Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1895-05-31 · Heft 22 (31.5.1895) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
59 (1895)
Issue
Heft 22 (31.5.1895)
Date
1895-05-31
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3224737-3228094-3228117--51838-3272603
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Mrsoetten --- Der Talmud und die „Fliegenden Blätter". Nr. 2599 der durch ihren meist harmlosen Humor bekannten „Fliegenden Blätter" bringt folgenden auf einem Talmudcitat aufgebauten nicht allzu geistreichen Scherz unter der Überschrift „Individuelle Anschauung: Rabbi: Mein Sohn, Jebamoth (!) sagt: Steige eine Stufe hinab, wenn Du Dir eine Frau wählst!" Rosenbaum: „Kunststück! Wer in der -weiten Etage wohnt, wird sich gern 'ne Frau aus der ersten holen!" Meistens rühren diese anlisemitisch angehauchten Witze in unfern Witzblättern von Litteraten her, deren Wiege in einem jüdischen Hause tand, die aber dann sich einer andern Schaukelpolitik zugewandt haben. Warum übrigens statt „Jebamoth sagt" — nicht Dr Jebamoth, da doch m nichtjüdische Leser annehmen muß, Jebamoth sei etwas Aehnliches wie der berühmte „Rabbi Talmud". ----- Antisemitische Völkerkunde. Der bekannte Leipziger Antisemit Theodor Fritsch hat in seinem Antisemiten - Katechismus 1893 S. 168) Jesus Christus sich als rothblonde Erscheinung gedacht, un daraus zu folgern, er sei arischer Herkunft gewesen. Diese kindische Art, Ethnographie zu treiben, hat der berühmte Anthropologe Robert Hartmann einmal köstlich ironisirt. Als er in der „Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin" im Jahre 1872 (Bd. VII. S. 518) Iber die südamerikanische Kultur sprach, meinte er humoristisch: „So ist z. B. der Civilisator der Muyseas, Bochica, der Sage nach ein Greis mit langem Barte gewesen. Ließe nicht schon aus dieser rußerlichen Eigenschaft sich schließen, daß wir in ihm einen jüdischen Opferpriester vor uns haben könnten?" 6rieft:asten der Redaktion. C. G. in B Es ist uns nichts davon bekannt, daß die betr. Firma in ihren Publikationen antisemitischen Tendenzen folge. Im Uebrigen dürfte sich die gleiche Publikation aus dem Verlage der „Union" in Stuttgart besonders empfehlen. Geschäftliche Notizen. * „Germania", Lebens-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft zu Stettin. Die am 25. Mai abgehaltene 37. ordentliche Generalversammlung genehmigte die von den 5 Revisoren geprüfte Jahresrechnung und ertheilte dem Verwaltungsrath und der Direktion Entlastung. Von dem verbliebenen Reingewinn des Jahres 1894 in Höhe von 3,581,765 M. erhalten die Aktionäre als Dividende 15 pCt. ihres Baareinschusses mit zusammen 270,000 M, dagegen die mit Gewinnantheil Versicherten eine Prämien-Rückvergütung von 3,165,794 M. Von letzterer Summe fließen 167,445 M. in den Kriegsreservefonds, 636,471 M. oder 21 pCt. der 1894 gezahlten Jahresprämie beziehen die nach Dividendenplan A Versicherten, und 2,361,878 M. wurden dem Dividendenfonds 11 überwiesen, aus dessen Gesammtbetrage von 10,019,051 M. die mit steigender Dividende nach Plan B Versicherten 3 pCt. von der Gesammtsumme der seit Beginn ihrer Versicherung gezahlten Dividenden-Jahresprämien — z. B. die aus 1880 Versicherten 48 pCt. der 1894 gezahlten Jahresprämie — im Jahre 1896 als Dividende empfangen. — Neu ausgefertigt wurden 10,727 Policen über 33,930,155 M. Kapital und 212,354 M. Jahresrente. Der am Schlüsse des Jahres verbliebene Gesammtbestand der Kapitalverstcherungen belief sich auf 174,845 Policen über 504,520,363 M. Versicherungssumme und übersteigt den des Vorjahres um 22,303,172 M. An! Prämien vereinnahmte die Gesellschaft im Rechnungsjahr 21,884,440 M.,! an Zinsen 6,095,997 M. Von der Gesammteinnahme an Prämien und i Zinsen in Höher) 27,930,437 M.wurden verwendet37pCt. mit 10,302,981 M.! für Auszahlungen an die Versicherten und 39 pCt. mit 10,923,415 M.! wurden demPrämienreservefondsüberwiesen,dessenGesammtsumme hierdurch j auf 142,449,803 M. stieg. Der Verlauf der Sterblichkeit war noch