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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1892-11-25 · Heft 48 (25.11.1892) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
56 (1892)
Issue
Heft 48 (25.11.1892)
Date
1892-11-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Eingabe au rit einer für schon vor r der, ban id in feiner )aß er nie )er Staats >e. der Herren findet am Schülerinnen Mts. Herr a Venedig. r Rede vor Sogar der je Volke -hn", worin zl'ischof g rath R o s n isemitisnn-.v (Berlin b n >n Cleve i eine Fron - Ter bie r. L., Her r sanstalt für hielt in b r £r. A d 0 i nversieglir r rag kürzli ü tt für mol l chörden an offen me lung zu er eschrLeben-i n sanitär-n;rzubringe i. gesannne u itswahle. lt wurden, er, in Ro n Leise will »Mittage iere Weine lvorden in, » die Gm i : Dame, sen Wim er Z0. Oktober; seine 9b> rigen all r lumbusfe >r e Kompor ü Baltimore, s". — E'-'.l )of in d n sch" führen l eit itnn:u! )szen Häsenden und ne der Zeit n isiedelung 'n manches de- )irektor re- 'lin. 56. Jahrgang. Ar. 48. Allgemeine Berlin» 25. November 1892. ettung des Audenchuins. Gin unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Diese Zeitung erscheint wöchentlich. Abonnements - PreisDurch Buchhandel, Post oder direkt von der Expedition in Berlin unter Streifband bezogen vierteljährl. 3 M. Redactenr: Gustav Karpeles. Begründet von Rabbiner ü*. Ludwig Philippfon-Konn. Verlags-Vrpe-ition: Lerlin, Zerufatemerstr. 48/49 Alle Zusendungen für Redaktion und Expedition sind an die Adresse: Verlag der „Allgem. Zeitung des Judenthums", Berlin SW., Jerusalemer Straße 48/49 zu richten. Verlag von Rudolf Mosse, Berlin. Leitartikel: Ter Verwaltnngsbericht der jüdischen Gemeinde zu Erlitt. Von A. B. — Galizische Briese- IV. — Tie jüdischen Kultusbeamten in len kleinen G.uueuldeu. Bon Jacob Bahr. — Der Talmudjude. Bon Albert -!ah. — Ein Bauprojekt der grauen Vorzeit. - Feuilleton: Die Tochter des 'hilvsoplieu. Erzählung von Max Ring. - Das Judeu-Hannchen. Bon A. W. — /literarische Mittheilurrgerr. — Sprechsaal. — Bei der Redaktion eingc? tvrnaene Bücher. Der Gemeindedote. Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin' .'uis Schlesien, Lyck, Leipzig. Hannover. Steele a. Rh.. Wien, Budapest. Brünn, linsterdam. Warschau, Pretoria. — Bon Nah und Fern. — Miseellen. — Briefkasten. — Geschäftliche Notizen. Ner Verwaltungsbericht der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Berlin, 20. November. Der Bericht, welchen der Vorstand der jüdischen Gemeinde zu -erlin über seine Thätigkeit in den Jahren 1889 bis 1891 verdeutlicht, bietet des Erfreulichen und Interessanten viel, so das; es ohl der Mühe lohnt, einige der vorgeführten Zahlen und Thatcher! zu betrachten. Die Anzahl der Censiten ist von 10,065 auf 13,500 gestiegen, das : ungefähr ein Sechstel der Gesammtseelenzahl der Berliner Judeniiaft. Bedenkt man, daß diese 13,500 Steuerzahler 1891 an Beiägen die Summe von 743,186 Mark zahlten, so macht das fast - Mark auf den Kopf der jüdischen Bevölkerung. Das ist ein Reichen anerkennenswerther Opserwilligkeit, dem gegenüber der Ruf ach stärkerer Anspannung der Steuerschraube nicht angebracht ist. wrt man die Klagen ans den Provinzialgemeinden über die aufa senden Wirkungen des Anstrittsgesetzes vom 28. Juli 1876 lind rgleicht man hiermit, daß die Berliner Gemeinde in 15 Jahren "otz dieses Gesetzes nur 63 Steuerzahler verloren hat, so wird man cht umhin können, den jetzigen Modus der Einschätzung als im achlverstandenen Interesse der Gemeinde