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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1911-01-06 · Heft 1 (6.1.1911) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
75 (1911)
Issue
Heft 1 (6.1.1911)
Date
1911-01-06
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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worden. — Nach langer Krankheit ist am 28. v. M. der Direktor des- Schillertheaters, Dr. Raphael Löwenfeld/' im Alter von 57 Jahren verschieden. Der Verblichene hat mit seiner 1893 veröffentlichten Schrift „Schutzjuden oder Staatsbürger" die eigentliche Anregung zur Begründung des Zentralvereins Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens gegeben und war stets bemüht, die Ehre und das Kecht seiner Glaubensgenossen gegen feindliche Angriffe zu verteidigen. Ehre seinem Andenken! — Herr Alfred Buchholz, bisher Assistenzinspektor am jüdischen Krankenhaus ist zum Inspektor der Altersversorgungsanstalt Schönhauser-Allee als Nachfolger des Herrn Cheim ernannt worden. —^ Der Verein ehemaliger Schüler der Knabenschule der jüdischen Gemeinde zu Berlin (E. V.) feiert sein elftes Stiftungsfest am Sonntag den 8. Januar 1911 abends :7 Vs Uhr in den Räumen der.Philharmonie. Vernburger Straße 22/23, durch eine musikalisch-deklamatorische Abendunterhaltung mit anschließendem Tanz. — Der in Filehne geborene und kürzlich in Philadelphia verstorbene Kaufmann Isaak Saller hat der Synagogengemeinde seiner Geburtsstadt 6000 Mark zu wohltätigen Zwecken vermacht. — Bei der in Schön lanke stattgehabten Repräsentantenwahl der Synagogengemeinde wurden die Kaufleute M. Badt, Moses Goldstein, Julius Faß und Heimann Salinger gewählt.- — Labischin. Ter von der königlichen Regierung bestätigte Beigeordnete, Kaufmann. Herr Heimann Lewin, wurde durch den Bürgermeister in sein Amt eingeführt und verpflichtet. — In Wreschen wurde Herr Kaufmann Marcus Meier mit großer Stimmenmehrheit zum Stadtverordneten gewählt. — Am 26 v. M. ist-in Posen Frau Rabbiner Dr. Rosalie Popper im 82. Lebensjahre gestorben. Die Leiche wurde nach Czarnikau überführt und dort an der Seite ihres längst verstorbenen frommen und gelehrten Gatten beigesetzt. —Die Hamburger Jüdische Bibliothek und Lesehalle im Hause Biebcrstraße 4 wurde im Jahre 1910 von 3582 Personen besucht; ausgeliehen wurden insgesamt 912 Bände. — Im Zusammenhangs mit der seit dem 1. Oktober in Funktion getretenen Wanderarmenfürsorge steht die Absicht der Mendelssohn-Loge, in Magdeburg einen neuen Arbeitsnachweis zu begründen. Die Anregung zu dieser Neugründung geht von der Großloge aus. Im gleichen Zusammenhang steht auch der Plan der Londeskasse für das Königreich Sachsen, eine eigene Arbeitsstätte zu errichten. — Aus Selbstvergiftung oder Autointoxikation spielt in neuerer Zeit in der medizinischen Wissenschaft und Praxis eine bedeutende Rolle. Es ist besonders durch die Arbeiten deutscher und französischer Gelehrten festgestellt worden, daß sich beim Ablauf des Stoffwechsels Zwischenprodukte bilden, die normalerweise bis zu unschädlichen Endprodukten abgebaut und als solche dann ausgeschieden werden, während schon bei geringfügigen Störungen im Haushalte des Organismus diese intermediären Produkte, denen größtenteils eine giftige "Eigenschaft innewchnt, im Organismus verbleiben und eine schädigende Wirkung auf den Gesundheitszustand ausüben. Man nennt diesen Vorgang Selbstvergiftung und führt eine große Anzahl von mehr oderminder schweren Krankheiten auf diesen biologischen. Prozeß zurück. Insbesondere find es saure Zwischenprodukte, namentlich die Milchsäure, die eine solche Giftwirkung Hervorrusen können. Ist der Körper gesund, so produziert er Substanzen, die ihm einen Schutz gegen solche Säuren und andere schädliche Stoffwechselprodukte verleihen. Insbesondere kommt dabei in Betracht das Spermin, eine Substanz, die geeignet ist, die sauren Stoffwechselprodukte chemisch zu binden und so unschädlich zu machen. Steht dagegen dem Organismus, z. Bbei einer intensiven andauernden Ueberreizung und U e b e r m n d u n g des N e r v e n s y st e m s nicht soviel Spermin zur Verfügung, um die sich bildenden schädlichen Stoffe abzusättigen, so kann durch Herabsetzung der Blutalk alessenz das aktive Spermin in eine schwer lösliche Form übergeführt werden, und außerdem können die giftigen Produkte ungestört zur Wirkung kommen. Auch bei N e r v e n s ch w ä ch e oder N e u r - a st h e n i e dürste es sich Um Anhäufung von giftigen Stoffwechselprodukten bzw. um mangelhafte Sperminbildung handeln, eine Ansicht, die von namhaften Autoritäten bewiesen worden ist. Eine l o g i s ch e F o l'K'e r u n g aus diesen Tatsachen führt dazu, diese heilsame Substanz Sp er m i ndarznstellenund so denjenigen, die an Nervenschwäche und ihren Begleiterscheinungen leiden, ein Mittel in die Hand zu geben, mit Hilfe dessen die vorerwähnten Giftstoffe unschädlich gemacht werden. Ein solches Sperminpräparat ist das Spevminol der Firma Leopold Stolkind & Co., Berlin 0. 27 e, über welches genannte Firma Literatur gratis und franko versendet, eine Lösung von reinem, aktivem Spermin, mit dem eine beträchtliche Anzahl von hervorragenden Aerzten mit bestem Erfolge Untersuchungen angestellt hat. Dabei haben die Aerzte, die berufenen Kritiker der Erzeugnisse der chemisch-pharmazeutischen Industrie gefunden — und zahlreiche Patienten bestätigen das —, daß das Sperminol ganz ausgezeichnete E r f o l g e b e i den mannigfachen Symptomen der Nervensch w ä ch e z ei bi gt. Wenn also jemand an vorzeitiger Unfähigkeit, Schlaflosigkeit, U n l u st zur A r beit, leichter Erregbarkeit. B l u t - w al li un gen nach dem Kopfe, au ffallendem- Stimmungswechsel, A n g st a n w a n d l n n g e n usw. leidet, so wird er gut tun, mit dem Sperminol, das sich von s e l b ft e l» P f i e h l t, einen Versuch zu machen. GelesenheitsKäufe und Uerkaufe in gefassten u. ungefassten Juwelen, Perlen und Perlketten. Farbige Edelu. Halbedelsteine. Brillanten. Perlen. Ergänzungen von Perlschnüren, Juwelen-Arbeiten in feinster Ausführung billigst. Alle Logenabzeichen stets vorrätig am Lager. Berlin SW. 68, Schiitzenstr. 54/55 nahe Jerusalemer Strasse. — Tel. I, 2655. Tn umpoehl [bewirkt physiologische Oxydation der I 5m Körper angesamntelten Ermüdungs- _ [ toxme, regt die Gewebsatmung, an, daher die von ersten I Klinikern erzielten Erfolge bei StoflwecliseIk.raiihL- I beiten, Nervenu. 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