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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1895-10-18 · Heft 42 (18.10.1895) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
59 (1895)
Issue
Heft 42 (18.10.1895)
Date
1895-10-18
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Mio cell cri. Das N-B-C der KchSpfurrg. Am Anfänge, als Adam sein Abendbrod aß. Bekümmert, nur weil er eine Frau nicht besaß — Chaotische Halbheit aus vorweltlicher Zeit, Da hatte der Schlaf ihn von der Sorge befreit. Erquickender Schlummer führte Eva hinzu Für Werke des Tages und für nächtliche Ruh'. Genußsucht jedoch griff nach verbotener Frucht, Hierfür wurde beiden vom Schöpfer geflucht: „Ihr wähnet, im Paradies gäb's keinerlei Noth? Kinder der Schmerzen, im Schweiß erwerbet Brod!" Liebkosend sein Weibchen, sah Adam bald ein, Müßiggang sei Laster und Arbeit muß seinl Natürlich ward regelrecht das Feld nun bestellt, Ordnung und Fleiß also regierten die Welt. Parteihaß verdammte die Schöpfungspolitik, Oualfrei und wahlfrei, wer mochte denn auch Krieg? Negte sich schnöde der Neid in einer Brust, Sofort wich der Frohsinn und zur Arbeit die Lust. Trachteten Leute nach Beute und nach Blut, Urplötzlich entsandten die Himmel ihre Fluth . . . Völker, beherziget dies alte A-B-C, Wie einfach zu meiden der Erde Leid und Weh; Tantippe hieß ein Weib, das voll Murren und Zank, Zufrieden seid und einig, dann lebet Ihr lang! Louis Schwartz. * --- Die Nr. 41 der „Mittheilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus" (Expedition Magdeburgerftraße 13, Zeitungsliste 4173) hat folgenden Inhalt: Hammerstein und Stöcker. — Die Judenfrage und die Lage des Handwerks in Deutschland II. — Aus der großen Zeit. — Zur Abwehr. — Aus dem antisemitischen Lager. — Vermischtes. — Der deutsche Kaufmannsstand beim Ausgang des Mittelalters. - Briefkasten. Geschäftliche Notizen. * „Germania", Lebens - Vers ich er ungs - Aktien - Gesel 1^ schaft z u Stettin. Ende September 1893 blieben versichert 161,377 Personen mit 516,612,156 M. Kapital und 1,952,311 M. Jahresrente. In den verflossenen neun Monaten vom 1. Januar bis Ende September 1895 lagen der Direktion zur Erledigung vor 9504 Anträge mit 37,367,546 M. Seit dem Bestehen der „Germania" (1857) wurden für fällig gewordene Versicherungsbeträge 154 Millionen Mark ausge;ahlt und seit 1871 den mit Gewinnantheil Versicherten 32,437,746 M. als Dividende überwiesen. Diese erhalten die erste Dividende bei Zahlung der 3. Jahresprämie, die zweite Dividende bei Zahlung der 4. Jahresprämie u. s. f. und beziehen nicht nur den vollen Gewinn aus ihren eigenen Versicherungen, sondern sind statutenmäßig auch Theilhaber an dem Reingewinne aus allen übrigen Geschäftszweigen der Gesellschaft. — Die nach Dividendenplan B Versicherten der „Germania" erhielten bisher eine mit jedem Jahre um 3 pCt. der vollen Jahresprämie steigende Dividende — im Jahre 1895 bis zu 45 pCt. der vollen Jahresprämie, während denselben 1896 bis zu 48 pCt. der vollen Jahresprämie als Dividende zufließen. Die „Germania" hat für diese Abtheilung einen besonderen Dividenden- Reservefonds gebildet, der Ende 1894 bereits die Höhe von 10,019,051 M. erreichte und lediglich dazu dient, den nach Plan B Versicherten auch für die Zukunft eine gleichmäßig steigende