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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1893-09-22 · Heft 38 (22.9.1893) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
57 (1893)
Issue
Heft 38 (22.9.1893)
Date
1893-09-22
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Miscelten. — Die älteste bekannte semitische Inschrift. Professor Julius Oppert theilte am 8. d. M. der Akademie der Inschriften die Nebersetzung der ältesten bekannten semitischen Inschrift mit. Sie wurde von der amerikanischen wissenschaftlichen Sendung in Mesopotamien bei Niffar (dem alten Nipur) in Chaldäa gefunden und vom Professor Hilprecht in Philadelphia veröffentlicht. Die Inschrift bezieht sich auf einen König Bingani-Sar-Ali (d. h. mächtig ist der König der Stadt), der über 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung lebte. Oppert liest nach einem Herrn Meuant gehörigen Cylinder den Namen Bingani und nicht Sargani, wie einige andere ihn lesen und darunter Sargon I. verstehen wollten. — Nach den durch Herrn de Sarzec in Chaldäa gemachten Funden konnte die Persönlichkeit eines dortigen Fürsten Entena, oder besser, Entemena, festgestellt werden. Er ist als der Stifter einer höchst merkwürdigen schön verzierten Bronzevase erkannt worden. Eine Inschrift bezeichnet ihn als Sohn Enannatumas I. Jetzt hat Herr Henzey, dank den Herrn de Sarzec im Museum zu Konstantinopel zugänglich gemachten Alterthümern, die Stammtafel dieses Fürsten feststellen können. lieber die Apfelsinenzucht in Palästina enthält der soeben veröffentlichte Bericht des englischen Konsuls in Jaffa interessante Daten. Die Jaffa-Apfelsinen haben sich wegen ihres ausgezeichneten Geschmacks in den letzten Jahren einen Weltruf erworben. Während diese Frucht vor 18 Jahren nur in Beprut, Alexandrien und Konstantinopel bekannt war, werden jetzt ungemein große Quantitäten davon nach Europa, Amerika und selbst nach Indien exportirt Neue Apfelsinen - Haine werden fortwährend angelegt; ihre Zahl beträgt jetzt über 400 gegen 200 vor 15 Jahren. Diese Industrie hat auch ihren Einfluß auf die Bevölkerung Jaffas ausgeübt. Dasselbe hat jetzt 42,000 Bewohner gegen 15,000 vor 12 Jahren. An der Industrie find nur Eingeborene betheiligt. Jeder Apfelsinen-Garten umfaßt ungefähr einen Flächenraum von 2000 Quadratfuß. Die Bäume fangen im vierten Jahre nach ihrer Pflanzung an zu tragen, jedoch erst nach 7 oder 8 Jahren wird eine einträgliche Ernte abgeworfen. Während dieser Zeit müssen die Gärten fleißig bewässert werden, und diese Bewässerung bildet den schwersten und arbeitsvollsten Theil der Apfelsinenzucht. — Die Nr. 38 der „Mittheilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus" (Expedition Magdeburgerstraße 13, Zeitungsliste 4173) hat folgenden Inhalt: Der Sieg liberaler Freimaurerei in Preußen. — Der Antisemitismus und die Turnerei. — Zur Abwehr. — Aus dem antisemitischen Lager. — Vermischtes. — Vom Büchertisch. — Arier und Semiten. — Sprechsaal. — Briefkasten. Geschäftliche Notizen. * Am 1. Oktober cr. findet die Ziehung der Ottoman. 400 Frcs.- Loose statt, bei welcher jährlich Gewinne von 3 Mal 600,000, 300,000, 60,000, 25,000, 10,000 Frcs. rc. zur Ausloosung gelangen, jedes Loos muß aber wenigstens mit 400 Frcs. gezogen werden. Die Auszahlung erfolgt prompt in Gold k 72 pCt. (wobei ein Revers über 14 pCt.) Im Gegensatz zu anderen Lotterien, bei denen meistens der Einsatz verloren geht, giebt es bei den Ottoman. 400 Frcs.-Loosen absolut keine Nieten, man kann außerordentlich große Treffer machen, muß aber im allerungünstigsten Falle unbedingt 185 Mark baar gewinnen. Als Bezugsquelle nennen wir das Bankhaus I. L ü d e k e, B er li n IV., Zehlendorf, und wollen sich Interessenten gefl. an dasselbe wenden. Meine Broschüre über Asllimn dessen Bekämpfung (durch 20,jähr. Erl'alirnng Jtn mir selbst erprobt) Iversende ich gratis und franco A. Klein, Herford, Höckerstr. 291. Mer hilft einem jüdischen Familienvater (Mittlrer), welcher ohne sein Berschulden sein Vermögen verloren hat und sich zur Zeit in einer furchtbaren Nothlage befindet? Auch die kleinste Gabe wird dankbar entgegengenommen und darüber guittirt. Gell. Zuwendungen und Zuschriften nehmen Herr Rabbiner Dr. Stier, Krausnickstraße 23, sowie Herr Rabbiner a. D. Dr. Cassel, Charlottenstraße 30, dankend entgegen. Für ein junges Mädchen aus guter Familie wird Stelle als Volontairin gesucht in Mode-Mannfactur- oder Kurzwaarengefchäfte. Betreffende ist geschickt in allen Handu. Haushaltungsarbeiten und würde sich gern auch hierin nützlich macken. Familiäre Stellung besorlders erwünscht. Anskunft ertheilt: Adolph Hey er, Köln, Blu rn en - und ft c c v it ft a b r i f« Gaben für die Unterfttttzltngskaste der israelitischen Lehrer Westfalens nnd der Rheinprovinz. Synag.-Gem. Bonn 30 M.: Lehrer Cohn Rees a. e. Hocbz. ges. 7 Ti: Synag.- Gem. Minden 15 M.: Synag. Gemeinde Essen 100 M.: Lehrer Eber Ncheim a. e. Hochz. ges. 23,80 Nt.: Frau. L. Goldstein Grevenbroich 10 M.: Lehrer Fröhlich Gladbach ges. 9,80 M.: Sunag.-Gem. Gelsenkirchen 20 4U.; Lehrer Rosenbusch Gladbach v. D. Hanes 5 M.; L. Rothschild Cöln 75 M.; Tr. Hansbach Münster a. e. H. ges. 10 Nt.; Lehrer Dublon Düren von Frl. Adele Mayer d. Ertrag einer Sammlung a. e. H. 17,10 M.; Lehrer Speier Büren a. d. Hekdesch-Kasse 15 M.: trau D. S. 100 M.: Synag.-Bezirk rnsberg, Neheim rc. 40 M.; H. H. d. Ertrag eines Gutachtens 3 Ai.: Svuag - Gem. Neukirchen 15 M.; H. H. 10 M.; Synag.-Gem. Linz 12 M.; Lehrer Wetzstein Elberfeld a. e. H. ges. 15 Ni. Esten, im Septeinber 1893. Blumenfeld, Vorsitzender. welche Repräsentationspflichten zu erfüllen haben, ebenso wie die Herren Hoteliers, Restaurateure und Oberkellner machen wir auf ein so eben in unserem Verlage erschienenes, elegant ausgestattetes und reich illustrirtes gastronomisches Werk Da« Diner von Robert Stutzend ach er aufmerksam. 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