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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1909-08-27 · Heft 35 (27.8.1909) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
73 (1909)
Issue
Heft 35 (27.8.1909)
Date
1909-08-27
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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.Wendungen'-für»bi^ckeiden6e''ME!nschheit'getnächt,"vielleicht-^ie grG'tÄrI die jestlals^ diesseits des Ozeans geschehen sind. So stellte Sir ErnesE Cassel, der bekanntlich deutschen-Ursprungs ist und in Köln am RheiA zur Welt kamdem König Eduard VH., dessen Freund er sich nennest darf, elftes Tages nicht weniger als vier Millionen Mark mit eine^ Male zur Verfügung-' die der König dann zur Errichtung 'einer HeU anstaltsür tüberkülose Kränke'bestimmte^ Sir Ernest Cassel gilt' M einer der reichsten'Bankiers des vereinigten Königreiches. ' E Mn Mh und sfern. ß — Herr Justizrat Ti mendorfer, Präsident der .Gro.ßlogH für Deutschland VIII U. O. B. B. und Mitglied des Vorstandes der jüdischen Gemeinde, des Hilssvereins der Deutschen Juden und anderer,'Organisationen, feiert am 31. August d. I. seine Silberhochzeit. Wie .'wir von unterrichteter Seite erfahren,- wird Herr Justizrat Timendorser, um Ovationen und Aufmerksamkeiten .aus dem Wege zu gehen, diesen Tag. außerhalb Berlins, im engsten Familienkreise begehen. — Dr. Albert W. Kastan ist im 64. Lebensjahre an einexn; Herzschlage plötzlich gestorben. Dr. Kastan war von Beruf Lehrer und seit langen Jahren vereidigter Dolmetscher für die spanische Sprache im Bezirk des Kammergerichts. Seine Beerdigung fand am . Sonntag in Weißensee statt. — In Charlottenburg wurde am : verflossenen Sonntagnachmittag die wegen großer Umbauten längere Zeit hindurch geschlossen gewesene Synagoge im der Bismarckstraße wieder eingeweiht. Mit diesem feierlichen Akt wurde zugleich die Installierung des in diese Gemeinde berufenen Rabbiners, Herrn Dr. Wilhelm Lewy verbunden. — Das Rittergut Klein-Tschirne des Grasen Pückler, des „Dreschgrafen", der, wie erinnerlich sein wird, ' entmündigt worden ist, wurde, wie, aus Breslau gemeldet . wird, von seinem Vormund, dem Justizrat Müller in Glogau, für 860000 Mark an den. Grasen .Pückler auf Rogau, den Bruder des . entmündigten Grafen, verkauft.. — In G lei Witz haben Grabschänder auf dem jüdischen Friedhofe in Kieferstädtel 18 Grabsteine umgestürzt und zertrümmert, sowie die Grabhügel verwüstet. Es^ist bisher noch nicht gelungen, der Täter habhaft zu werden. ^er kürzlich verstorbene Rentier David Herrmann, ein langjähriger Konitzer Bürger, hat der Synagogengemeinde in Könitz, deren Repräsentantenversammlung er über 20 Jahre an gehörte, verschiedene Legate in Höhe von 6500 Mark zu wohltätigen Zwecken vermacht. Außerdem erhalten der jüdische Kranken- und Bestattungsverein und der jüdische Frauenverein zu Könitz Legate von. je 500 Mark. Ferner vermachte er der Synagogengemeinde Bartschin (Kreis Schubin) und der Synagogengemeinde Danzig Legate von 1000 bezw. 2000 Mark,. sowie dem Israelitischen Waisenhaus -zu Graüdenz 3000 Mark.' — Herr Kaufmann Hermann Weißbart in B orek feierte seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurden dem Jubilar viele.. Auszeichnungen zuteil. — Am vergangenen ntatidclttiiJcb^Pflanzen^lIlarganne unter dem Schutze des Deutschen Reichs» . Patents Kr. 100 922 her gestellt, U’t der üoUfeommenfte 1^73 vutter-erfatz derls Segenward .. =.. . . uj Die fierftelluug erfolgt unter ständigerNNwesenhelt h und leltnng eines von Sr., etzrw. Herrn Rabb.st vr. «. Molk, Win, angestellten und infpiÄerten, streng religiösen Äusstchtsdeamten. Alleinige fadrikantin: Sana - 6esellschatt m. v. h.» Lteve erste und älteste rstanrenMärgarine-fadrik. - ' -; - ■; A ^Sonftästend stärb in Piftne-mach kurzer Krankheit - der- Rentier M-ax Szamatolski. Der Verstorbene hat lange Jahre in den