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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1909-02-12 · Heft 7 (12.2.1909) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
73 (1909)
Issue
Heft 7 (12.2.1909)
Date
1909-02-12
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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, £ B onn. — Dr. Alb-ert Ettlinger in Fr an k fu r ta. M. hatdie'Rote Kreuzmedaille 3. Klasse erhalten. — In Frankfurt a. M. ist Herr Raphael Ettlin geh ein wegen seines Gemein sinns und seiner Wohltätigkeit allgemein geachteter Mann, im 56. Lebensjahre gestorben. JwNürnberg ist der frühere Bezirksrabbiner aus: Weikersheim, Dr, Israel Heilbronn, im 81. Lebensjahre gestorben. Mit dem' 1. April 1910 sollen die. in Elsaß- Lothringen bestehenden 4-0 Rabbinate (abgesehen von den Oberrabbinaten) auf 28 vermindert werden. Neun dieser Rabbinate. alle -im Oberelsaß, sind schon seit' langen Jahren nicht mehr besetzt. — Am 31. v. M. ist in Mülhausen im Elsaß der Fabrikant Lazar Lantz im 86. Lebensjahre gestorben. Er war lange Jahre Präsident des israelitischen Konsistoriums .vom Oberelsaß und 40 Jahre Mitglied, des städtischen Gemeinderats, in dem er sich um die Finanzen der Stadt große Ber< dienste erworben hat. — Fräulein Dr. Anna Tumarkin, bisher Privatdozent der Philosophie an der Universität Bern, ist einstimmig zum außerordentlichen Professor daselbst ernannt worden.. Fräulein' Tumarkin ist aus Kischineff in Rußland. Sie ist das erste weibliche Mitglied eines deutschen Professorenkollegiums- — Catulle Mendes« der bekannte französische Dichter. hat bei einem Eisenbahnunfall den Tod gesunden. Er wurde am 22. Mai 1841 von jüdischen Eltern H in Bordeaux geboren. — Der finnl ändis che Senat publiziert ä eine offizielle Mitteilung über seine Stellungnahme gegenüber den Juden. „Man verdächtigt uns des.Antisemitismus," schreibt der Senat, .aber das ist eine unwahre Anschuldigung. Wir wachen nur \ über die alten Gesetze, die in Finnland über die Juden erlassen , wurden, und wir haben diese Gesetze nie verletzt. In der letzten Zeit wurden lediglich 43 Juden und 70 jüdische Familien ausgewiesen, . die in Finnland kein Wohnrecht hatten." — In Jerusalem be-'' stehen fünfundzwanzig Gemeinden, in denen vierzehn Sprachen gesprachen werden: Eingeborene. Russen, Polen, Ungarn, Nordafrikaner, Jemeniter, Syrer, Grusinier, Babylonier, Bucharer und Perser. — In Safed haben am 6. d. M. Unruhen stattgefunden, die sich gegen., die Oesterreicher zunächst gewendet haben. Offiziell wurde nach Wiew -telegraphiert:^Dreihundert in Safed -ansässige' üsterreicht sch e Jud en familien befinden 'sich in höchster Angst vor der VolkSwut:" Der Hilfsverein der Deutschen Juden schreibt uns: „Der Kaintakam / (stellvertretender Gouverneur) von Jaffa, hat kürzlich den'Kindergarten des Hilssvereins der Deutschen Juden, der-unter der Direktion der Frau Epstein steht, besucht und sich sehr anerkennend'über Die' Anstalt ausgesprochen. Er gab sogar dem'Wunsche Ausdruck, seine eigenen Kinder dem Kindergarten des Hilfsvereins anzüvertrauen, einem Wunsche, dem die Direktion natürlich gern entsprach. Das Verhalten des neuen Kaimakams gegenüber den Juden unterscheidet sich wesentlich von dem seines Vorgängers, unter dem sich vor etwa Jahresfrist, die aufsehenerregenden Ueberfälle auf die Jaffaer Juden ereigneten. — Der. Hilfsverein der Deutschen Juden hat in Sa l oniki einen Kindergarten begründet.-der am 7. d. M. in Gegenwart der angesehensten Mitglieder der Gemeinde feierlich eingeweiht wurde. .