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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1908-10-02 · Heft 40 (2.10.1908) · page 19

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
72 (1908)
Issue
Heft 40 (2.10.1908)
Date
1908-10-02
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Am 2Ö. September verschied Herr , .. Sanitätsrat Dr. Salomon Neumann der die ihm zum 80. Geburtstage 1899 dargebrachte Ehrengabe zur Begründung unserer. Stiftung verwendet hat. Seitdem sie 1906 ins Leben trat, erfreuten wir uns seines Ehren Vorsitzes. „Die Förderung den Wissenschaft des Judentums auf der Grundlage freier Forschung und freier .Lehre, unabhängig von jeglicher politischen, sozialen oder religiösen Tendenz“ bezeichnete er in seinem Statut als Zweck der Stiftung. Wir betrachten seine hohe Absicht als ein heiliges Vermächtnis und werden bestrebt sein, den edlen Sinn des Stifters zu verwirklichen. SalOmon Neumann-Stiftung für die Wissenschaft des Judentums. F. Lieb er mann, Vorsitzender. ' Das Hinscheiden unseres Vorsitzenden, des Herrn Sanitätsrat Dr. S. Neumann erfüllt uns mit aufrichtigem Schmerze. Der Verewigte war der letzte Ueberlebende jener geistigen Führer der Berliner Juden, die 1864 den damals seltenen Gedanken ergriffen, dass neben der bei unseren Glaubensgenossen niemals fehlenden Wohltätigkeit die Fürsorge, für die Wissenschaft vom Judentums nottue. Seit 1866 führte Salomon Neumann den V oi sitz der Z u n z - Stiftung, die seit Z u n z' Ableben 1886 mit bescheidenen Mitteln Arbeiten jener Wissenschaft zum Drucke befördert. Allezeit betätigte er weite Fachkenntnis, eindringende Kritik, reiche Ideenfülle und praktischen Sinn; ohne jede Rücksicht auf Personen richtete er mit strenger Unparteilichkeit über die Sache allein. Der lebhafte, geistvolle Mann bleibt uns Mitarbeitern ein leuchtendes Vorbild. Kuratorium und Beirat der Zunz-Stiitung. F. Lieb ermann stellv. Vorsitzender. Prof. Dr. S. May b a ü m Vorsitzender des Beirats. Unser Ehrenmitglied Sanitätsrat Dr. Salomon Neumann hat ein Leben von 88 Jahren vollendet, das nicht zu lang gewesen ist für die dauernden Früchte, die es auf verschiedenen Feldern der Wissenschaft und der Menschenliebe gezeitigt hat. Er hatte vor zwei Menschenaltern unseren Verein stiften helfen und nahm noch vor wenigen Wochen an dessen Gedeihen regen Anteil. Schon hochbetagt, wusste er oftmals in zündenden Worten auf den Generalversammlungen die Begeisterung für das gute Werk anzufachen und aus seinem reichen Schatz sozialer Gedanken dem Vorstande fruchtbare Anregungen mitzuteilen. Dank seiner bedeutenden Gabe für statistische und historische Forschung konnte er uns 1891 mit jenem „Bericht über die fünzigjährige Wirksamkeit des, Vereins“ beschenken, der, wie kein anderes Schriftstück, dessen Ideale in tiefstör Seele liebevoll erfasste und in meisterhafter Klarheit dessen äusseres Wirken darlegte. Bunte Blumen für seine Bahre lehnte dieser schmucklose Mann ab. Aber das Denkmal, das er selbst sich dauernder denn Erz geschaffen, umschlingt der Lorbeer verehrender Bewunderung und herzinniger Dankbarkeit. Hilfsverein für jüdische Studierende. A. Seligs o h n Vorsitzender. F. Lieb ermann Schriftführer. in allen Preislagen. garantiert reinen UIIU IIUIIUtlBlt Ausführlich liste zu Diensten. Versand franko jeder Bahnstation. Julius Schneider, WAL Dffetiete meine ßj(|0* M KOflDelllS Ausführliche Preis- ..... „ Dienste Bad «renrnstz. Stimmen rtver Beruria, Gebet» und Andachtsbüch für jüdische Frauen und Mädchen. Von Dr. M. Grün Wald." Verlag von Josef Schlesinger in Wien L.Seitenstettengasse 5. - ' ' -'' '\ Universitätsprofess or Dr. Mattin Philipp son in Berlin schreibt über, dieses Gebetbuch an den Verfasser: ■ ■; „Tiefempfundene Poesie, glühende Begeisterung für unsere Lehre und unsere, unvergleichliche Gebet-Ueberlieferung. von echt religiösem Geiste getragene Philosophie vereinigten stch hier zu einer Um- und Neuschöpfung, die geradezu bewundernswert ist. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, Ihnen dies zugleich mit meinem aufrichtigen Dank auszusprechen. Auch die so notwendige stille und doch einschneidende Polemik gegen die übermütig herrschende Tochter-Religion fehlt nicht. Möchte doch das vortreffliche Erbauungsbuch seine segensreiche Wirkung auf viele Dausende ..'-unserer Schwestern ausüben, die Gläubigen unter ihnen stätken und erheben, die Schwankenden befestigen, die Abgewandten wiedergetvinnen! Gerade der weibliche Teil unserer Gemeinschaft hat solche Gahe bitter nötig!" ’■ Frau Rabbiner Dr. Bertha Kahserling-Philippson schreibt: „Mir ward durch Ihre „Beruria" ein Sabbat wyhrhäfter religiöser Erhebung und echt poetischen Genusses. Möchte das Buch unter den Frauen Israels große Verbreitung finden und somit Trost und Erbauung spenden und Liebe zum Judentum befestigen!" - Die literarisch-bibliographische Revue „Jerusalem" II. Jahrgang, Heft l, urteilt: nJlBH Hin "INON '2 .711N1N2 IM DTTbft •Ditto mtos ronfcb *b nbr Gothaer Lebensversicherungsbank a. G. Versicherungsbestand Anfang Juli 1908 . V . . 966 000 000 Mark Bisher ausgezahlte Versicherungssummen . ... 519 000 000 Mark Die stets hohen Uebersohüsse kommen unverkürzt den Versicherungsnehmern zugute, bisher wurden ihnen 250 Millionen Sf. zurückgewährt. Sehr günstige Versicherungsbedingungen. Unverfallbarkeit sofort, Unanfechtbarkeit u. Weltpolioe nach 2 Jahren. Prospekte u. Auskunft kostenfrei durch die Anstalt in Gotha od. deren Vertreter. BekanntITlachung,. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, dass die Fleischwarenhandlungen von A, Breslauer, Potsdamer Str. 30, Markgrafenstrasse 33-34, Augsburger Strasse 42, . Alexander Becker, Immanuelkirchstrasse 7, Sally Horn, Gontardstrasse 3, NI. Krohn (Inh. Julius Gold- ' Schmidt), Münzstrasse 17, H. Lychenheim, Dragonerstr 43, J. Rosenthal, Ifflandstrasse 3-4, Rosenthal & Schey, Gormaniistrasse 1, A. Lewy, Raabestrasse 10, Jakob Rohrstock, Zentralmarkthalle, Stand 59; Geflügelhandlungen Isaac Bader, Zentralmarkthalle, Stand 205, Konräd Berg, Zentralmarkthalle, Stand 190, Hermann Bettauer, Linienstr. 7, Martha Gillis, Zentralmarkthalle, Stand 155, J. A. Herschlowitz, Zentralmarkthalle, Stand 203, unter Aufsicht des Rabbinats hiesiger jüdischer Gemeinde und unserer Verwaltung stehen. Nur die hier genannten Fleischwaren- und Geflügelhandlungen sind der Aufsicht des Rabbinats und der Verwaltung der hiesigen jüdischen Gemeinde unterstellt. Die Fleischwarenhandlung Samuel Breslauer (Inhaber J. Moritz), Klosterstrasse 91, Flensburger Strasse 22 und Kantstrasse 18, steht nicht mehr unter Aufsicht des Rabbinats bezw. unserer Verwaltung. . Das Restaurant Samuel Breslauer (Inhaber Jacob Manes) , Königstrasse 34/36 (nicht zu verwechseln mit der Fleischwarenhandlung Samuel Breslauer, Klosterstrasse 91 nebst Filialen), ist nach wie vor der bezeichneten Aufsicht unterstellt. Alle sonstigen Händler, welche in Läden oder Markthallen durch öffentliche Blätter und Anzeigen Fleisch als koscher anbieten, stehen weder unter Aufsicht unseres Rabbinats noch unter unserer Verwaltung. Zugleich geben wir bekannt, dass unser Geflügelschlachthof, Neue Friedrichstr. 45, Sonntag von 8—10, Montag bis Donnerstag von 8—12 und 5—8, Freitag von 8—12 und in den Monaten Februar bis Oktober von 2—4, in den übrigen Monaten von 2-^3 geöffnet ist. . Berlin, 21. September 1908. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde.

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