verschiedensten Ehrenämtern zum' Segen der Stadt gewirkt und sich J um deren Entwicklung verdient gemacht. In Anerkennung dessen .' wurde er durch das Vertrauen seiner Mitbürger' im' Jahre 1902 - Beigeordneter, welchen Posten er bis zu seinem Tode bekleidete. ' Herr Louis Feist in Frankfurt a. M., der. sich an den .mannigfachen Wohlfahrtseinrichtungen der dortigen jüdischen Gemeinde sehr verdienstvoll betätigte, ist zum Kommerzienrat ernannt worden. — Die konfessionelle Scheidung scheint in Württemberg sehr stark zu sein. Denn wie wir in einem dortigen Blatte lesen, gibt es in Göppingen einen israelitischen Bahnhof. Es heißt da: „Der israelitische Bahnhof, der bisher der Stadt gehörte, wurde zu einem äußerst billigen Preis an die israelitische Gemeinde verkauft. Die israelitische Gemeinde nmß sich der Stadt gegenüber verpflichten, unbemittelte Verstorbene kostenlos zu beerdigen." Jedenfalls hat hier der Druckfehlerteufel sehr böse mitgespielt und sollte es wohl statt „Bahnhof" Friedhof heißen. — In Jglau feierte am 18. August der Kantor, Herr Karl Brunner, Besitzer der Ehrenmedaille für 40 jährige treue Dienste und Ehrenmitglied des österreichisch-ungarischen Kantorenvereins, mit seiner Gattin Minna geborene Blum, im engsten Familienkreise die goldene Hochzeit. Das Jubelpaar erfreut sich in allen Kreisen der größten Achtung und Beliebtheit.— Die Liste der jüdischen Forschungsreisenden vergrößert sich von Tag zu Tag. Nachdem Leute wie Foa, Glaser, Stein und viele andere durch ihre Reisen in fremden Ländern die Wissenschaft bereichert haben, kommt jetzt aus Budapest die Nachricht, daß Herr Dr. Prinz von der dortigen Universität eine Expedition ins Innere Asiens unternehmen wird, die zur Aufgabe hat/die Gebirgsgegend von Tien-Schau nach ihrer geographischen Lage und geologischen Beschaffenheit zu erforschen. - Der Rechtsanwalt Bernard Larroque in Paris ist zum Kabinettsünterchef des Justizministers ernannt worden. — Herr Levy Finger, der unter den Fabrikanten chemischer Erzeugnisse in Frankreich eine hervorragende Stellung einnimmt, ist auf Vorschlag des Handelsministers zum Riiter der Ehrenlegion ernannt worden. — In Kiew ist ein Verein von jüdischen Soldaten und Reservisten, die am russisch-japanischen Kriege teilnahmen, begründet worden. Dem Verein sind 148 Mitglieder beigetreten. Als Ehrenvorsitzender ist der Verwalter des Kiewer Militärrayons, General Iwanow, gewählt worden. — Wie der „N.J.K." aus Petersburg geschrieben wird, hat die Regierung den echt-russischen Verbändlern in Moskau mitgeteilt, daß sie deren Gewalttaten in Zukunft strafrechtlich verfolgen wird. So etwas bedarf also einer besonderen Mitteilung! Und ob sich die patriotischen Helden dadurch einschüchtern lassen werden? — Aus Jerusalem kommt die schmerzliche Nachricht, daß der Oberrabbiner der deutschen Gemeinden. Rabbi Samuel Salant. im Älter von 94 Jahren, gestorben ist.' Das Hinscheiden dieses wegen seiner immensen Gelehrsamkeit allgemein verehrten Mannes wird in der heiligen Stadt aufs tiefste betrauert. Ehre seinem Andenken! ngelhar 75 iP/ACHYlO^. ÜVfltO-PUDtÜ DIALSN gese \z\ .gesch. Bezeichn u ng Bestandteile: Diachylon- - pflaster, Borsäure, Puder. Unübertroffen als Eiustreumittel für kleine Kinder, gegen Wnndlaufen, starken Sebveiss, Entzündung nnd Hütung der Kaut etc. Herr Geh. Sanifcätsrat Dr.’ Vömel,, Chefarzt an. der hiesigen Entbindungs -Anstalt, schreibt:. „Engelhard’s Diachylon-Wund-Puder ist mir heim Wundsein kleiner Kinder ganz unentbehrlich geworden. In meiner ganzen Klientel sowie in der Städtischen Entbindungs-Anstalt ist derselbe eingefQhrt. — Bei starkem Transpirieren der Fttsse und-Wundlaufen bewährt sich der Puder gleichfalls vortrefiUoh.“ Zahlreiche Anerkennungen aus Aerzte^ und Privatkreisen. Fabrik pharmaz. Präparate Karl Engelhard, Frankfort a. IL

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