günstiger! als im Vorjahr. Durch die im Jahre 1894 eingetretenen 2069 Sterbej fälle unter den Versicherten der eigentlichen Lebensversicherung wurden i im Ganzen 5,454,081 M. fällig. Die Gesammt-Aktiva der Germania,! von welchen 79 pCt. mit 131,989,605 M. in mündelsicheren Hypotheken zinstragend angelegt sind, stiegen im Jahre 1894 um 12,135,073 M. auf I 167,701,497 M. BiookerL Cacao St6tS die feinste Marke. General-Depot: Schiffbauerdamm 16, Berlin NW. Me AedliilMeitliU jedes Reisenden und Kurgastes ist bekanntlich das täglich 2mal als Morgen- und Abendblatt erscheinende, über ganz Deutschland und auch im Ausland verbreitete „Berliner Tageblatt" und Handels-Zeitung mit Effeeten- Verloosungslrste nebst seinen werthvollen Separat-Beiblättern: Jllustr. Witzblatt„ULK“, belletr. Sonntagsblatt „Deutsche Lesehalle", feuillet. Montags-Ausgabe „Der Zeitgeist", „Mittheilungen über Landwirthschaft, Gartenbau und Hauswirthschaft" und der neuhinzugekommenen „Technischen Rundschau". — Diese reichhaltigste große deutsche Zeitung kann daher allen Hoteliers," ' ' , Conditoreien, Cafes zum Abonnement während der Bade- und Reisesaison besonders empfohlen werden. Abonnements-Preis: 5 Mk. 25 Pf. vierteljährlich. Für Kurgäste besteht auch ein Wochenabonnement, wodurch es ihnen ermöglicht ist, das „Berliner Tageblatt" auf jede beliebige Zeitdauer unter Kreuzband zu beziehen. Gegen Fr an ko-Einsendung von: 00 Pf. pro Woche für Deutschland und Oesterreich-Ungarn, 1 Mk. 20 Pf. für die Schweiz und für alle zum Weltpostverein gehörigen Staaten übersenden wir das „Berliner Tageblatt" einmal täglich franko unter Kreuzband. — Bei täglich zweimaliger Zusendung betragt das Abonnement für Deutschland und Oesterreich-Ungarn 1 Mk. 10 Pf. pro Woche, für das Ausland 1 Mk. 50 Pf. pro Woche. Den entsprechenden Abonnementsbetrag beliebe man mit der Bestellung in Briefmarken durch Postanweisung der Unterzeichneten Expedition zu übermitteln. EXpedition des„Ber!iner Tageblatt", Berlin 8^. Im nächsten Quartal erscheinen die beiden hochinteressanten und spannenden Romane: G-. von Stockmann: „Tod und Leben" Dantschenko: „Auf verschiedenen Wegen" „Germania" Lebena-Versicherungs-Actien GesellschaftStettin. Kründnngsjahr 1857. Anler Ktaatsansficht. Versichernngsbeftand Ende April 1895:180, i oo Policen m tt M 510,220,547 Kapital und Mark 1,888,600 Jahresrente. Neu beantragte Versicherungen im Jahre »804: ... „ 51,110,319 Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen »80»: . . „ 27,930,437 Ausgezaylte Kapitalien, Renten rc. seit 1857: . .. 145,350,135 Gesammt-^ctiim Ende 1894: 161,701,497 Mark. An Dividende erhalten, durch Abrechnung auf die im Jahre 1896 fälligen Prämien, die nach Plan B Versicherten aus 1880: 48%, 1881: 45(Vo, 1882: 43%. 1883: 390/0,1884 : 36 0/0, 1885: 330/g. 1886: 30% 11. s. f. der 1894 gezahlten Jahresprämie. Die im Jahre 1895 neu eintretenden Versicherten beziehen ihre erste Dividende im Jahre 1697 bei Zahlung der dritten Jahresprämie. Uebernahme der Kriegsgefahr. — Mitversicherung der bedingungsgemäßen Befreiung von weiterer Prämienzahlung und des Bezuges einer Rente im Falle der Invalidität des Versicherten infolge Körperverletzung oder Erkrankung. Keine Police-Gebühren und keine Kosten für Arzthonorare. Unverfallbarkeit der Police im weitesten Sinne. — Sofortige Auszahlung fälliger Versicherungssummen. Prospekte und jede weitere Auskunft kostenfrei ertheilt und tüchtige Vertreter stellt unter den günstigsten Bedingungen an Das Bureau der „Germania" 21 Französische Straße 21. Berlin, im Mai 1895. Gekrairrrür anerkannt, beste Marke unübertroffen an Aroma, Reinheit und Kraft. Preislagen von M. 1,70 bis 2,10 per V2 Kilo. Käuflich in allen besseren Geschäften der Consumbranche. ..»A.,, Josty's Märzen-Bier —-Wir liefern:-— 25*Fl. hell« Märzenbier für 3 M. 27 Fl. dunkl. Märzenbier für 3 M. Außerdem empfehlen wir unsere Trinkwürze 15 Fl. für 3 M. src. Haus. Gebr. Josty, Bergstr. 23/24. Amt III, 222.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.