Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 54 (1890)
- Issue
- Heft 5 (14.2.1890)
- Date
- 1890-02-14
- Page
- Seite 76 (sequence 11)
- Language
- German
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76 Thorjch, »elegirte des rkSlehrer« au» Zwettl thaltereirath >e hielt eine lcher er diehrerpflichtrn eziellen Fall :r Borgänge er die emste en Agitation icht, daß «in so werde er Bindern von lsterreichische er an ihren fisch gesinnte Scheidung»« Mt sich die Fall. Der «den jnngen angestrengt, lerkwürdiger: Zhe geht in se hinwieder machen, und nd, da» ein« he, daß der rau A. hatte rd — taufen >e» Gemeinde Verzweiflung welche nach »erden kann, cheidung und k giebt noch » ok 8zfnastolen, bisher stellt. Diese m Samuel n ermöglicht n 900 Pfund alt für einen Inforderuugen er Kandidaten n sonderbarer Sprache auch wurde. Oxford,,3. Februar. In der Prüfungsordnung der Oxforder Universität für da« laufend« Jahr findet fich eine »Besondere Anordnung für Kandidaten de» jüdischen Glauben»", wonach jüdisch« Kandidaten, welche Religion al» einen Prüfungsgegenstand angeben, die Erlaubniß erhallen, statt eine» Buche» de» neuen Testament» ein Buch de» allen Testament» an dessen Stelle zu setzen. E» wird den Kandidaten auch Gelegenheit gegeben, ihre Kenntniß de» jüdischen Texte» zu zeigen, wen» fit sich vorher dazu melden. Diese« liberale Programm, welche» eine Konzession an die Rechte der GlaubenS« sreihelt bildet, ist, da» Resultat einer Petitton de» „Board of Depoties“ an die UnivrrsitätSbehörden vom vergangenen März, nachdem der Rev. John Chapmau erfolgreich den Weg geebnet hatte, indem er gleiche Erleichterungen bei der Cambridger Universität erlangte. Frankreich. Paris, 1. Februar. Nach langen Leiden verschied jüngst der. Direllör de» Rothschildschen Hospital», Herr Weil, Ritter der Ehrenlegion. Seit 25 Jahren hat Weil dem Hospital vorgestanden, in dessen Leitung der Grand-Pabbin Charleville, später nach Oran berufen, sei» Borgänger war. Wodurch sich Weil in der Ausübung seiner amtlichen.Thütigkeit besonder» anSzeichnete, da» war die überaus große Milde und Freundlichkeit,, deren die zeitweiligen und die ständigen Bewohner de» Hospital», die Kranken wie die Altersschwachen, gern gedenken. PariS. Der Graf I. von Camondo hat zum Andenken, an seinen Bater. den Grafen Abraham von Camondo, verschiedenen WohlthätigkeitSinstitnten der Pariser jüdischen Gemeinde die Summe von 15,(XX) Franc» geschenkt. Paris. In einem französischen Blatte lesen wir eine interessante Aeußeruug, welche ein hervorragende» Mitglied de» Hause» Rothschi.ld vor einem Berichterstatter de» betreffenden Blatte» über den bekannten Direllor der Pariser »Union Generale", den berüchtigten Finanzmann B o n t o u x. gemacht hat. Der Berichterstatter gab der Ansicht Ausdruck, daß der Antisemitismus. in Frankreich au» der Zeit des Bontoax-Krachr» herrühre, worauf ihm der Vertrauensmann der Pariser Rothschild» Folgendes erwiederte: Bontonx war ein kluger Mann, der längere Zeit in Oesterreich gewohnt, von wo an» er und insbesondere seine Gattin, welche mit den Damen der österreichische» Aristokratie in Berbiudung stand, über die Juden gewisse Ansichten mit fich gebracht hat. Ich bin aber der Meinung, daß Bontonx damit, daß er feilte Bank die katholische Bank nannte, keine Absicht hatte, gegen die von Juden gebildeten Banken einen Kampf zu führen» Bontoux wollte einfach die im sBesitze der Männer der Kirche befindlichen Kapitalien seiner Bank sicher». Diese Benennung galt nicht als Fahne, sondern al» Reklame. Der Zusammensturz der Bank ist bekannt. Der Antisemitismus hat damtt in Frankreich da» Licht der Welt erblickt. An der Schwelle de» Ruin», wandte man sich an die Rothfchüd» mit dem verlangen: Rettet die Union! Die