Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 74 (1910)
- Issue
- Heft 5 (4.2.1910)
- Date
- 1910-02-04
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
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sowie I. Friedberg in Romen zu Ehrenbürgern ad personam ernannt, während Herr I. Mowschensohn in Dwinsk den Stanislausorden zweiter Klasse erhielt. Ueberdies erhielten 26 Juden aus den verschiedensten Gegenden des Reiches, unter ihnen auch einer aus Buchara, Ehrenmedaillen. Von Nah und fern. ----- Der Luisenstädtische Brüderverein Ahawas Reeim zu Berlin E. V. errichtet anstatt seiner alten, seit zirka 40 Jahren bestehenden Synagoge Prinzenstraße eine neue in der. Dresdener Straße 127. Gebäude wie Inneneinrichtung, dem romanischen Stil sich näherndwirken sehr stimmungsvoll und können durch architektonische Schönheit auch einen verwöhnten Geschmack befriedigen. Die neue Synagoge enthält einschließlich von zwei für Damen bestimmten Emporen gegen 70O Plätze. — Unter dem Titel „Haivri H acha dasch" wird demnächst in Berlin eine neue hebräische Monatsschrift erscheinen. Die redaktionelle Leitung des Blattes wird Herr Dr. Cahan übernehmen. — Die Herren Landgerichtsrat Luch mann und Amtsgerichtsrat Meyer-Berlin, Amtsgerichtsrat Blau-Thorn, Justizrat Fritz Meyer-Frankfurt a.M., Geh. Justizrat Dr. Seelig- Leipzig sind beim letzten Ordensfest ebenfalls durch die Verleihung des Roten Adlerordens IV. Klasse ausgezeichnet worden. — Die Eheleute Adolf und Mathilde Abrahamsohn haben dem Magistrat zu Charlottenburg ein Kapital von 15 000 Mark vermacht mit der Verpflichtung, mit dieser Summe eine Stiftung zu gründen, deren Zinsen für die in Charlottenburg bestehenden Vereine zur Versendung armer, kranker Kinder in Ferienkolonien verwendet werden sollen. — Die jüdische Gemeinde in Köpenick hat beschlossen, eine eigene Synagoge zu errichten. Die Entwurfsbearbeitung und Bauleitung für den zu Oktober fertigzustellenden Neubau sind dem Architekten Adolf Sommerfeld in Berlin-Rixdorf übertragen worden. — Der Hilfsverein der Deutschen Juden erleidet durch den Tod des Herrn Moritz Marburg in Hamburg, der in der Nacht vom 28. zum 29. Januar unerwartet verschieden ist, einen sehr schweren Verlust. Der Heimgegangene, der an allen humanitären Bestrebungen einen so hervorragenden Anteil nahm, war einer der treuesten Freunde und Förderer des Hikfsvereins und gehörte der Verwaltung des Vereins seit seiner Gründung an. Bei der Beerdigung, die am Montag stattfand, ließ sich der Vorstand des Hilfsvereins dtzr Deutschen Juden durch Herrn General-Konsul Eugen Landau vertreten. — Der im Dezember v. I. in Offenbach verstorbene Rentier Josef Meyer hat der israelitischen Gemeinde 30 000 Mark testamentarisch hinterlassen. — Das israelitische Konsistorium des Unterelsaß hatte sich in seiner Sitzung vom 16. Januar mit der Wahl eines zweiten Rabbiners für die israelitische. Kultusgemeinde Straßburg zu befassen. Gewählt wurde Rabbiner Dr. Marx-Westhöfen. — Herrn Saint-Paul in Paris ist zum Mitglied des Staatsrates ernannt worden. Außer ihm gehören noch zwei Juden, die Herren Camille Lyon und Camille See, dieser Körperschaft an. — Der Zar hat die Mörder des jüdischen Duma-Abgeordneten Herzen- . stein, die vom finnischen Gericht zu sechsjähriger Zwangsarbeit verurteilt waren, begnadigt. Die Pogromhelden werden es sich merken, daß sie der Gnade ihres Herrn sicher sind, wenn sie die Juden totschlagen. — Unter der jüdischen Jugend in Palästina macht sich jetzt das Streben bemerkbar, nach Absolvierung der dortigen jüdischen Elementar- und Mittelschulen die staatlichen Hochschulen zu besuchen und sich so für die Beamtenkarriere vorzubereiten. Mehrere junge Juden aus Jerusalem und den Kolonien sind in Konstantinopel bereits eingetroffen und haben in verschiedenen Regierungshochschulen Aufnahme gefunden. — Mit dem neuen Jahre haben zwei Zeitschriften. der „Freind" ...in Warschau und der „Woschod" in St. Petersburg ihr Wiedererscheinen angezeigt. Eine neue jiddische Zeitung, das „Tageblatt*, erscheint in Kiew. — Das russische Amtsblatt gibt bekannt: In einem konkreten Falle erklärte der Senat daß ausländische Juden, die nach Rußland kommen und die Erlaubnis erhalten, im Lande Geschäfte zu machen, verpflichtet werden, die Gebühren für die „erste kaufmännische Gilde" zu entrichten. Diese Verfügung bedeutet gegenüber der bisherigen Gepflogenheit eine bedeutende Erschwerung. — Wie uns aus New York mitgeteilt wird, haben die führenden jüdischen Wohlfahrtsvereinigungen beschlossen, auf die 250 000 Dollar zu verzichten, die ihnen vor einem Jahre durch Herrn Louis Heinsheimer, Mitinhaber der Bankfirma Kuhn, Loeb und Co. vermacht wurden. Die sich an dieses Legat knüpfende Bedingung war, daß sechs der bekanntesten jüdischen Wohltätigkeitsvereine eine Organisation schaffen sollten zum Zwecke der Sammlung und Verteilung von milden Beiträgen, und daß auch kleineren Wohlfahrtsvereinigungen das Privileg zuerteilt werden sollte, dem Bunde anzugehören. Redakteur: Albert Katz in Berlin - Pankow. Jlorastr. 53. Winter im Harz! Hotel Waldmfihle Bad Harzburg Neu eröffnet! Yornehmes Haus im Walde, am Eingang des Radautales gelegen. Zentralheizung. Elektrische Beleuchtung. Dicht bei der 2000 m langen Rodelbahn. Zimmer mit und ohne Pension in jeder Preislage. 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