Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 59 (1895)
- Issue
- Heft 6 (8.2.1895)
- Date
- 1895-02-08
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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Leiden der Die Beicitfee ans Königslniversität, Auditorium — Ein ffseu, das; ^eihnachtsöedingung 'vchenblatt öffentlich,?n erregte Hecker Johannes eleidigung lerurtheilt theilte den ff, wegen - In einangeregt anderen e jüdische en Erfolg. Hundert- Heu, das; Al diesem daß auch ldung bet worden sein Verstarb am aoffe, im ceit, kam als einer des be- 3ort und ) mit be- Generalstlden in reundlich 'zeugt sei nuten. — rsburg )lche von im ersten eichzeitig Scheid Edmurld thalts in jüdische l Baron d in der l Jahres James gelischen rermacht. en franum sein Marokko Misoellen. — Neminiscenzen an den sel. Joöl Wolff Meyer.! In der Gemeinde. j Ich wünsche, sagte der lei. Geheimrath, daß nicht nur die liberalen Karteien, sondern auch die konservativen berücksichtigt werden mögen. 5o habe ich stets meine Aufgabe als Gemeinde-Vertreter aufgefaßt. Der Rabbiner. j Für mich muß der Rabbiner, sagte der Selige, in erster Reihe ein! charakter sein. Der Charakter aber wird durch Konsequenz bedingt, ünsichtlich der Befähigung aber lege ich das Hauptgewicht darauf, daß ie Gemeinde durch den Rabbiner erbaut und belehrt werde. Ein Rabbiner muß zunächst predigen können. Der Kantor. Der sel. Ober-Kantor Lichtenstein sang bekanntlich bis zum hohen tlter mit voll- und wohltönender Stimme und mit großer religiöser! Empfindung und Begeisterung. Tief gerührt von dem Vorträge der Gebete beim Oeffnen der heiligen Lade am Feiertage (Passah-Feste), ichtete der sel. Geheimrath ein herzliches mit jüdischen Lettern geschriebenes Dankschreiben an den sel. Ober-Kantor Lichtenflein und bat, en Silberklang der Stimme mit Gold belohnen zu dürfen. Auf dem Fried Hofe. Der sel. Geheimrath gab in der Mittagstunde einem Verwandten ms letzte Ehrengeleite und ließ hierbei es sich nicht nehmen, das Mincha- Hebet selbst im Beisein der überraschten Trauergemeinde vorzutragen. In der Gesellschaft. Wie schmeckt Ihnen die Cigarre? — Vortrefflich. — Ich schicke Ihnen ine Kiste ins Haus, lieber Doktor! — Ich danke, Herr Geheimrath, die Erinnerung an Sie soll aber nicht in Rauch aufgehen. Dr. S. Naschör, Professor. j * Von der A rmee. Das Kl. I. schreibt in einem Artikel über! ie Berliner Gesellschaft: „Ferner ist der Kapitän z. See Bendemann um Kontre-Admirak befördert worden. Der neue Admiral ist ein Ber-! iner Kind, sein Vater, der einer israelitischen Familie entstammte, war! •ii der hiesigen Börse als Makler thätig. Damals lautete der Name j er Familie anders. Bekanntlich zählt unsere Kriegsmacht eine ganze Meitze von Offizieren jüdischen Ursprungs, welche sich zum Theil, zum j roßen Leidwesen der Antisemiten, in hervorragender Weise ausgezeichnet! aben. Wir erwähnen nur den bekanntesten derselben, den Oberst von i Roßner, der sich als junger Lieutenant im sranzöfischen Feldzuge das riserne Kreuz erster Klasse holte. Ferner stehen z B. in der Armee! uehrere Offiziere des Namens: von Uckro. Dieselben sind die Enkel! es Wilhelm Ludwig Schlesinger, der 1855 die Erlaubniß erhielt, j ich nach seinem Gute Uckro zu nennen, und der dann später 1865 in den ckdelstand erhoben wurde. £ — „ Hurrah!" Zur Etymologie dieses Wortes schreibt man j em „B. Tageblatt": Meiner Vermuthung nach stammt das Wort > us dem althebräischen uri oder uro (deutsch: Wohlauf! erwecke dich, z uache dich auf!), und schon zur Richterzeit (etwa 1100 vor Chr.) wird I as Wort uri von der Prophetin Deborah als Schlachtruf im Siegesi lied gebraucht (Judicum Kap. 5, 12). Auch zur Zeit der Rückkehr aus der Gefangenschaft Babylons bedienten sich sehr häufig die Propheten wie auch die Heerführer des Rufes uri, uro zur Ermunterung und Auferstehung