Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 74 (1910)
- Issue
- Heft 47 (25.11.1910)
- Date
- 1910-11-25
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
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4 kein Jude zur ordentlichen Professur gebracht, obwohl, die hervorragendsten Aerzte des Landes. Juden sind. — Aus Jassy wird uns geschrieben: Die Frage des hebräischen Unterrichts steht wieder auf der Tagesordnung. Auch nachdem Tr. Leck-Bukarest, Tr. Niemann-Iassh und Dr. Olivenb aum-Botoschani namens der jüdischen Schulen dem Kultusministerium ein Memorandum überreicht hatten, hörlen die Schulrevisoren nicht auf, die jüdischen Lehrer zu verfolgen. Nun hat der Minister eine Prüfungskommission, bestehend aus den Herren: Dr. Beck und Lehrer Bally-Bukarest, Dr. Niemerower-Jassy, Dr. Nacht-Focsani und Rabbiner Landan-Botosani, nach Bukarest berufen, die unter dem Präsidium des Inspektors Coitescu das Lehrerexamm vorgenommen. Diese neue Einrichtung, die Ordnung schafft, wird von manchen anerkannt, von anderen aber getadelt. weil sie in mancher Beziehung auf die Lehrer erschwerend wirkt. Die Kommission schlug vor, daß alle jüdischen Lehrer, die nicht zur Prüfung erschienen, provisorisch für ein Jahr autorisiert werden. — Aus der Internationalen Kunstausstellung in Venedigerzielte Joseph Israels' Bild „Die Bäuernfamilie" den Kaufpreis von 150000 Lire. — Ende Juli 1911 wird in London im Hauptgebäude der Universität ein Weltrassenkongreß abgehalten werden. Der Zweck des Kongresses ist, im Lichte der modernen Forschung und Sittlichkeit die allgemeinen Beziehungen zwischen Osten und Westen, zwischen sogenannten-weißen, und soaenannten farbigen Völkern zu erörtern. Politische Tagessragen bleiben ausgeschlossen. Unter der großen Zahl der angemeldeten Vorträge, seien nur erwähnt: Lufchan, Anthropologische Ansicht von der Rasse; Fouillee-Paris. Soziologisches Ansicht von der Rasse; Serai-Rom, Gebräuche und Sitten; Adler- New-Aork. Internationale Ethik; Zangw ill?London, Die jüdische Rasse; Leon Bourgeois-Paris, Die Haager Konferenzen. — Die Zahl der jüdischen Grundbesitzer ist in Rußland bekanntlich eine sehr geringe. Jüdische Bodeneigentümer finden sich fast ausschließlich im Chersoner und Jekaterinowslawer Gouverne ment. Im letzteren Gouvernement finden sich, wie die Zeitung „Gu Morgen" mitteilt, im ganzen 1523 Grundbesitzer, die zusammen 17 476 Desjatin Boden besitzen, während im . Chersoner Gouvernement 4832 jüdische Grundbesitzer zusammen 43 973 Desjatin ihr Eigen nennen. Die Grundsteuer, welche diese jüdischen Grundeigentümer zu entrichten haben, ist eine unverhältnismäßig hohe.. Sie beträgt in beiden Gouvernements zusammen jährlich 21412 Rubel, so daß auf eine Person durchschnittlich 3,47 Rubel entfällt. Dieser Durchschnitt ist ein ungeheuer großer, da in den übrigen Gouvernements sich ein Durchschnitt von 2,70 Rubel pro Jahr und Kopf' ergibt. Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow. s?Imastr. 5». Karlsruher Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit In 1909 Neuzugang: 51 Millionen Mark Ende 1909 Bestand: 673 (V.illionen Mark Bewährtes System steigender Dividende Grlchäktlichr ]jlan?cu. „Naturgemäße Lebensweise!" heißt der Weckruf, der in der neuen Zeit immer wieder erschallt. Während ihn aber bisher die Gesuu-heitslehrer mit mehr oder weniger Erfolg erhoben, drängt nun die Verteuerung aller Lebensbedürfnisse ganz von selbst dazu, dieser Mahnung etwas mehr Gehör zu schenken. Es ist auch kein Schaden, wenn wir es tun. denn je einfacher man lebt, je weniger man seine Nerven durch Reizmittel abstumpft, desto frischer und aufnahmefähiger bleiben Körper und Geist. Diese einfache Wahrheit hat in den weitesten Kreisen des Publikums bewußt und unbewußt Aufnahme gefunden. Daher ist es auch zu erklären, daß z. B. der bekannte Kathreiners Malzkaffee bei hoch und nieder sich so viele Freunde erwarb. Dieses gesunde Getränk hat die seltene Doppeleigenschast, daß es anregend und aromatisch, dabei aber nicht im mindesten nachteilig auf den Organismus wirkt. In den gegenwärtigen teuren Zeiten kommt aber, wie gesagt, nicht nur die gesundheitliche Seite, sondern auch der Eeldbeutelstandpunkt in Frage, und was den betrifft, so wird jede rechnende Hausfrau bald erkennen, daß sie mit Kathreiners Malzkaffee sehr gut fährt. ... ' „Channukah“ Leuchter (aus Messing) gleichzeitig hübscher Dekorationsgegenstand. Höhe 29 cm inkl. Lichte. Preis M. 3.50 u. 50 St. Lichte M. 1.50. Oesterreich 4.— ,, 50 „ „ „ 1.70 fr. Zoll Versand per Nacnn. ab Stuttgart. Bei Nichtkonvenierung innerhalb 8 Tagen franko retour. Johs. Rominger äS Stuttgart, KÖnigsstr. 35. i Oie Herren Lehrer werden um ihre Adressen gebeten. 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