Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 74 (1910)
- Issue
- Heft 32 (12.8.1910)
- Date
- 1910-08-12
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Königin Viktoria gefolgt, die gleichfalls Protektoren des jüdischen Kranken- und Waisenhauses waren. — Der Stadtverordnete und Friedensrichter Jacob Moser hat der Einladung des Gemeinderats der Stadt Bradford, das Amt eines Lordmajors dieser Stadt für die Amtsgeriode 1910/11 zu übernehmen, Folge geleistet. Die Einladung ging von der liberalen und konservativen Partei des Stadtverordnetenkollegiums aus und wurde Herrn Moser durch eine Abordnung unter der Führung des gegenwärtigen Lordmajors übermittelt. — Die juristische Fakultät der Edinburger Universität hat dem italienischen Ministerpräsidenten Luigi Luzatti das Ehrendoktorat verliehen. — Das „Pro-Falascha-Komitee" in Florenz beschloß in seiner jüngsten Sitzung, in der italienischen Kolonie in Erythrea (Abessinien) eine Schule für Falascha-Kinder zu errichten. Der Gouverneur der Kolonie hat seine tatkräftige Unterstützung zugesagt. Hiermit ist der erste Schritt getan, um diesen im Aussterben befindlichen jüdischen Volksstamm der modernen Kultur näherzubringen und zu erhalten. — Vor drei Jahren wurde in Kiew dank der Munifizenz des Philanthropen Brodsky und anderen jüdischen Persönlichkeiten eine öffentliche Bibliothek gegründet. Die Bibliothek besaß bereits 20000 Bände und 3000 Mitglieder. Vorige Woche nun mußte, wie lie „Oesterreichische Wochenschrift" berichtet, die Bibliothek auf Verordnung des Ministers des Innern geschlossen werden, weil „die Auswahl der für die Bibliothek erworbenen Bücher tendenziös (?) war". — In Konstantinopel verschied im Alter von 89 Jahren der ehemalige Chachambafchi Moses Ley in großer Armut. Der Sultan sandte den Hinterbliebenen ein Beileidstelegramm und bestritt auch die Beerdigungskosten. — Herr Dr. Nazim Bey, Generalsekretär des Komitees für fortschrittliche Vereinigung ist mit der Ausarbeitung eines Systems für die Ansiedlung jüdischer Kolonisten in Mazedonien beauftragt worden. Dr. Bey verhält sich gegen eine jüdische Kolonisation in Palästina und Mesopotamien ablehnend, begünstigt jedoch eine solche in Mazedonien. Durch die Ansiedlung, von Juden und bosnischen Türken in diesem jLande, hofft er, die Zahl der loyal gesinnten Bevölkerung zu heben und ein Gegengewicht gegen die stets aufrührerischen Griechen und Bulgaren zu schaffen. — Talant Bey. der türkische Minister des Innern, stattete dem jüdischen Hospital „Or-Ahaim" in Konitantinopels einen Besuch ab und sprach sich sehr anerkennend über die. gewonnenen Eindrücke aus. — In Tunis ist ein jüdisches Armenasyl eröffnet worden. Das Institut, welches seine Entstehung dem Wohltätigkeitssinn des Herrn Abraham Castro verdankt, gewährt 44 Personen Aufnahme. Regierungsrat Roy, der bei der Einweihung zugegen war, versicherte die Anwesenden seines Interesses für das Unternehmen und seines guten Willens, der jüdischen Kolonie mit seinem Schutz zur Seite zu stehen. — 'Mrs. Henry W. Taft, die Schwägerin des Präsidenten der Vereinigten Staaten befindet sich auf einer Informationsreise durch die russischen Hauptstädte, um die soziale Lage der Bauern und Juden durch eigene Anschauung kennen zu lernen- — Dr. Isidor Singer in New-Jork, dem wir die Herausgabe der „Iewish Encyclopädie" verdanken, will jetzt ein neues großangelegtes Werk herausgeben, nämlich eine Bibliothek der nachbiblischen jüdischen Literatur. Das Werk soll 25 Bände umfassen. — In einer Versammlung des Verbandes der rumänischen Juden in Philadelphia, welcher auch der Bürgermeister der Stadt beiwohnte, wurde beschlossen, dem Präsidenten Taft ein Memorandunl über die Lage der Juden in Rumänien zu überreichen und ihn zu bitten, alle diplomatischen Schritte zu unternehmen, um im Einvernehmen mit den europäischen Regierungen auf die rumänische Regierung zugunsten der Juden in Rumänien einzuwirken. Ueberdies soll die öffentliche Meinung unausgesetzt über die Ungesetzlichkeiten der rumänischen Regierung gegenüber den Juden aufgeklärt und zum Kampfe gegen dieselben aufgemuntert werden. Redakteur: Albert Katz in Berlin -Pankow, Florastr. 53. Aus Bädern und Sommerfrischen. Schimberg-Bad (Schweiz). Das idyllisch gelegene Kurhaus Schimberg-Bad (Station Entlebuch der Bahnlinie Luzern—Bern) hat seine gastlichen Pforten am 1. Juni d. I. wieder eröffnet und erfreut sich schon lebhaften Zuspruchs. 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Das Kurhaus Schimberg-Bad verfügt über eine lange Glashalle, und über ein geräumiges Vestibül, das oftmals in einen Konzert- und Ballsaal verwandelt wird und hat außerdem für seine Gäste einen Tennisplatz. Kegelbahn, Klavier, Bibliothek und reich ausgestatteten Bazar zur Verfügung. Neben dem Badehaus ist auch ein Jnhalationssaal. Post, Telegraph, Telephon im Kurhaus. -KTD Bad HarzbargnüD Pension Parklians, 53 Salons und Familien-Dependance — Sebloss Prlnsenbof mit 28 Salons. Streng rituelle Häuser I. Ranges unter Rabbinats - Aufsicht, an schönster Waldlage. Geöffnet 1. April bis 1. Oktober. Prospekt gratis. Max Hecht. Frisur Elegant. Patentamtlich geschützt. Nr. 267288. M Für jede Frisur brauchbar. Frisur Elegant,kein Hohlgestell,sondern genaunach der Natur gearbcitet-Uebcrtriflt als Einlage und Ob erfrisur alles bisher Dagewesene. Frisur Elegant verjüngt um Jahre, wird zur heutigen Frisur gebraucht, verdeckt graues oder verfärbtes Ilaar. Zufriedenheit wird garantiert. 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