Dividende zu gewährleisten. * Dieser Tage hat sich ein Zeitraum von 25 Jahren erfüllt, daß die hochangesehene Chocoladen - und Zuckerwaarenfabrik von Hartwig & Vogel in Dresden auf eine an selten großen Erfolgen reiche Wirksamkeit zurückblickt Durch vorzügliche Leistungen, geschickte und gewissenhaft technische wie kaufmännische Leitung hat sich die Fabrik zur jetzigen Höhe emporgeschwungen. Sie zählt zu den größten Deutschlands und ist so populär geworden, daß in jeder Stadt, in jedem Dorfe ihre Fabrikate allgemein bekannt und geschätzt sind. Bor einigen Jahren ist speziell für Oesterreich-Ungarn eine Zwergfabrik in Bodenbach errichtet worden, welche einen so gedeihlichen Fortgang nimmt, daß sie dem Stammhause in Dresden alle Ehre macht. Eine lange Reihe von Auszeichnungen auf den von ihr beschickten Ausstellungen hat die Firma aufzuweisen. Sie verfügt über 18 silberne, goldene und Staats - Medaillen und Ehrendiplome. In letzter Zeit sind ihr wieder in Deutschland auf den Ausstellungen in Bremen, Braunschweig und Lübeck die goldene, sowie in Dresden ebenfalls die höchste Auszeichnung, die silberne Staats-Medaille verliehen, ferner in Oesterreich-Ungarn auf den Ausstellungen in Teplitz und Reichenberg die goldene Medaille zuerkannt worden. Eine Hartwig & Vogel-Stiftung mit einem Grundstock von 50,000 Mark, welches Kapital alljährlich am Stiftungstage durch Zuschuß erhöht wird, ist zum bleibenden Andenken an den Jubiläumstag und zu Nutz und Frommen des Geschäftspersonals von den hochherzigen Firmeninhabern, Herren Heinrich und Carl Vogel, errichtet worden. Heirathsgesnch'. Junger Manu aus sehr achtbarer Familie. 31 Jahre alt, jüd., langjähriger selbstständiger Leiter eines Fabrikgeschäfi es in Berlin, wünscht in gut sundirtes Geschäft ein zu Heiratherr. Bescheidener Charakter und gute Erziehung der j. Dame Bedingung. Agenten durchaus verbeten. Absolute Discretion zugesichert. Offerten unter J. Z. 848» befördert die Expedition dieses Blattes._ Ein Kaufmann. Jsr.. Ende der Zwanzig. ohne Vermögen, wünscht sich zwecks Etablierung mit einem vermögenden jungen ’SStf? »erheirate,,. Ernstgemeinte Offerten möglichst unter Anschluß der Photographie unter J. D. 8584 an die Expedition dieses Blattes. Discretion Ehrensache._ __ Eine Gouvernante, iJsraelitin), am liebsten aus Elsaß- Lothringen oder aus der sranzös. Schweiz, wird für Carlsbald in Böhmen gesucht. Dieselbe bat 5 Kinder im Alter von 5 — 11 Jahren zu beaufsichtigen und in der französchen Sprache u. Musik (Clavier) zu unterrichten. Stellung dauernd und angenehm. Anträge mit Angabe der Gehaltsansprüche rc. sind unter Chiffre J. H. 8344 an Rudolf Mosse, Berlin SW. zu richten. Suche für meine Tochter, welche die Töchterschule besucht hat. in einem feinen, religiösen, jüdischen Hause Stellung zur Erlernung der Wrrthschaft. Völliger Familienanschluß erwünscht. Vergütigung wird gewährt. Gest. Offerten werden'erbeten unter 4. O. 8666 an Rudolf Mosse, Berlin SW, _ Geb.Fräul..i. Wirthschaftsf. u. Kränkendst, aut erfahr., worüb. langj. Att. u. vorzügl. Res.. s.St.z.Pfl. u.Gesellsch. Adr. erb. b.Hrn. Valentin, Berlin, Schöneberger Ufer 31II. Ein junges israelitische? Mädchen gesetzten Alters, welches in Küche und Handarbeit erfahren sein muß und schon ähnliche Stellen bekleidet bat. findet per 15. October