-Derselbe steht unter Der Patronage des Größrabbiners Jakob Meir. Ferner gehören dem Komitee an: Gemeindevorsteher Jakob KasiS als Vorsitzender, Redakteur Florentin als Sekretär, Leon Gotinein, Schulleiter, Rabbiner Boton und Salvador Gachon, Rechtsanwälte M. Chalfon und M. Cohn. Der Hilfsverein der Deutschen Juden hat zwei, bisher an seinen Kindergärten in Jerusalem tätige Kindergärtnerinnen, die des Hebräischen mächtig sind, nach Saloniki entsandte In den Kindergarten, der aus drei Abteilungen bestehen soll, werden zunächst. 150 Kinder ausgenommen. Es ist. in hohem Grade erfreulich, daß die Jdee^ die der Hilssverein im Orient zur Durchführung gebracht hat, Kindergärten als Fundament des Erziehungswesens einzuführen, in, immer weiterem Maße Boden gewinnt. — Das Testament von L. A. Heinsheimer in. N ew Jork, der eine Million Dollars für die jüdischen Wohltätigkeits»- anstalten daselbst hinterließ, enthält nur die Bedingung, daß sich sämtliche jüdischen Wohltätigkeitsinstitutionen dieser Stadt — nicht der ganzen Judenheit — zu einem Bunde zusammenschließen. ... . . Gelchsktlichr Mti?ru. : Auch in Bad Salzbrunn ist seit einigen Jahren die Pflege des- Wintersports ausgenommen worden. Der von der Wilhelmshöhe! nach dem Kurort führende über 1600 Meter lange „Hans Heinrich- Weg" bietet eine ideale Rodelbahn, die durch ihre vielfachen Windungen angenehme Abwechslung in die Fahrt bringt und diA Geschicklichkeit des Fahrers auf die Probe stellt. Von allen SeiteH strömt namentlich des Nachmittags Alt und Jung auch aus deH weiteren Umgebung zusammen, selbst Breslau ist dabei öfter vertreten, und an manchen Sonntag-Nachmittagen hat die Bahn schon über 1000 Besucher gezählt. Neben dem Rodelsport wird auch dem Eislauf auf dem oberen Schweden-Teich, der hierfür mit elektrischer Beleuchtung versehen ist, eifrig gehuldigt. fr Die Schönheit der Frauen ist ihr größter Schmuck; siezH pflegen und zu erhalten, erfordert die höchste Kunst der KosmetiH Zeichners Fettpuder, Leichners Hermelin- und Aspasia-Puder, diese vorzüglichsten Gesichtspuder der Welt, gehören seit 25 Jahren zu den unentbehrlichsten Toilettenmitteln der feinen Damenwelt. Wer einmal die wohltuende, konservierende und verschönernde Wirkung von Leichners Fettpuder erprobt hat, wird denselben nie mehr entbehren können, um so mehr, als nicht zu sehen ist. daß man gepudert ist. Damen, welche gewöhnt sind, Creme anzuwenden, denen sei Leichners Bananen-Creme empfohlen. Man verlange stets „Leichners Fettpuder", der in geschlossenen Dosen in der Fabrik, Berlin SWF; Schützenstraße 31, und in allen Parfümerien'erhältlich ist. f fr Bei Emil Lefövre, dem bekannten Teppich-Spezial haüs in Berlin, Oranienstraße 158, welches nirgends Filialen unterhält, findet gegenwärtig der alljährlich nur einmal wiederkehrende Sonderverkauf aller, anläßlich der Inventur-Ausnahme des Riesenlagers im Preise herabgesetzten Warenbestände statt. Es bietet sich daher dort eine selten günstige Gelegenheit zur Erwerbung erstaunlich. billiger Teppiche- Portieren, Diwandecken, Plüschdecken, Gardinen usw. eine vielfach erwünschte Gelegenheit, die auch namentlich von tzxn praktischen Hausfrauen Berlins in so eifriger Weise wahrgenommen wird, daß das genannte Haus sich veranlaßt gesehen hat, für seinen überaus zahlreichen Kundenkreis außerhalb Berlins eine Jnventnr- Exträ-Liste herzustellen, die über die Einzelheiten der bezeichneten Gelegenheitskäufe informiert und auf Wunsch kostenlos versandt wird. £ Verlängere Dem Leben mit Bio*)VIalz, Ein krastspendender Zaubertrank für schwächliche Kinder und Erwachsene, Nervöse, Blutarme, alternde Personen und Lungenschwache. Aerztlich warm empfohlen. Dose I M. Und 1.90 M. in Apotheken und Drogenhandlungen. Prospekt gratis von Gebr-Patermannj Berlin-Friedenau 75. Schamsche _ Roman aus dem jüd. Genn indeleben. Interessant, spannend 262 S., brosch. M. 3—geb. 4.—. 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