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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1909-10-29 · Heft 44 (29.10.1909) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
73 (1909)
Issue
Heft 44 (29.10.1909)
Date
1909-10-29
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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selbst hat Rabbiner Dr.Krauskopf in einerNeujahrspredigt in'eindringlichen Worten die Notwendigkeit der jüdischen Erziehung unserer Jugend dargelegt. SeineWorte wurden mitBegeisterung ausgenommen, und es zeichneten die hervorragendsten Gemeindemitglieder sofort einen größeren Betrag, der als Fonds für die Gründung einer Schule angelegt worden ist. Die Gründung jüdischer Schulen ist aber nicht, nur vom religiösen.Standpunkte hier wünschenswert, sondern auch aus sozialen Gründen ein. Erfordernis; denn leider mehren sich die Nachrichten von der Zurückweisung jüdischer Schüler von christlichen Lehranstalten. In Washington z. B. segeln einige, Institute zur Ausbildung junger Mädchen unter der Flagge „Mädchen jüdischer Konfession.nicht erwünscht" oder „Jüdinnen werden nur unter be»- sonderen Bedingungen ausgenommen". Aehnlich liegen die Verhältnisse in New Jork und anderen Großstädten. Von Osh und Fern. Dr. Walter Veit-Berlin ist die Röte Kreuzmedaille dritter,- Klasse verliehen worden.' Dr. Veit hatte sich im Aufträge des Roten Kreuzes nach den Erdbebenkatastrophen nach Messina begeben. — Assessor Dr. Moritz Licht, gebürtig aus Posen, der seit einigen Jahren im Magistrat beschäftigt ist, ist. mit der Leitung des neuen Nachrichtenamts betraut worden. — Der Kassierer im Hause N. Israel, Herr Jakob Wedel, seit 51 Jahren bei der Firma tätig, feierte am vergangenen Sonnabend seinen 70. Geburtstag. — Professor Lassar-Cohn in .Königsberg i. Vr. ist der Rote Adlerorden 3. Klasse mit der Schleife verliehen worden. — In Nicolai (Schlesien) verschied im 100.Lebensjahre Frau Joyanna Herzberg geb. Loewy. -- Bankier Alfred Cohn in Hamburg, der frühere Mitinhaber des Bankhauses Robert Warschauer u. Co., ist zum preußischen Konr-° merzienrat ernannt worden. — Der Hamburger Senat hat sich in der Angelegenheit der Aufstellung eines Heinedenkmals nun doch eines Besseren besonnen; er hat zwar nicht dem aus Korfu stammenden Denkmal des Dichters einen Platz bewilligt, aber dem vereinigten Berliner und Hamburger Komitee Platz für ein würdiges Heinedenkmal zur Verfügung gestellt, — Es darf'als Zeichen der preußischen!Reaktion bemerkt werden, daß Hein.rich .Heines Werke aus dem öffentlichen Lefesaal der Stadtbibliothek in Crefeld entfernt , wurden. So berichtet'die „Cref. Zeitung." — - Der Stadtverordnete Leo p ol d Ettling er in Karlsruhe (B.) wurde zum 2. Präsidenten des Kölle- , giums gewählt...—Heinrich. Sontheim, der berühmte Stuttgarter : Kammersänger, beging diese Woche in bewundernswerter,,. geistiger e, eFrische das 70jährige Jubiläum seines ersten Auftretens auf dem > : Theater. Er. ist jetzt fast 90 Jahre alt. Er wurde 1820 in Jedene hausen bei Göppingen geboren. In Zürich machte, er untere Charlotte , Birch-Pseiffer seine ersten Studien und seit 1850 war er in Stuttgart tätig. — Mittels Dekrets des kaiserlichen, und königlichen Reichskriegsministertums wurde der kaiserliche und - königliche Feldprediger Professor Dr. Alexander Kisch in Prag, für seine langjährige seelsorgische, uneigennützige Wirksamkeit .in seiner Eigenschaft als jüdischer Seelsorger besonders belobt. — Aus Lodz wird berichtet: Die Witwe des verstorbenen Fabrikanten Ignaz Posnanski hat am Sterbetage ihres Gatten eine Spende von 60 000 Rubel gemacht und über deren Verwendung folgendes verfügt: 15 000 Rubel für die Errichtung eines Pavillons für In sektionskranke am Posnanski-Spital, 25 000 Rubel für Errichtung einer Schule und den Rest für verschiedene jüdische Wohltätigkeitsinstitute. — In dem Prozeß wegen Ermordung des früheren Dumaabgeordneten , Herzenstein wurden die Angeklagten Laritschkin wegen Mittäterschaft Juskevitsch wegen Anstiftung zum Morde zu je 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. — Bei den Ausgrabungen, die der Hauptmann Montague» B. Parker und einige andere Herren einer englischen Gesellschaft in Palästina in der Nähe von Ain-Umm ed Teredsch unternahmen, wurden in dem Stadtteil,' in dem sich ehemals die Davidsburg befand,, ein unbekannter Tunnel,entdeckt. Man nimmt an, daß man hier das Grab Davids und der Könige von Juda gesunden habe. Nach der Annahme der Bibelgelehrten, die von den Entdeckern eingeweiht sind, müssen diese Gräber heilige Geräte aus dem Salomonischen Tempel bergen. Man ist nun dabei, zwei tiefe Schächte in den Tunnel zu treiben, um die kostbaren Gesäße zu heben. Auf das Resultat darf man mit Recht gespannt sein. , Redakteur: Albert Katz in Berlin-Pankow, Florastr. 58. Aus der ' Jacob Simon- Stiftung sollen die Zinsen des Stiftungskapitals an zwei unbescholtene Bräute, welche mit dein am 16. Dezember 1876 verstorbenen Testator Herrn Jacob Simon —— verwandt—— sind, verteilt werden, Meldungen mit dem Nachweis der Verwandtschaft sind bis zum 15i November 1909 an den Vorstand dev Gesellschaft Hachnassath Kallali, zu Händen des Vorsitzenden Herrn Emil Pincus, Berlin, Rosenstraße 2/4, zu richten.' Obstsäfte Marmeladen nsw.» naturrein, frei von dey gesundheitsschädlichen Zusätzen: Salizvl, Weinstein, Sprit, Farbe usw. Feinstes Aroma, köstlicher Geschmack, vollwertiger Ersatz für Frischobst. (Hau-Kolonie „Eden“ Oramenbnrg bei Berlin. Preisliste mit ärztl. ü. a. Gutachten frei. Oaräinen -Wäsche «. -Appretur sauber und billig ersrutMösiiebeLobienbxärsie! Ifrttfor’c sterilisiertes Kindermehl ist das ttillsttt o löslichste und somit das Zuträglichste", für gesunde und kranke Säuglinge. Tausende werden damit groß gezogen. Brechdurchfall, Diarrhöe,. Darmkatarrh ärt - werden verhütet und beseitigt. 'U Kilo-Dose 65 Pf., :/2 Kilo-Dose 1.25 M. Zu haben in Apotheken. 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