Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 59 (1895)
- Issue
- Heft 8 (22.2.1895)
- Date
- 1895-02-22
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Mrsoellen. Nimrod. Aus London wird berichtet: Das dieswöchentliche ^Ikevüum veröffentlicht folgenden von Assuan datirten Brief des assyrischen Forschers Professor Sayce: „Ich glaube, den Namen Nimrod in den Keilinschriften gefunden zu haben Sein voller Name war: Naji Muruda der Kassu. Er. war der babylonische Zeitgenosse des Vaters des assyrischen Königs, welcher Niniveh wieder aufbaute und Calah etwa 50 Jahre vor dem Auszuge der Israeliten in Aegypten gründete. So scheint Moses doch Recht gehabt zu haben " L. Htz. Israeliten im Basedow'schen Philanthropin zu Dessau. Es dürfte nicht uninteressant zu erfahren sein, daß Anfangs der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts auch zwei Dessauer jüdische Jünglinge, Söhne eines höchst orthodoxen Talmudisten, Namens Wolf Aaron, auf fürstliche Kosten Zöglinge des Philanthropins waren, eine doppelt merkwürdige Erscheinung in der damaligen Zeit, besonders auch in einer damals im Allgemeinen sehr altgläubigen mit Zeloten versehenen Gemeinde. Der älteste dieser Zöglinge hieß Benjamin Wolf, ward ein bedeutender Maler, welchen der berühmte Fürst, nachmalige Herzog Franz von Anhalt-Dessau, auf fürstliche Kosten zur Vervollkommnung seiner Kunst nach Rom sandte, und der nachmals Verwalter des königlich niederländischen Museums geworden und in Amsterdam starb. Der Bruder desselben, Isaak Wolf, lebte als geschätzter Lehrer der Mathematik seit seiner frühen Jugend in Berlin, woselbst er fast allgemein unter dem Namen „Mathematiker Wolf" bekannt war. Die Nr. 7 der „Mittheilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus" (Expedition Magdeburgerstaße 13, Zeitungsliste 4173) hat folgenden Inhalt: Liebermann v. Sonnenberg. — Zur sozialpolitischen Beurtheilung des Antisemitismus. XVII. — Der Krach in der antisemitischen Partei. — Zur Abwehr. — Aus dem antisemitischen Lager — Vermischtes. — Briefkasten. Krirfkasten der Redaktion. A. Ein empfehlenswerthes deutsches Gebetbuch ist das von Jacob Freund: Hanna. (Breslau 1893. 7. Aufl.) Preis 4 M. 50 Pf. in Prachtband. Geschäftliche Notizen. * „Germania", Lebens-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft zu Stettin. Ende Januar1895 blieben versichert 179,381 Personen mit 505,374,978 M. Kapital und 1,835,978 M. Jahresrente. In der Zeit vom 1. Januar bis Ende Januar 1895 lagen der Direktion zur Erledigung vor 1062 Anträge mit 4,416,467 M., d. h. 131 Anträge mit 512,767 M. mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Seit dem Bestehen der „Germania" (1857) wurden für fällig gewordene Versicherungsbeträge 147 Millionen Mark ausge^ahlt und seit 1871 den mit Gewinnantheil Versicherten 29,271,952 M. als Dividende überwiesen. Diese erhalten die erste Dividende bei Zahlung der 3. Jahresprämie, die zweite Dividende bei Zahlung der 4. Jahresprämie n. s. f. und beziehen nicht nur den vollen Gewinn aus ihren eigenen Versicherungen, sondern sind statutenmäßig auch Theilhaber an dem Reingewinne aus allen übrigen Geschäftszweigen der Gesellschaft. — Die nach Dividendenplan B Versicherten der „Germania" erhielten bisher eine mit jedem Jahre um 3 pCt. der vollen Jahresprämie steigende Dividende — im Jahre 1894 bis zu 42 pCt. der vollen Jahresprämie, während denselben 1895 bis zu 45 pCt der vollen Jahresprämie als Dividende zufließen. Die „Germania" hat für diese Abtheilung einen besonderen Dividenden- Neservefonds gebildet, der dazu dient, den nach Plan B Versicherten auch für die Zukunft eine gleichmäßig steigende Dividende zu gewährleisten. „Germania" Lebens-Versicherungs-Actien Gesellschaft z» Stettin. Kründirngsjahr 1837. Unter Staatsaufsicht. LZersicherrrrrgsbeftand Ende Januar 1895: 179,88i Policen M. 505,374,978 mit Kapital und Mark 1,835,978 Jahresrente. Neu beantragte Versicherungen v. l./l. 1894 bis 81./1.1895: „ 54,719,496 Iavreseinnahme an Prämien und Zinsen 1893: . . „ 29,155,959 Ausgerahtte Kapitalien, Renten re. seit 1857: . . . „ 149,742,015 Gesarnrnt-ALtiva Ende 1893: 155,566,424 Mark. Die mit Gewinnantheil Versicherten, welchen29,271,952 M. seit 1871 als Lividende überwiesen wurden, beziehen den vollen Jahresüberschuß aus ihren ebenen Versicherungen und sind auch Theilhaber am Reingewinn aller übrigen (Geschäftszweige. — Bezug der ersten Dividende schon nach Zahlung von '■ Jabresprämien. Dividende nach Plan B seither alljährlich um 3% steigend, b. i. 42 'zw. 45°/o der Prämie in 1891 und 1895 für den ältesten Jahrgang. Kautionsdarlehne an Beamte, Uebernahme der Kriegsgefahr und Mtversicherung der bedingnngsgemäßen Befreiung von weiterer Prämienzahlung sowie der Gewährung einer Rente im Falle der Invalidität des Versicherten wfolge Körperverletzung oder Erkrankung. Keine Police-Gebühren und keine Kosten für Arztbonorare. Liberale Versicherungsbedingungen und Unverfallbarkeit der Police im weitesten Sinne. Prospekte und jede weitere Auskunft kostenlos ertheilt und tüchtige Vertreter stellt unter den günstigsten Bedingungen an Rpvlin tm 1RQ5 Das Bureau der „Germania" •smut. tm tfetmtar 21 gtanjöfitct)e Straße 21. Für Monat März werden in allen Postanstalten Deutschlands und Oesterreich. Ungarns Abonnements entgegen genommen auf das Berliner ZagebtaU und vollständige Handels-Zeitung mit Effekten - Verloosungslifte nebst illustrirtem Witzblatt „ULK“, belletristischem Sonntagsblatt „Deutsche Lesehalle", feuilletonistischem Beiblatt „Der Zeitgeist", „Mittheilungen über Landwirthfchaft, Gartenbau und Hauswirthschaft" zum Preise von nur I Mark 75 Pf. Alle neu hinzutretenden Abonnenten erhalten auf Verlangen gratis u. franco den bis 1. März abgedruckten Theil des hochinteressanten spannenden Romans „Prinzessin 3lfe“ von Fritz Friedmann. 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