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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-05-20 · Heft 20 (20.5.1910) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 20 (20.5.1910)
Date
1910-05-20
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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dem Gebiete des agadischen Humors veröffentlicht hatte, sind von ihm in fast allen hebräischen Zeitschriften, wie „Hameliz", „Hazefira", „Hamagid" usw. Aufsätze erschienen. Mögen dem greisen Gelehrten noch viele Jahre beschieden sein. Amerika. 2 New Kork, 5. Mai. In unseren Tagen nenbelebten religiösen Interesses dürste es deutsche Leser interessieren, die Meinung leitender politischer Kreise in Amerika über das Judentum "zu hören. Mr Gaynor. der Bürgermeister von New York, eine der populärsten Persönlichkeiten am amerikanischen Horizont, sprach in einem für die Oeffentlichkeit bestimmten Briefe an den Bekehrungsapostel, den Rev. Thomas M. Chalmers, seine Ansichten über P'wselytenmacherei aus. Herr Pastor Chalmers hatte, um in den Straßen predigen und Bekehrungsversuche macken zu können, bei den städtischen Behörden um einen Erlaubnisschein angefragt, worauf ihm vom Bürgermeister Gaynor folgende Antwort zuteil wurde, die in der Uebersetzung etwa wie folgt lautet: „Geehrter Herr! Ich denke, daß diese Proselytenmacherei oft zu weit getrieben wird. Glauben Sie nicht auch, daß die Juden eine sehr gute Religion haben? Haben nicht die Christen die Schriften der Juden übernommen? Ist nicht das neue Testament von Juden geschrieben worden? War nicht Jesus vo.n Geburt Jude, wenn ich hiervon mit der gehörigen Hochachtung sprechen darf? Haben wir Christen nicht viel oder das Meiste, das wir haben, von den Juden? Warum sollte irgend jemand so schwer arbeiten, um die Juden zu bekehren? Ueber ihren reinen Glauben an den einen, wahren Gort wird uus schon aus dem Tunkel vorgeschichtlicher Zeit berichtet, und dieser Glaube ist eine der ungebrochenen Traditionen der Welt. Ich halte es nicht für angebracht. Ihnen Erlaubnis zu geben, um auf den Straßen der dicht bevölkerten jüdischen Stadtteile, die Sie bezeichnen, zur Bekehrung der Juden zu predigen. Würden Sie dieselben damit nicht belästigen und mehr.Schaden anrichten als Gutes tun? Ihr ergebener W. I. Gaynor." Da dieser Brief in der gesamten Tagespresse erschien, fand er natürlich weitgehendste Verbreitung unter allen Schichten der Bevölkerung. Bei seiner Predigtim/Tempel Emanu-El erwähnte Dr. Joseph Silverman diesen Brief des Bürgermeisters als „goldene Worte, die zu einem historischen'Dokument werden würden, und ein unfehlbares Zeichen der Zeit, in der wir leben, darstellten". V - Von Osh und Lern. — Unter den bevorzugten Persönlichkeiten, die an dem Diner beim Reichskanzler zu Ehren Roosevelts teilnahmen, befanden sich folgende jüdischen Bekenntnisses: Direktor Ballin, die Eeheimräte Arnhold, Goldberger, Herz, Direktor Karl Fürstenberg, Dr. Rathenau und James Simon. — Geheimrat Professor Senator erhielt anläßlich des hundertjährigen Bestehens der Universitütspoliklinik den Roten Adlerorden 2. Klasse. — Dem S.Ynagogen-Verein Bei.h Zion ist es nach mehrjähriger' Bemühung gelungen, einen geeigneten Platz zur Erbauung einer neuen Synagoge zu finden. Dieselbe wird Brunnenstraße 33 errichtet und soll ungefähr 520 Plätze fassen. Der Grundstein ist bereits vorige Woche gelegt worden. Die Einweihung erfolgt anfangs September, so daß die Synagoge zu den hohen Feiertagen in Gebrauch genommen werden kann. — Unter großer Beteiligung ^and am 11. d. M. die Beisetzung des Redakteurs Max Neustädter auf dem Friedhof in Weißensee statt. An dem mit Kränzen reich geschmückten Sarge ergriff Chefredakteur Landau das Wort,, um die Uneigennützigkeit. die Bescheidenheit, Aufrichtigkeit und Güte des Verstorbenen zu preisen. Herr v. Gerlach widmete dem politischen Freunde warm empfundene Worte. — Herr Lehrer Stern in Posen, welcher seit 25 Jahren als Hilfslehrer an der städtischen Knaben-Mittelschule angestellt ist und den systematischen jüdischen Religionsunterricht erteilt, beging am 6. Mai sein Amtsjubiläum. — Aus Schneidern ühl wird uns geschrieben: Da die Anzahl der Kinder der hiesigen jüdischen Kommunalschule von Jahr zu Jahr kleiner wurde, ist die Schule am 1. April d. I. aufgelöst worden. Lehrer Moses und die jüdischen Kinder wurden der ersten Gemeindeschule (evangelisch) Für Pain de glnten massä MT (Glutenbrot) "MW sowie andere Spezial-Präparate versendet Heinrich Gertner, Borin. Bitte Preisliste zu verlanaen. und Pflege des Teints, zwei Momente, die in j Kappus altbewährter . Konkurrenzseife > ideale Vereinigung finden. Eine Toilettenseife ersten Ranges, I [ welche die Haut stets J weich und zart hält. \ Kunst-Stickerei - Anstalt Suez. Synag.-Paramente roriö p?ppjn»iM^WMw: i. künstl. u. foI. Ausf., v. einf. b. z. feinst. Genre. Geachw. Bleiohr ode Berlin W Pariser Strasse Nr. 14 Amt Wf. 1337. MILKA VELMA jg. NOISETTINE ALLEINIGER FABRIKANT. Bad Harzburg im Harz, Hotel Viktoria. 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