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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1909-12-31 · Heft 53 (31.12.1909) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
73 (1909)
Issue
Heft 53 (31.12.1909)
Date
1909-12-31
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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Mn Wien brachte Dr. Stoewer Glückwünsche dar. Zum Schlüsse der . Feier überreichte Dozent Dr. Frey die von auswärtigen Korporationen rrbersendeten Festadresse». Auch von den ehemaligen Schülern des Jubilars in Amerika und zahlreichen anderen waren Glückwunschdepeschen eingetroffen. Anläßlich der Erneuerung seines .Doktordiplomes hat Hofrat Professor Dr. A. Politzer seine wertvolle Sammlung von Werken über Ohrenheilkunde der Universitätsbibliothek zum Geschenke überlassen und dem Rektor Professor Swoboda die Schenkungsurkunde übermittelt. Ferner hat Hofrat Politzer der Gesellschaft der Aerzte zur Erinnerung an sein Doktorjubiläum den Betrag von 10 000 Kronen als Stiftung für in Not geratene Mitglieder der Gesellschaft überwiesen. Suszland. L. A. T. Odessa, 15. Dezember. Vor kurzem starb in Berlin nach langem, schwerem Leiden in hohem Greisenalter von 77 Jahren derOdessaerKaufmann, Herr MosesJakowlewitsch Rabinowitsch Der Heimgegangene, ein alter, achtbarer Bürger Odessas, war ein' schlichter, biederer Mann, der sich ungemein viel mit wohltätigen Werken beschäftigte. Er war mit der Tochter des Herrn Schmierer in Galatz (Rumänien) verheiratet und hatte eine einzige Tochter Charlotte, die er in der Blüte ihre'r Jahre verlor. Zum Andenken derselben stiftete er eine Baracke an der Abteilung des jüdischen Krankenhau;3 auf dem Kurplatze des Liman. Ueberhaupt widmete er viel Zeit und Geld für das obenerwähnte Hospital. Er war Vorsteher des Kultustempels und eine lange Reihe von Jahren Mitglied deS Kuratoriums des jüdischen Waisenhauses. Er hinterließ ein Vermögen von ungefähr 450 000 Rubel. In seinem Testamente vermachte er 150 000 Rubel folgenden Anstalten: dem Krankenhause, dem Waisenhause und dem Greisenashl. Den Rest des Vermögens, ungefähr 300 000 Rubel, hinterließ er seinen zahlreichen Neffen und Nichten. — Wir persönlich beklagen im Hintritte des Verewigten einen alten Freund und mehrjährigen Kollegen im Waisenhanse. Ehre seinem Andenken, und möge er in Frieden ruhen! Von Msh und Fern. — Herr Dr. Max Levy, Inhaber der gleichnamigen Fabrik elektrischer Maschinen und Apparate in Berlin, ist zum Hauptmann in der königl. baher. Landwehr-Feldartillerie I. befördert worden. — Prof. Dr. Julius Lazarus hat sein Amt als dirigierender Arzt der inneren Abteilung des jüdischen Krankenhauses in Berlin niedergelegt. Prof. Lazarus war der Nachfolger des Pros. Dr. Heinrich Jacobsohn und ist im Jahre 1890 in diese Stelle berufen worden.—Herr Justizrat Dr. Fedor Stern beging am 28. d. M. das Fest der silbernen Hochzeit. — Der sreisinnigeLandtagsabgeordneteLandgerichtsrat Peltas o h n, der älteste Beisitzer der vierten Strafkammer des Landgerichts I, ist zum Geheimen Justizrat ernannt worden. — Bei-''den kürzlich stattgehabten Ergänzungs- und Ersatzwahlen zu Mitgliedern der Handelskammern für den Regierungsbezirk Posen sind unter anderen auch folgende Herren gewählt worden: Kaufmann Max Spiro-Ostrowo, Simon Asch, Berthold Hamburger, Kommerzienrat Kantorowicz, sämtlich in Posen, und Heinrich Witkowski-Neutomischel. — Aus Anlaß der goldenen Hochzeit der Eheleute Salomon Strauß von Nieder-Wiesen ließ Se. Kgl.Hoheit der Großherzog von Hessen dem Ehepaar ein huldvolles Schreiben nebst Bild mit Unterschrift zusenden. — Die jüdische Bevölkerung in Baden fiel nach der neuesten' amtlichen badischen Statistik von 26 008 Seelen im Jahre 1903 auf 25 819 Seelen im Jahre 1907. 