bahnend Tramgeräusch, direkt am Walde. Zimmer mit Privatbad. Zentralheizung. Lift. Elektr. Licht. Garten u.Terrasse. Garage. Zimmer ab M. 2.50, inkl. Pension M. 7.50. Bei längerem Aufenthalte sowie im Winter ermässigte Arrangements. Mod. Komf. Pens. 11 Frs. Zimmer von 2 bis 7.50 Frs. Prosp. IVI. Neubauer, Propr. — ’ ' JTHnn Hotel v 1.1 nur. Goldener Löwe Erstes und ältestes Hotel am Platze. Vollst. renoviert. Vorzügliche Küche; Preisw. Pension. Friedrich Sältzer. FLENSBURG Hotel Flensburger Hof. Best eingericht. Haus am Platze. Vorzügl. grosse Zimmer von M. 2.00 an. Fahrstuhl. fntorlolzon Notel Terminus Bahnhof. iiilOliaJLCU. Erstes Haus am Bahnhofplatz. 150 Betten, Lift. Letzter Komfort, grosser Garten. Zimmer Frs. 2.50. Pension Frs. 7.—. Alle Zimmer mit Aussicht. Hofstettep & KünzJer. BORDIGHERA .7L Haus 1. Ranges. Prächtige Aussicht: Pension von Frs. 10.— an. Genf, Hotel Schweizerhof. Deutsches Familienhotel, bequeme Lage für Durchgang nach dem Süden, modernster. Komfort. Mässige Preise. LangenschwalbacbTaun», Stahlquellen, kohlensaureBäder. Eisenmoorbäder. Wohnungsnächweis gratis durch den Verkehrsverein. ßnimnnn Hotel und Pension' di uimen _ w. rössii. —. Von der Geschäfts- und Touristenwelt bevorzugtes Haus. 6>> Betten. Zimmer von Frs. 2.— an. Pension mit Zimmer von Frs. 5.50 an. Greter, Eigentümer. h /Trcmsmübkn«- ■yfe u. Erholiingsbed. Diätu. Wasser- Ir 1 heilanst. Med.-meeh.Irist, Bchandl. v. Nerven-, Herzu. Stoifwechselkr. — I! ■ im Luftu- Sonnenb. Dr. med. Horst. LAUSANNE Hotel Eden. Neu erstelltes, modernes Haus, nahe des Bahnhofs. Zimmer von Frs. 3.—,• Pension von Frs. 8.— an. Deutscher Besitzer F. Wissel. =Cannes= (Westend) Hotel Beau-Site Grösstes Haus am Platze. 300 Zimmer. Pension 12-25 Frs. E. Sclimid, neuer Direktor. Sommer: Thunerhof Thun. ürimmialp : Berner Oberland. * 1260 m ü. M. Die ideale Sommerfrische für Grossstädter! Ruhe, gänzlich staubfreie Höhenluft. Grossartige. Gebirgslandschaft. Grand Hotel Kurhaus. 150 Betten. Kurarzt. Pension v. Frs. 8.— an. Illust. Prosp. durch J. C h. Poltöra, Dir. Leipzig, Hotel Sedan Haus I. Ranges, gegenüb. d. Hauptbahnhof u.d.Prom. Gr.Frequenza.Platze! 150mod. cinger. Zimmer u. Salons in jed. Preislage Pers.-Aufz., Bäder. Bes.: WALTER VOGEL- Freiluft-Erziehungslieim in Bad Charlottenbrunn i. Schl. vom 1. Mai eröffnet für Mädchen von 5 J. an. Anmeldungen nimmt entgeg. Martha Epstein, z.Z. Breslau, Elsässer Strasse 7 L Bad Jfarzburg % Villa flora vornehmstes Haus, Sommerwohnungen und einzelne Zimmer. Elektr. Licht. Evtl. Küche. Aller Komf. A. Wille. T awam+a Zwischen Genua u. Spezia. LBVaniO Grand Hotel Neuer Winter-Aufenthalt. Zentralheizung. Tennis. Garage. Pension von 7 Francs an mit Wein. In der Zeit vom 1. April bis 30. September erscheint diese Rubrik allwöchentlich. Aufnahme-Bedingungen durch die Geschäftsstelle in Berlin, Jerusalemer Strasse 46-49. D41^ 94^959

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.