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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1887-05-05 · Heft 18 (5.5.1887) · p. Seite 287

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
51 (1887)
Issue
Heft 18 (5.5.1887)
Date
1887-05-05
Page
Seite 287 (sequence 15)
Language
German
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287 umfassendste Werk über die Flora und Fauna von Palästina, das von Dr. Tristram ist: ein großer Quartband herausgegeben in London im Jahre 1884 von der Palästina-Erforschungs-Gesellschaft. Es ist möglich, daß Dr. Tristram und der Schreiber dieses Artikels die zwei größten und vollständigsten Sammlungen von den Vögeln und Thieren Palästinas besitzen, die bis jetzt existiren, aber welche von diesen zwei Sammlungen die vollkommenere ist, möchte schwer zu sagen sein. Eine Synagoge in Palmyra?) Wir entnehmen den „Sitzungsberichten der k. preußischen Academie der Wissenschaften zu Berlin" (Jahrg. 1884, S. 933 f.) folgende Notiz von Herrn Dr. Landauer in Straßburg i. E. „Es ist fast ein Jahr verflossen, seitdem von Euting die Kunde kam, er habe unter den Ruinen von Palmyra eine alte Synagoge gefunden mit einer hebräischen Inschrift aus dem 3. Jahrhundert. Es ständen nur noch zwei Pfeiler mit ein Paar kaum leserlichen Worten und die Oberschwelle, auf welcher in schöner Quadratschrift das „Schma Israel" (Deuter. 6, 4—9) eingegraben sei. Die Straßburger Univerfitäts- und Landesbibliothek ist seitdem in den Besitz des von Euting gesandten Abklatsches gekommen, der wegen der ungewöhnlichen Länge der Zeilen aus zehn Blättern in 4° besteht. In der letzten Woche ist auch noch eine Photographie der ganzen Inschrift eingetroffen. Daß es im Anfang des I) Palmyra, das von Salomon erbaute oder wieder hergestellte Tadmor, in einer fruchtbaren Oase in der syrischen Wüste zwischen Damaskus und dem Euphrat. Noch jetzt sind von der einst reichen Stadt prächtige Ruinen übrig. dritten Jahrhunderts eine jüdische Colonie zu Palmyra gegeben, geht mit Sicherheit aus einer von äs Vogüe, Syrie centrale p. 47 edirten Inschrift hervor. In viel späterer Zeit (12. Jahrhundert) hat der bekannte jüdische Reisende Benjamin von Tudela eine jüdische Gemeinde dort gefunden und nennt ein Paar angesehene Männer mit Namen. Wir können also wohl vermuthen, daß es auch in der Zwischenzeit, nach der Zerstörung der Stadt, etwa von Justinia ab, an jüdischen Bewohnern nicht gemangelt hat, und dann ist der Spielraum für die Datirung unserer Inschrift weit genug. Sie besteht aus 4 ungleichen Zeilen, wovon die oberste, gleichsam die Ueberschrist, ganz monumentale Lettern zeigt. Die Anfänge der Zeilen laufen in ziemlich gerader Linie, im Ausgang dagegen war der Abschluß des Gedankens maßgebend." Es folgt die speciellere Charakteristik der Schriftzüge. „Der Typus der Inschrift hat im Ganzen viel Aehnlichkeit mit jener von Kefr Bir'im und manchen Graffiti, die in die ersten Jahrhunderte gew. Zt. gehören dürsten. Variationen im Text eines so uralten Gebetes wie das Schma wird kein Verständiger bei einer Ueberlieferung aus einer Zeit wie die der Mischna etwa erwarten. . . . Die Wahl dieser Verse zur Ausschmückung des Portals der Synagoge dürfte von dem Usus beeinflußt sein, nach welchem man dieses Capitel und Deuter. 11, B. 13 u. f. auf Pergamentstreifen schrieb und an einem Pfeiler der Thür befestigte. Ich möchte freilich nicht verschweigen, daß nach talmudischer Bestimmung eine Synagoge einer solchen M’züzä nicht bedarf." Es ist immer höchst interessant, die Spuren der Vorväter aus längst vergangener Zeit und aus so entlegener Gegend aufzufinden. Jedenfalls beweist die Inschrift, daß auch damals die Juden im vollen Bewußtsein ihrer religiösen Lehre und dessen, was das Hauptmoment in derselben bildet, gestanden und ihre Gottesstätten errichtet haben. Redakt.) Anzeigen. Tvi catio werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- JLIlövix CLL“ folgende Wochennummer bis spätestens Sonnabend eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Das billigste Lehrbuch für junge Kaufleute sind die im Verlag von Gressner& Schramm in Leipzig erschienenen Kaufmännischen Unterrichtskurse für das Selbst-Studium der Kontorwissenschaft, bearbeitet von W. Keil. Preis jeder Lieferung nur 30 Pfg., komplett M. 18,60. Zu beziehen durch jede Buchhandlg. Jsr.Töchter-Pensionatu.HöhereUnterrichts-Anstatt. Gegründet 1864. — Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. — Prospekte aus Wunsch- Frau Direktor Therese Gronau, Lettin, Hindersinstr. 11, Königsplatz Wchter-Pensimat I. Ranges Serlm. In unserem Pensionat finden j. Mädchen, welche die Schule besuchen, wie auch solche zur höheren Ausbildung, Ausnahme. Wissenschaft!. Sprach-, Musik-, Zeichen-, Handarbeitunterricht. Feinste Referenzen. Das Nähere d.^Prospecte. [$8.1729 Geschwister Lebenstein, Berlin. gepr. Lehrerinnen. Kleinbeerenstr. 28.

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