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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1893-05-19 · Heft 20 (19.5.1893) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
57 (1893)
Issue
Heft 20 (19.5.1893)
Date
1893-05-19
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Von den verfchiedmsten Seiten ergeht an Euch der Ruf. zu Helsen, und wissen wir wohl, daß große Anforderungen an Eure Mildthätigkeit gestellt werden, denen allen nachzukommen fast unmöglich erscheint. Aber trotzdem wir dies wissen, wenden auch wir uns wiederum an Euch mit dringender Bitte; ist es doch unsere gern übernommene Pflicht. ..unfern Mund für die Stummen zu öffnen" — Euch zu interessiren für die Aermsten und Bedrängiesten, für arme, jüdische, taubstumme Kinder. Erst 26 Kindern aus allen Gauen unseres deutschen Vaterlandes — 4 aus Schlesien. je 3 aus Brandenburg und der Prov. Posen, je 2 aus Pommern, Hessen-Nassau und dem Königreich Bayern, je 1 aus Ostpreußen. Westpreußen. Prov. Sachsen. Hannover, Schleswig-Holstein, den Königreichen Sachsen und Württemberg, dem Großherzogthum Baden. Elsaß-Lothringen und Hamburg — konnten die Segnungen unserer Anstalt zugängig gemacht werden, mehr als doppelt so viele aber harren noch ihrer Aufnahme. Die meisten von diesen sind arm: alle der Anstalts-Erziehung dringend bedürftig, wir aber müssen sie abweisen aus Mangel an Mitteln! Darum ergeht an Euch, werthe Glaubensgenossen, unsere dringende Bitte: Helfet uns, unser Ziel zu erreichen, daß alle jüdischen, taubstummen Kinder aus dem ganzen Deutschen Reich zu brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft herangebildet werden; gewähret uns die Mittel. um allen diesen Unglücklichen die Erziehung in unserer Anstalt zu ermöglichen, daß sie als Erwachsene treu dem Glauben ihrer Väter bleiben, daß sie sich wie Vollstnnige selbständig ernähren können und nicht ihr Leben lang ausschließlich auf fremde Hülse angewiesen, ihren Mitmenschen zur Last fallen. Helft uns dazu! Wir wenden uns an Sie, geehrter Lerr. geehrte Frau, und bitten Sie., einen Jahresbeitrag (mindestens 3 Mark! zeichnen bezw. erhöhen oder uns einmalig bedenken zu wollen: auch Stiftungen für Freistellen lvären uns hoch willkommen. Bedenken Sie. dau Sie mit Ihrer Gabe so Edles wirken, wie der Mensch nur wirken kann. Ihre Spende trägt bei, das unglücklichste Wesen, das taubstumme Kind, zum wirklichen Menschen heranzubilden. Berlin, im April 1893. Der Uorkland dls Vereins..Freunde der Taudjluininen - Iedide Iluiim" Gr. Marcuse. Geheimer Sanitätsrath, Vorsitzender. W. Kurfürstenstr. 23. Dr. First ein. Geheimer Sanitätsrath, stellv. Vorsitzender C. Münzstr. 18. M. Reich, Anstaltsdirigent. Neu-Weißensee, Parkstr. 18. B. B-ihrens, Rentier. Schriftführer, W. Schöneberger User 23. J. Blumenthal, Rentier, Controllern, N. Oranienbnrgerstraße 22. W. Loewenthal. Hofspediteur. Rendant, C. Hinter d. Garnisonkirche 1a. M. Apelt, Bankier. Halle a. d. Saale. Joseph Frankel, Maurermeister. W. Jägerstr. 19. Alphons Jacobson, Bankier, Leipzig. G. Koshler, Bankier, Fürstenwalde a. d. Spree. Dr. Kristeller, Geheimer ^anitätsrath. W. (Ligisinundstr. 5. Ferd. Landsberger, Kaufmann, Breslau. J. Läufer, Kaufmann. Frankfurt a. d. Oder. Dr. Mann, Rechtsanwalt. Stettin. Dr. Maybaum, Rabbiner. G. Burgstr. 1. Louis Ed. Sachs, Hoflieferant, W. Taubenstr. 7. Behufs wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Fortbildung finden junge Mädchen wie Schülerinnen freundliche Aufnahme im Penstonate von Arme Alma 8iIbermann, Berlin W., Magdebingerftrasie 36* | Strengste Reellität")-FÜl* lfei*lobtG ’F1- ( Garantie 5 Jahr | Möbel-Ausstattungs-Magazin Societät Berl. Möbel-Tischler Aeltestes und grösstes Magazin vereinigter Meister An der Jerusalemer Kirche 3 BERLIN SW. An der Jerusalemer Kirche 3 Verkauf zu "Werkstattpreisen ohne Zwischenhandel. Empfehlenswerte erste Bezugsquelle für alle Möbelergänzungen, complette Zimmer- und Wohnungs-Einrichtungen. 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