Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 68 (1904)
- Issue
- Heft 46 (11.11.1904)
- Date
- 1904-11-11
- Page
- Seite 4 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Hohenlohe, empfangen worden.. Dieser drückte seinen innigen Dank r aus für die Aufmerksamkeit -und fügte hinzu, er als der erste- Beamte im Küstenlande werde streng darauf achten, daß die Inden die Gleich-' berechtigung uicht nur am Papiere, sondern auch in der Wirklichkeit^ im 'praktischen Lebengenießen sollen. Seine Tätigkeit in Teplitz wie in Czernowitz können dafür Bürgschaft leisten, daß seine Worte mit den Taten übereinstimmen. Von Matz und Fern. Verschiedene jüdische Blätter bringen Mitteilungen über bie- Beförderung des Herrn Professor Dr. Nathan Z u n tz/der nicht Jude ist. — Der Assyriologe Dr. F. Peiser, Privatdozent an der Universität Königsberg i. Pr., ist zum Professor ernannt worden/ — Dem Seminarrabbiner Dr. I s r a el Lew y zu Breslau ist das Prädikat „Professor" beigelegt-worden. — Die Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen hat,den Geh. Rat Professor Ehrlich-Frankfurt a. M. zum korrespondierenden Mitglieds ernannt. Am 27.' v. M. fand in dem israelitischen Seminar zu Kassel nach voraufgegangener schriftlicher Prüfung die mündliche zweite Lehrerprüfung statt. Den Vorsitz führte Provinzialschulrat Dr. Otto. Als Vertreter der königlichen Negierung nahm der Geheime Regierungs- und Schulrat Sternkopf an der Prüfung teil. Einer der Examinanden hatte israelitische Religion als Spezialfach gewählt und die Mischnaperiode zum Gegenstand eingehenden Studiums gemacht. Die Lehrer Kadden-Höringhausen, Levi-Frankenau, Schuster-Pedberg, Sonn-Rhina und Stern- Marburg bestanden die Prüfung. — Der kürzlich verstorbene außerordentliche Professor Dr. Strauch hat der Universität H e i d e l b e r g 18 000 Mark vermacht. Die Zinsen des Kapitals sind zu Studienzwecken von Privatdozenten und außerordentlichen Professoren der^ juristischen Fakultät bestimmt. „Doch Angehörige israelitischen Glaubens oder Abkömmlinge jüdischer Vorfahren, auch wenn sie getauft sind, sollen vom Genüsse ausgeschlossen sein/!! — Das ungarische Amtsblatt veröffentlichte die Verleihung des erblichen . ungarischen Adelstandes mit dem Prädikate v. Vagujhely an die Chessder ungarischen Speditionsfirma S. L W. Hoffmann, die Herren Samuel und W ilhelm Hoffmann, in Anerkennung ihrer Verdienste auf' volkswirtschaftlichem Gebiete.. — Am 30. v. M. starb in Budapest im Alter von 48 Jahren der ungarische Dramatiker Karl Gerö. ' Viele seiner Lustspiele und ein Drama errangen am dortigen . Volkstheater reichen Erfolg. Er bekleidete beim Volkstheater, dann beim Nationaltheater mehrere Jahre die Stelle des literarischen Sekretärs.— Wie das zionistische Aktionskomitee bekannt gibt, findet §der nächste, siebente Zionistenkongreß vom ■: 16. bis 19. Mai 1905 in S a s e l, statt. In hebräischen Zeitungen wird als wahrscheinlicher Leiter .des Kongresses und Führer des diplomatischen Teiles der Bewegung Dn Max Nordau in Paris bezeichnet! — In der jetzt aufgelösten italienischen Kammer saßen zehn jüdische Abgeordnete und zwar: Barzilai (5. römischer Bezirk), Franchetti (Cittn di Castelto), Ludwig Luzzati (Abano), Arthur Luzzatto (Mantevarchi), Richard Luzzato (S. Daniele), Melli (Cornacchio), Morpurgo (Friaulische Städte), Romanin-Jacur (Piave), Sorani (Scansano) und Wollemborg (Cittadella). —In Modena wird gegenwärtig das alte Ghetto niedergerissen,.da der ganze betreffende Stadtteil assaniert wird. Aus diesem Anlaß wurde eine neue Synagoge gebaut, die mit der Fron t ■ in die Hauptstraße Via Principale zeigt und, wie die dortigen Blätter berichten, eine neue Zierde der Stadt bedeutet. —Die-Zahl der Juden in Ko nstantinopel beläuft sich nach der neuesten Zählung aus 60 000, dieselben haben 32 Synagogen, 1 Rabbinerseminar, 3 von der Alliance Israelite erhaltene Schulen und 38 Kommunalschulen. Es befinden sich in Salonichi 50 000 Juden mit 36 Synagogen und 9 Schulen, Smyrna 25 000 mit 9 Synagogen, 2 Schulen der Alliance, 2 Kommunal- und 4 Privatschulen, in Adrianopel 15 000 mit 5 Synagogen, 2 Schulen der Alliance, 1 Kommunal- und 1 Privatschule. In den Dardanellen wohnen 3500 Juden mit 3 Synagogen' und 2 Schulen der Alliance. Gallipoli hat 1600 Juden, Rodosto 1500 und Caballa 700 Inden mit je 2 Synagogen und 1 Kommunalschule. Kimerol r garantiert reines Pflanzenfett, bester Ersatz für Butter und Gänseschmalz, vorzüglich zum Kochen, Braten u. Backen, sowohl zu Milch, als auch Fleischspeisen zu verwenden. Kunerol wird unter der strengen, rituellen Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners 8 B. Ehrenfeld'aus .Mattersdorf .und des.Herrn Rabbiners M. GrUnwald aus HuszJ erzeugt und liegt jeder Sendung ein Hechscher derselben-bei.- . < -■ ' Versandt v. Probe-Postkolli, öKilogramm Brutto, ä 6 Mk., franko jeder deutschen Poststation gegen Nachnahme. Emanuel Khuner&Sohn, Pflanzenfeltfabrik,Wien. Alle Bestellungen und Zuschriften wegen Errichtung von Verkaufsstellen etc." sind an das Centralbureau: Wien, XIV, Sechshauserstrasse 68-70 zu adressiren. - Bei grossen Bestellungen Vorzugspreise. Vor minderwertigen Nachahmungen warnen wir dringend, man achte stets auf u ns ere Sch utzmarke. von Gross ' Höhere Töchterschule Schöneberg-Berlin W. FrankenStr. 4 beim Winterfeldtplatz H. von GPOSS Schulanfang 11. Oktober FPEU E.. V. fiPOSS' ScliuhTorsteher. Prosp. — Sprechst. 4—6. Schulvorsteherin. . 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