liegend zu erklären. Von besonderer Wichtigkeit sind jene Punkte des Berichts, welche Mi Nachweis liefern, daß die Verwaltung der Gemeinde entschlossen den berechtigten Wünschen der Mitglieder so weit als möglich ugegenzukommen. „Gleiches Recht für Alte", und „Gleiche Benksichtigung aller religiösen Richtungen" — das sind ja wohl die .chlagworte, mit welchen von manchen Seiten gegen das Börthen der Gemeindebehörden Front gemacht wird. Um so wohltuender berührt die Wahrnehmung, daß der Vorstand, wenn auch ^töher vergeblich, bemüht gewesen ist, durch Verschmelzung der ieformgemeinde mit der Hauptgemeinde, sowie durch Einrichtung -»es Gottesdienstes unter Vermehrung der deutschen Gebete auch "njenigen Theile der jüdischen Bevölkerung Berlins, welcher einer reieren Richtung huldigt, gerecht zu werden. Sind auch diese Bemühungen bisher ohne Erfolg gewesen, so ist doch die Hoffnung berechtigt, daß es an einer Wiederholung derselben mit besserem Resultate nicht fehlen wird. Die Vermehrung der Synagogen, welche als ein dringendes Bedürfniß von vielen Seiten betont worden ist, ivird auch vom Vorstände in Aussicht gestellt, selbstverständlich unter der Voraussetzung, daß dies ohne zu große Anspannung der finanziellen Kräfte möglich sein wird. Denn mit den Baukosten allein ist es nicht gethan. Die Einrichtung von Synagogen erheischt auch dauernde Ausgaben (für Prediger, Kantoren, Chor, Unterbeamte rc.) Da das Bedürfniß sich fast ausschließlich an Rosch-haschanah und Jom-Kippnr heransgestellt hat, mußte man bisher sich darauf beschränken, die Zahl der gottesdienstlichen Veranstaltungen in gemietheten Räumen zu erhöhen. Ueber die Vermehrung der Religionsschulen sagt der Bericht nichts. Berücksichtigen wir jedoch, daß an den zahlreichen Berliner Schulen durch die zuständigen Behörden für jüdischen Religionsunterricht gesorgt ist, daß die Gemeinde ferner die sämmtlichcn, von den Religivnsvereinen errichteten Religionsschnlen subventicmirt, und daß endlich ihre eigenen Religionsschnlen insgesammt nur von 542 Zöglingen besucht werden, so scheint ein Bedürfniß für neue Anstalten in der That nicht vorzuliegen. Daß der in der neucrbauten Lindenstraßen-Synagoge eingeführte gemischte Chvrgesang (Herren und Damen) die Gunst der Besucher gefunden hat, ist erfreulich und berechtigt zu der Erwartung, daß bald auch in der neuen Synagoge (Oranienburgerstraße) mit der gleichen Reform vorgegangen werde. Hervorragend sind die Leistungen der Gemeindeverwaltung auf dem Gebiete der Armen-, Kranken- und Waisenpflege. Die Zahl der hier ansässigen, durch die Thätigkeit der Armen-Kommission Unterstützten betrug 1889-2919, 1890-3022, 1891-3291, wobei Unterstützungssummen bis 400 Mark gezahlt wurden. In Bezug auf das Krankenhaus sagt der Bericht: „Die große Zahl der im Krankenhaus Heilung Suchenden und die nicht mehr ganz den heutigen Ansprüchen an ein Krankenhaus entsprechenden Einrichtungen, namentlich in baulicher Beziehung, haben den Gemeinde-Behörden die Erwägung nahe gelegt, ob es sich nicht empfehle, das Krankenhaus über die Peripherie der Stadt hinaus zu verlegen. Man konnte sich jedoch der Ueberzeugnng nicht verschließen, daß durch Ausführung eines solchen Planes der Verkehr der Kranken mit ihren Angehörigen bedeutend erschwert, die Verivaltnng durch Männer, welche das Amt als Ehrenamt führen, fast unmöglich gemacht und, abgesehen von den Kosten der Herstellung, die laufenden Ausgaben bei Erweiterung des Raumes sehr erheblich erhöht werden würden.

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