oder später angenehme Stellung als Stütze der Hausfrau. Offerten mit Gebaltsansvrüchen unter E. B. 88 an die Aiiiwncen-Expeditionvon Rudolf Mosse, Magdeburg. Jüngeres isr. Mädchen, welches kochen kann und in häuslichen Arbeiten bewandert ist, wird per sofort gesucht. Offerten unter F. 4913 an Rudolf Mosse, Leipzig: erdeten. Für ein junges Mädchen wird zur Vervollkommnung im Haushalte passende Stellung in gebildeter, mosaischer Familie gesucht. Familienanschluß Bedingung. Offerten unter J. M. 8544 befördert Rudolf Mosse, Berlin SW. _ Ein Wittwer, in einer kleinen Stadt Westpr., mos.. Vater ein. Kind.. Mädck. von 5 Jahr., sucht zur Leitung sein. Haushalts eine Dame in reiferem Alter. Adr. unter 4. X. 334 an die Exped. d. Blattes. Ein im Kochen u. Häuslichkeit erfahr. Fräulein lJüdin) sucht Stellung als Stütze oder zur selbstständ. Leit, der Wirtschaft eventuell bei älterm Herrn oder Dame. Näh. Berlin. Köttiggrätzer Str. No. 75 p. Für die langen Winterabende!! Nur 67 Ffg. Ä November u.bDecember anstalten und Landbriefträgern die täglich itt 8 Seilen großen Formats erscheinende, reichhaltige, liberale Berliner Morgen-Zeitung nebst „täglichemFamilienblatt"mit fesselnden Erzählungen. Die profe AlmiMkMW (S/i^ÄKSS) in allen Theilen Deutschlands, wie ste noch keine andere deutsche Zeitung je erlangt bat, bezeugt deutlich, daß die politische Haltung und das Vielerlei, welches sie für Haus und Familie an Unterhaltung und Belehrung bringt, allgemein gefällt. Probe-Nummern erhält man gratis durch die Expedition der „Berliner Morgen-Zeitung", Berlin SW. Jnscrtionspreis trotz der gr. Auflage nur 50 Ff. dieZeile. Für eine vielseitig gebildete, durch aus tüchtige, gesetzte Dame Marse aus guter Familie)wird passende Stelle gesucht. Am liebsten würde dieselbe die Sülle einer Repräsentantin in einem besseren Hause und die Erziehung mutterloser Kinder zu übernehmen. Offerten unt. O. 6913 an Rudolf Mosse, Cöln. Für meine Tochter suche in bess. jüd. Fam. Stellung z. Erlernung d. Haushaltes. Auch könnte selbige die Schularbeiten der Kinder beaufsichtigen. _Ii. GottsdialR, Nauen« Für mein Leuten- und Baumwolle- Waaren-FabrikationsgeschäfL suche ich eine» Lehrling «Israelit). Bleiclierode am Harz. _Raul Beytli. Danksagung. Tiefbewegten Herzens sage ich allen, die meinem geliebten Sohr Baruch die letzte Ehre erwiesen haben, meinen innigsten Dank. Insbesondere dem Herrn Malermeister. 4. M. Bodenstein, der dem Verstorbenen nicht nitr Meister. sondern ein Vater im wahren Sinne des Wortes während 5 Jahren gewesen, für ihn in körperlicher und geistiger Beziehung gesorgt, ihn wie den eigenen Augapfel gehütet, keine Kosten gescheut, nichts verabsäumt und alles Erdenkliche gethan bat. um die zerrüttete Gesundheit herzustellen. — Gott lohne es ihm. Meinen Dank dem Herrn Maureruleister Frankel und dem Gesammtvorstand des „Vereins zur Förderung des Handwerks und Ackerbau unter den Juden", sowie dem Inspektor des ..Lehrlingsheim" und dem Personal der Firma Bodenstein. Meinen Dank auch dem Herrn Badolk Mosse, auf dessen Empfehlung Herr Bodenstein sich so warm des Verstorbenen, der zu den schönsten Hoffnungen berechtigte und mein Stolz und meine Freude gewesen ist. angenommen hat. 8. Werblowski, Cantor in Scltrimm.

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