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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1893-01-27 · Heft 4 (27.1.1893) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
57 (1893)
Issue
Heft 4 (27.1.1893)
Date
1893-01-27
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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— Warum Eva kein Dienstmädchen brauchte., dafür theilt j eine Amerikanerin folgende Gründe mit: „Man hat viel von den Fehlern! des Weibes gesprochen und geschrieben, auch darüber, daß das Weib nur zu viel an Bedienung gewöhnt sei. Warum wurde aber bei Erschaffung der Welt nicht auch gleich ein Dienstmädchen mitgegeben? Die Antwort ist klar: Eva bedurfte eben keines Dienstmädchens. Adam beschäftigte niemals die Eva mit Strumpfstrickerei, niemals kam er, die Eva bittend, ihm einen fehlenden Knopf anzunähen, niemals begehrte er, die zerrissenen Handschuhe ihm eiligst zusammenzunähen. Es fiel ihm auch niemals ein, sich hinzusetzen und bis Sonnenuntergang Zeitungen zu lesen im schönen Paradiese, um dann sich auszustrecken und zu rufen: Ist denn das Abendbrod noch nicht fertig! Er legte selbst unter dem Kessel Feuer an, er zog selbst aus der Erde den Rettig und den Kohlrabi, schälte Kartoffeln, kurz, alle die ihm zufallende Arbeit vollführte er. Er melkte die Kuh, warf den Hühnern das Futter zu — besorgte Alles selbst und kam niemals mit einem halben Dutzend guter Freunde Mittags heim, wenn sich zum Beispiel in dem Haushalte kein übriger Bissen vorgefunden hatte. Es gehörte nicht zu seiner: Unsitten, um ein Uhr des Nachts heimzukommen, er fand mithin nie Ursache, mit der armen Eva sich in Zank und Hader einzulassen dafür, daß sie gewacht und geweint, ihn erwartend. Niemals hockte er in der Kneipe, während Eva den kleinen Kain wiegte. Es war bei ihm auch nicht Mode, seine Schlafschuhe in allen Winkeln liegen zu lassen, sondern er hatte die Gewohnheit, dieselben stets neben seine Stiefel unter dem Feigenbaum zu stellen. Mit einem Worte, er glaubte nicht, daß die Frau etwa erschaffen sei, ihn zu bedienen, und er fand es gar nicht ehrverletzend, daß er die Hausarbeit mit seiner Frau theilte. Nun wisse:: wir, warum Eva sich kein Dienstmädchen zu halten brauchte." Briefkasten der Redaktion. Herren N. & Co. tu M. Ein Verzeichniß der betreffenden Vereine findet sich in dem „Statistischen Jahrbuche des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes", zu beziehen durch das Bureau dieses Bundes, Berlin W., Sigismundstraße 5. Daselbst dürfte Ihnen auch mit Leichtigkeit ein Lehrling nachgewiesen werden können. Bei der Redaktion eiugrgangene Bücher. (Ein näheres Eingeben auf einzelne Werke bleibt vorbehalton? W. Frank. Der Zweifler. Roman. Frankfurt a. M. 1693. I. Kauffmann. — Zwei Erzählungen Ebendas. — Der Narr. Roman. Ebendas. I. Bristiger. Pirche Abi]). (Hebr.) Lemberg 1893. I. Ehrenpreis. C. Schott. Die Gesellschafterin. Novelle. Leipzig 1893. Robert Claußner. Meyers Konversationslexikon. Fünfte Auflage. Heft 1. Leipzig und Wien 1893. Bibliographisches Institut. A. Schmitz. Ahasverus oder der Weg zur Versöhnung. Leipzig 1893. I. G. Findel. Alfred Friedmann. Die Danaiden. Roman. Mannheim 1893. Bensheimer. Geschäftliche Notizen. * Die Karnevalszeit mit ihrer Lust bringt auch Last, nämlich für die Ball- und Festordner, denen die schwierige Aufgabe eines anziehenden und unterhaltenden Arrangements zufällt. Besonders Vereine und sonstige Verbindungen werden gut thun, sich an eine Firma zu wenden, deren Rathschläge sich seither immer bewährt haben und die in der Lage ist, selbst die difficilsten und umfangreichsten Aufträge prompt und zufriedenstellend auszuführen. Die in Deutschland wohl als die größte in der Brauche dastehende Luxuspapierwaaren-Fabrik von Gelbke A Bened ictu s in Dresden versendet aus Verlangen gratis und franko ihrer: reich illustrirten Katalog mit erschöpfenden Anleitungen, wie ei:: Ballfest mit Kotillon, ein dekoratives Arrangement zu irgend welcher Festlichkeit während der Karnevalszeit mit Glück und Geschick in Szene zu setzen ist. Wir hoffen, daß dieser Hinweis unseren Lesern willkommen sein wird. 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