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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1910-02-18 · Heft 7 (18.2.1910) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
74 (1910)
Issue
Heft 7 (18.2.1910)
Date
1910-02-18
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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•'VS gebildeter, aufgeklärter Jude im vollsten Sinne des Wortes. Sein Andenken wird in der jüdischen Literatur sortleben. * Frankreich. Z. Paris, 11.Februar. Die diesjährige Generalversammlung französischer Rabbiner wird am 21. Juni um 9 Uhr morgens ihren Anfang nehmen und wie alljährlich etliche Tage währen. Bereits im Jahre 1907, 1908 und 1909 haben derartige Zusammenkünfte stattgefunden. Die Ziele und Hauptbestrebungen der diesjährigen Rabbinerversammlung sind aus der vom Verwaltungsrat an die Herren Rabbiner ergangenen Einladung, die wir hier im Wortlaut wiedergeben, ersichtlich: „Durch diese fünf Monate vorher ergehende Einladung zu unserer Generalversammlung wollen wir es Ihnen ermöglichen, uns beizeiten nützliche Vorschläge zur Hebung des öffentlichen Gottesdienstes und zur Erweckung der religiösen Gefühle in den Familien unserer Glaubensgenossen zugehen zulassen. Ueber diese auf der Tagesordnung stehenden Fragen hat unsere jährliche Zusammenkunft stets zu verhandeln gehabt, dach diesmal wollen wir uns ihnen ganz speziell widmen. Gleichzeitig bitten wir Sie. uns spätestens bis zum 21. April Ihre diesbezüglichen Anträge zuzusenden; damit wir sie rechtzeitig einen Monat vor Beginn unseres Kongresses den Interessenten zur Kenntnis bringen können. Auch werden Sie hierdurch von der gemäß § 8 unserer Statuten bevorstehenden Ersatzwahl für die nicht wieder wählbaren Mitglieder unseres Ausschusses, die Herren IsaacLevh und Joseph Lehmann benachrichtigt. — Schriftliche Stimmabgaben sind zulässig." Dann folgt die Unterzeichnung des gegenwärtigen geschäftsführenden Ausschusses. Wie aus dem obigen hervorgeht, verfolgt der im Juni stattfindende Kongreß rein ideelle Ziele, während gegenwärtig sich das Pariser Rabbinat um eine sehr reale Angelegenheiten kümmern muß. Da nämlich durchwiederholtebetrübende Vorkommnisse das Vertrauen der Bevölkerung beim Einkauf rituell geschächteten Fleisches etwas wankend geworden ist, sah sich das hiesige Rabbinat veranlaßt, neue, strengere Bestimmungen über den Verkauf koscheren Fleisches herauszugeben. Gemäß den neuesten Ich würde an Ihrer Stelle sofort einen Versuch mit „Kathreiners Malzkaffee" machen, der sich seit 20 Zähren als bekömmliches, wohlschmeckendes u. billiges Getränk überall bewährt hat und heute von Millionen Menschen täglich getrunken wird. G r oterj an ’s echte Malz-Biere! Nur aus Malz und Hopfen gebraut! Ais bewahrte Stiirkungsinjitel m »wm and Blutarmut usw. seit vielen Jahren QTZtliCll anerkannt I Versand nach allen Bahnstationen. Brauerei Groterjan & Go., Berlin, Schönhauser Allee 130. Telephon Amt III, 5063. Verlangen Sie Prospekt Z. Anordnungen des Konsistoriums dürfen nur diejenigen koscheres Fleisch feil bieten,, deren Läden am Sonnabend geschlossen sind, Fleischer, die ausschließlich koscheres Fleisch verkaufen und unter der Kontrolle eines Aufsichtsbeamten stehen. Ueber die betreffenden Firmen wird eine Liste auf dem Sekretariat des Konsistoriums geführt, die den Käufern zugänglich ist. — Anläßlich der Ueberschwemmung hat sich die jüdische Bevölkerung unserer Stadt, wie immer bei derartigen Vorkommnissen, durch die großzügigste Wohltätigkeit ausgezeichnet. Obwohl glücklicherweise verhältnismäßig wenig Juden unter dem Naturereignis gelitten Haben, hatte das Rothschild-Hospital allen Hilfsbedürftigen ohne Unterschied der Konfession seine Pforten geöffnet. Ebenso nahm das von Baron James Armand v. Rothschild gegründete Armenhaus viele durch die Fluten obdachlos Gewordene auf. Dem Großrabbiner sind anderseits von der Roten Kreuz-Gesellschaft 15000 Francs zur Verteilung unter die jüdischen Opfer der Ueberschwemmung zugegangen. Der Unterbau der Synagoge in der Rue de la Victoire ist vom Wasser arg beschädigt. Infolgedessen versagte während des letzten Sabbatgottesdienstes die elektrische Beleuchtung vollkommen, so daß man zu' Lampen- und Kerzenlicht seine Zuflucht nehmen mußte; auch die Heizanlage dieser Synagoge hat stark durch die Fluten gelitten. Von Ksh und jfrrn. --- Auf die Eingabe der preußischen Aerztekammern wegen Erleichterung der russischen Paßvorschriften für jüdische Aerzte ist jetzt seitens des Kultusministers folgende Antwort erteilt worden: „Der Kaiserliche Botschafter in St. Petersburg hat den Wunsch der preußischen Aerztekammern wegen Erleichterung der russischen Paß* Vorschriften für deutsche Aerzte mosaischen Glaubens bei der russischen Negierung zur Sprache gebracht. Es hat sich dabei ergeben, daß eine allgemeine Aenderung der in Rußland auf dem Gebiete des Paßwesens bestehenden Bestimmungen ins Auge gefaßt ist, daß aber vor dem Inkrafttreten der neuen Bestimmungen die DaoKI bewirkt physiologische Oxydation der ii._ ___ Körper angesammelten Ermüdungstoxine, regt die Gewebsatmung an, daher die von ersten Klinikern «.. ,, zielten Erfolge bei Stoffwechselkrankheiten, Nerven* und Herz- „ leiden, Marasmus, Arteriosklerose, bei Uebermüdungen und in der Rekonvaleszenz. - Erhältlich in den grösseren Apotheken. - Reichhaltige Literatur gratis vom Organotherapeutiscben Institut Prof. Dr. v. Poehl & Söhne, 81. Petersburg; Abt. Deutschland: Berlin SW. 68.ak.Bitte stets Original „Poebl“ zu fordern. 6H | Zucker und mehr ver- III schwinden bei Gebrauch II i meines Diabetiker - Pul- V A Vers. Glänzende Erfolge /II durch ärztliche Atteste III nachzuweisen. / » Preis M. 4.50 pro Glas, ausreichend für 14 Tage. S.E. 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