Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 75 (1911)
- Issue
- Heft 6 (10.2.1911)
- Date
- 1911-02-10
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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eine Rede der Vorsitzenden des Frauenvereins hervorzuheben.welche die freudige Mitteilung machte, daß der letztere Verein der Jubilarin, der Chewra, ein Geschenk gemacht, bestehend in zwei Säulen und Kandelabern nebst zwei Wandleuchtern tür die Friedhofshalle. Nach dem Festmahle vergnügten sich die Teilnehmer noch bis 4 Uhr morgens am fröhlichen Tanze. Die Feier, welche ein Gemeindefest darstellte;- nahm einen harmonischen Verlauf und erfüllte alle mit neuen Sympathien für die Vereine Auch wir wünschen der Chewra und dem Frauenverein für die Zukunft Blüte und Gedeihen. LuWänd. 2. Petersburg, 3. Februar. Nach 30jähriger Amtstätigkeit iit/ russischen Staatsdiensten hat der Wirkliche Geheimrat I. M. Heil^ perin um seine Pensionierung angesucht. Geheimrat Heilperin, der zuletzt Vizedirektor des Justizdepartements im Ministerium war, ist der einzige Jude, der in Rußland eine so hohe Amtsstelle bekleidet, und wäre er nicht Jude, oder hätte er, wie mancher seiner Amts' kollegen, den Lockungen nachgegeben und seinen Glauben gewechselt, so wäre er schon längst Justizminister geworden.- Da Geheimrat Heilperin nunmehr einsieht, daß er ohne das Opfer seiner lieber-- zeugung nicht weiter avancieren kann, entschloß er sich, sein Anitz niederzulegen und sich ausschließlich öffentlichen jüdischen Angelegenheiten zu widmen. Auch bis jetzt hat Geheimrat Heilperin sich an allen russischen jüdischen Angelegenheiten beteiligt. So steht er ander Spitze der Gesellschaft zur Förderung der Handwerke unter den Juden, und die Gesellschaft zur Verbreitung der Aufklärung. untere den Juden hat ihn jüngst zum Vorsitzenden gewählt. Und nun.-, dürfte er auch zum Präsidenten der Petersburger Kultusgemeinde als Nachfolger des jüngst verstorbenen Baron David Günzburg ge-, wählt werden. Geheimrat Heilperin ist ein vorzüglicher Kenner der jüdischen Geschichte und ein ausgezeichneter Hebraist. Man sieht:r, ihn in Regierungskreisen nur ungern aus dem Amte scheiden, da er zu den befähigsten' und treuesten Beamten zählte und besonders bei den im vorigen Jahre vorgenommenen Revisionen der Intendanturen' große Umsicht an den Tag legte. ,v Von Msh und jfrm. * ----- Wie zionistische Blätter berichten, hat der ottomanische Bot? " schafter in Berlin, Exzellenz Osman Ni'sami Pascha,.dem Präsidenten der zionistischen Organisation, Herrn David Wolffsohn, den Dank der Regierung für die Beteiligung der zionistischen Finanzinstitute an dem Werke der Hedschasbahn übermittelt. Frau Kommerzienrat Henriette Becker hat in Gemeinschaft mit ihrem Sohne, Herrn vr.jur. John Becker, für das jüdische Kranken^ haus in Memel' eine Stiftung vom 10000.Mark gemacht..— Am 30. m M. beging Herr Adolf Prager unter herzlicher Teilnahme weiter Kreise seinen 70. Geburtstag. Unter den Gratulanten befanden sichauch die Dozenten und eine Deputationdes Talmud-Vereins,- dem der-Jubilar seit einer Reihe von Jahren als Vorstandsmitglied angehört. Herr Adolf'Prager ist ein Bruder des vor mehreren Jahren verstorbenen Rabbiners Dr. Prager in Cassel. — Die' hier vor kurzem gegründete Palästinaforschungsgesellschaft plant die Entsendung einer wissenschaftlichen Expedition zur Erforschung des Toten Meeres. Man hofft, einen bekannten jüdischen Gelehrten für die Leitung der Expedition?zu gewinnen.— An den Folgen eines Unglücksfalls ist am 3. d. M. der in weiten Kreisen unserer Gemeinde bekannte Rentier Herr Martin Lev y verschieden. — Herr B er lack,' ein in seiner Heimat Schwersenz geachteter Bürger, seit 15 Jahren- Insasse des Rohrschen Alters-und Siechenheims in Posen, feierte in diesen Tagen seinen 90. Geburtstag.' — In der letzten' Stadtyerordnetensitzung in Tremessen wurde Herr Justizrat Warschauer zum 18. Mal zum Stadtverordneten-Vorsteher gewählt. — Jüstizrat Friedmann in Slogan feierte vor einigen Tagen seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar hat sich allen persönlichen-Ehrungen und Glückwünschen entzogen und seinen 70. Geburtstag im engen Kreise seiner Familie in Berlin verlebt. Die Glogauer Stadtverordnetenversammlung, der Magistrat sowie der Vorstand und die Repräsentanten der ^jüdischen Gemeinde sandten Glückwunschtelegramme.— Bei den Rettungsarbeiten in Kiel an dem gesunkenen und jetzt wieder geborgenen Unterseeboot hat sich auch ein Jude, namens Heske, Matrose des Kreuzers „Augsburg", rühmend hervorgetan. Derselbe hat sich als freiwilliger Taucher dreimal in die eiskalten Fluten hinabbegeben, um die Stahltrosfen unter das verunglückte Boot zu bringen, die sich beim Herausziehen desselben leider als zu schwach erwiesen. Der Matrose dient als Freiwilliger, und zwar erst seit dem 1. Juli 1910. — Nach dem soeben erschienenen Jahresbericht der evangelisch^lutherischen Landesgemeinde des Königreichs Sachsen für das Jahr 1909 traten vom Judentum 24, zum Judentum 7 Personen über. --- In München ist der Kommerzienrat Le brecht im? 61. Lebensjahre gestorben. Der Oberbürgermeister hat in einer Magistratssitzung ihm einen überaus ehrenvollen Nachruf gehalten. Der Verstorbene, ein Sohn des verewigten Rabbiners von Berigen, hat sich sehr große Verdienste um. München erworben. — Aus Bayreuth wird gemeldet: Im hiesigen Stadtmagistrat ist bei der Beratung des Haushaltsetats für 1911 ohne Erörterung nach den Beschlüssen der Etatskommission der israelitischen Kultusgemeinde zum erstenmal ein Zuschuß für ihren Lehrer bewilligt worden. — Berantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin-Paukow, Florajtr. 58. „Nach dem Süden“ Bäder, Kurorte, Heil-Anstalten, Hotels, Restaurants, Pensionen österreichische Riviera Saison das ganze Jahr. Klimatischer Winterkurort und Seebad. — Prospekte gratis durch Kurkommission, Südstrand 21. Ahha7iA Neues Kurhaus XlUlia£»ia mit Dependance. Sanatorium Dr. Franz Schalk. Modernst eingerichtete Anstalt f. diätet.-pbysikal. Heilverfahren. Zentralheizung. Lift. ■ |x Gd.HoteldesEtrangers fl I flflM L Ranges. Gute Küche. UlVi?l Mod.Komfort. Zentrum d. Stadt. Mäss. Preise. D. 0. V. Deutsche Bedienung. Basel. Schweiz Grand Hotel Viktoria & National. Am Zentralhahnhof gelegen. Haus I. 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