1906 wurden 180 rein jüdische und 20 jüdisch-christliche und 1907 212 rein jüdische und 18 jüdisch-christliche Ehen geschlossen. — Herrn Rabbiner Dr. M. Kahn in Eßlingen ist von der Israelitischen Oberkirchenbehörde das durch den Tod des Dr. Sänger vakante Rabbinat Mergentheim übertragen worden.— Ani '3. Februar 1910 werden 100 Jahre seit der Geburt Ludwig August Frankls vergangen sein. Die Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen bereitet für diesen Gedenktag eine Ausgabe von Frankls „Erinnerungen" in ihrer „Bibliothek deutscher Schriftsteller aus Böhmen" vor. — Ein. Erlaß des österreichischen Handelsministers verlangt von der Post Rücksichtsnahme auf die jüdischen Ruhetage. Die Postanstalten sollen ein Register derjenigen Juden anlegen, die am Sabbat und an den jüdischen Feiertagen nicht schreiben, und diesen an den jüdischen Ruhetagen keine Sendungen zustellen, die einer Empfangsbestätigung bedürfen. — Am 25. d. M. feierte Herr Heinrich Stiaßny in Wien das Fest der silbernen Hochzeit. — Der Kaiser von Rußland hat dem russischen Staatsrat Alfred v. Fränkel die Würde eines Wirklichen Staatsrats verliehen. — Nach den neuesten' Zählungen beträgt die gesamte jüdische Bevölkerung Englands 237 760 Seelen, davon entfallen 142 000 allein auf London, 28 000 auf Manchester, 25 000 auf Leeds, 7000 auf Liverpool, 7000 auf Glasgow, 5000 auf Birmingham, 2700 auf Dublin, 2500 auf Hüll, 2250 auf Newcastle, 2250 auf Sheffield, 1350 auf Edinburg, 1125 auf Cardiff. 1100 auf Sunderland, mehrere andere Städte zählen weniger als 1000 Seelen- — Bekanntlich hat sich der Bürgermeister von Rom Signor Nathan allen Ordensauszeichnungen, die ihm vom König von Italien und anderen Fürstlichkeiten zugedacht worden waren, bis jetzt stets geschickt zu entziehen gewußt. Nun aber ist es dem König Victor Emanuel durch folgende originelle Art gelungen, seinem bewährten Diener das Großkreuz der Krone Italiens zu verleihen. Anläßlich eines Besuches beim Könige bat dieser den Bürgermeister, seiner Gemahlin im Aufträge der Königin ein kleines Geschenk zu überreichen. Nicht wenig überrascht war die Signorina Nathan, als ihr bei der Herausnahme des vermeintlicher: Geschenkes aus seiner Umhüllung das Großkreuz der Krone Italiens und ein Brief der Königin in die Hände fiel, in dem diese sie bat, ihren Mann zu Annahme der Auszeichnung in ihrem Namen zu veranlassen. — Wie „Hazbi" mitteilt, steht in Palästina die Gründung von vier Zweigniederlassungen der deutschen Palästmabank bevor. Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastr. 58. Theebuttcr (Pflanzenfett) Margarine, bester Butterersatz, ein Postkolli 9 Pfund für 8.10 Mark franko. H. Schirmer 9mm, Bahnhofstraße 52. \allen WGrab? steine. I- Referenzen BjlSKauerei. Köln, \r Kontor: Köln, Sternengasse 83/85. TOMOR -- m snüeliririev » kklanrm - Margarine unter dem Schutze des Deutschen Deiebs- Patents Dr. 100922 hergestellt. ift der vollkommenste vutter-ersah der Segenwan. vie Verstellung ersolgt unter ständiger Anwesenheit und leitung eines von Sr. Lhrw. Herrn stabil. Dr. s. caoif, Köln, angestellten und inspirierten, streng religiösen Äussichtsbeamten. Alleinige favrikantin: Sana Gesellschaft m. v. l).. ßleve erste und älteste kslanreu-Margarine-fabrik. Junger, selbständiger Kaufmann 24 Jahre alt, unbescholten, aus achtbarer Familie, vermögend, beabsichtigt sich mit junger Dame, 19 bis 23 Jahre alt, und 125000 Mark Barmitgift sofort zu verheiraten. Näheres zu erfahren unter A. A. 208 bei Rudolf Moste, Magdeburg. Für meiuen Bruder, sehr repräseutable Erscheinuna, der in einer lebhaften Stadt Westpreutzeris ein lukratives, umfangreiches Manufakturwaren - Geschäft mit eigenem, neu erbautem Haus besitzt, suche ich pastende Lebenrgesährtin aus bester Familie mit entsprechender Mitgift, nicht unter 30 Mille. Unter- Zusicherung strengster Diskretion erbitte unter Chiffre n. M. 8741 nähere Angaben an die Expedition d. Bl. —- 7,^-... ,v- „ ■ v,

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