der Nation (vergl. Jesaia Kap. 51, 9; 52, 1; Sacharia 13, 7; Psalm 44, 24; 108, 4). * Ein Verwandter der Madonna. Andallone, Pfarrer von San Cesario, hat in seinem großen Hause überflüssigen Raum, den er an Fremde vermiethet. Vor einigen Jahren zog ein deutscher Maler bei ihm ein. Einmal kam das Gespräch auf religiöse Fragen, und es fand sich, daß der Maler Jude war. Das war dem trefflichen Andallone, der mit der Enge seines Verstandes Weite des Herzens verband, sehr interessant, er hatte noch nie einen Juden in seinem Dörfchen gesehen. „Thun Sie mir einen Gefallen," sagte er am nächsten Sonnabend, „kommen Sie morgen während der Messe in meine Kirche." Gern erfüllte der Maler diesen Wunsch. Wer aber beschreibt sein Erstaunen, als der Pfarrer im Meßgewand ihn an den Altar heranwinkte und mit folgenden Worten der Gemeinde vorstellte: „Diesen fremden Herrn, meine Freunde, empfehle ich Euerer besonderen Liebe und Verehrung. Er ist ein Verwandter der Madonna!" & — Die Nr. 5 der „Mittheilunge n aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus" (Expedition Magdeburgerstaße 13, Zeitungsliste 4173) hat folgenden Inhalt: Zur sozialpolitischen Beurtheilung des Antisemitismus XV. — Schopenhauer über die Deutschen. — Zur Abwehr. — Aus dem antisemitischen Lager. — Vermischtes. — Sprechsaal. — Briefkasten. Hr- Geschäftliche Nolircu Pommersche Hypotheken-Aktien-Bank, Berlin. In der am 30. Januar er. abgehaltenen Sitzung des Kuratoriums wurde der 'Abschluß pro 1894 vorgelegt und genehmigt. Aus demselben ergiebt sich, daß die Bank im abgelaufenen Jahre ihren Pfandbrief-Umlauf auf 90,816,250 M. (4- 30,241,600 M.) erhöht und mit günstigem Erfolge gearbeitet hat. Der Nettogewinn beträgt 616,077 M. (1893: 472,657 M.). Der außerdem erzielte außerordentliche Gewinn an Pfandbrief-Agio (abzüglich aller Stempel-, Anfertigungs- und Vertriebskosten: 472,274 M ) ist sogleich direkt auf Spezial-Reservefonds überiragen worden. Der auf den 28. Februar cr. einzuberufenden Generalversammlung wird die Vertheilung einer Dividende von 6 pCt (wie in den Vorjahren) auf das dividendenberechtigte Aktienkapital von 5,998,800 M., ferner die Dotirung des Beamten-Pensions- und Unterstützungs-Fonds um weitere 70,000 M. (1893: 50,000 M.) und die Uebertragung des Gewinn- Restes von 110,924 M. (1893: 63,394 M.) auf den Spezial-Reservefonds vorgeschlagen. Die Verwaltung beantragt ferner die Erhöhung des Aktienkapitals bis aus 10,2 Millionen Mark, sowie die Aenderung der $$ 5, 6, 37, 44 und 48 der Statuten. Die liquiden Mittel der Bank (Cassa, Effekten ^Deutsche Staatspapiere rcch Wechsel und Bankguthaben) betragen 10,086,639 M., die Anlage im Hypothekengeschäft 94,030,872 M. (1893: 63,597,995 M.), die gesammten Reserven nach den erwähnten Ueberweisungen 2,238,528 ca. 25 pCt. des zeitigen Aktienkapitals von 9 Millionen Mark. Nur 34 Pf.!!! kostet bei allen Postanstalten und Landbriesträgern für den Monat März die täglich in 8 Zeiten großen Formats erscheinende, reichhaltige, liberale Berliner Morgen-Zeitung nebst „täglichem Familienblatt" mit fesselnden Erzählungen. (Im März erscheint „Geschieden" von Ludwig Habicht) Ähre 140,000 Abonnenten, die noch keine andere deutsche Zeitung je erlangt Kat, bezeugen deutlich, daß die politische Haltung und das Vielerlei, welches sie für Hans und Fami.ie an Unterhaltung und Belehrung bringt, großen Beifall findet. Probe-Nummern erhält man gratis durch die Expedition der „Berliner Morgen-Zeitung", Berlin SW. k ATENT- & TECHNISCHES BUREAU FRITZ SCHMIDT BERLIN N.. CHAUSSEESTRASSE 2 a. ChronischeKrarike,Reconvaleseeriten, ruhige Gemüthskranke, israelitische, finden freundl. Ausnahme u. Behandlung. Dr. Reltfeld, Kaltennordheim Thüringen. Cotillon- und Carneval- Artikel, Papierlaternen, „PUCK“, photogr. Apparat. Gelbke & Benedictas, Dresden. — Man Verlange Preisbuch. — J