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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1887-04-14 · Heft 15 (14.4.1887) · p. Seite 239

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
51 (1887)
Issue
Heft 15 (14.4.1887)
Date
1887-04-14
Page
Seite 239 (sequence 15)
Language
German
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239 ersten Erfahrung, ob nämlich sein Händchen den Gegenstand erreicht, ob es ihn fassen und festhalten könne? Und gerade diese Erfahrung wiederholt sich unzählige Male im Leben jedes Menschen. Wir werden deßhalb mit beiden Factoren rechnen und stets dahin streben müssen, beide mit einander auszugleichen, unsere Vorstellungen durch die Erfahrungen zu corrigiren und unsere Erfahrung nicht eher als urtheilsfähig anerkennen, ehe wir sie nicht wiederholt oder an demselben Gegenstände von mehreren Seiten gemacht haben. Vor allem werden wir uns vor dem Verallgemeinern hüten. Denn da jedes Ding eine Individualität besitzt und durchaus nicht in seine Gattung gänzlich aufgeht, so werden wir Prüfen müssen, ob die Erfahrung, die wir gemacht, auf der Beobachtung des Individuellen beruht, oder diejenigen Eigenschaften betrifft, welche die ganze Gattung besitzt. Was nun Deinen weisen Koheleth betrifft, so überlasse ihn ruhig seiner Zweifelsucht und seiner Lust an der Verachtung der Dinge giebt er doch nicht seinen Gottglauben auf und kommt zu dem Schluffe, daß wir uns alles dessen freuen sollen, was wir in Gerechtigkeit genießen können und hierbei allen Herzenskummer abstreifen mögen. Mehr, Freund, wünsche ich Dir auch nicht! Anzeigen. Ty| QAyofn werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächstxlldvl €aj Lv folgende Wochennummer bis spätestens Sonnabend eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Mitinhaber eines großen Manufactur! Geschäfts, 80000 Thlr. Umsatz, in Ostpreußen (Jude), wünscht sich zu verhei-; rathen. Damen mit Vermögen, mindest 20000 Mk. wollen Offerten unter .7. T. j 7419 an die Expedition des Berliner Tageblatt, Berlin SW. einsenden, anonyme unberücksichtigt. Pensionat und höhere Wchtersihule von Geschw. Sobernheim in Bingen a. Rh. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. Beginn des Sommersemesters am 18. April. [S3.1713 I Beste Referenzen. [5-139 Ein junger Jurist, der sich im ersten Staatsexamen befindet, und nnmittet-! bar nach Ablegung desselben (behufs späterer Dozententhätigkeit) mit einer bereits fertigen Dissertation in B erl i n zu promovieren beabsichtigt, bittet einen; edlen Menschenfreund um die erforderlichen Geldmittel, deren Rückzahlung auf Ehrenwort versichert wird. j Adressen zur näheren Information! erbeten unter K. M. 1014 an Rudolfj Mosse, Berlin 0. Königstr. 55.; Edle Menschen werd. dring, gebet., e. Künstler welch, v. Krankh. u. Unglück henngesucht, gütigst unterstütz, zu wollen. Gaben nimmt an Pfarrer Orunert, Königsberg, Kneiphöf-Hofgasse w. Lehrmädchen finden in m. Hemdenu. Tricottailleucous. Stell. Sonnabend geschl. Simon Mtoijcr, Berlin, Ä; Für ein hübsches isr. Mädchen, Schwester eines Arztes wird eine jLc966 passende Parthie gesucht. Vermögende, wenn auch altere Herren, Wittwer niat ausgeschlossen, werden gebeten , ihre Verhältnisse vertrauensvoll an Rudolf Mosse, Leipzig unter A. 5790 zu richten. gtiffiMrtra CilT'ÄSt Nürnberg. Continentalm., ca. 200 Sort., pr. Mille 60 Pf., 100 überseeische 3 Mk. Pensionat und Höhere Töchterschule von Frau Dr. Lederson in Hannover, Thiergartensimsie 3 und 4. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. Beginn des Sommersemesters 18. April. W l Feines ist. Töchter-Pensionat zu Berlin. In unserm neu erösfneten Töchter-Pensionar s. v. Ostern ab j. Mädchen, w. d. Schule besuchen, wie auch solche, die sich zu ihrer höheren Ausbildung hier aufhalten, Aufnahme. (Unmittelbare Nähe der Königin-Augusta-Schule.) Im Hause wissenschaftlicher Sprach-. Musik- und Handarbeit-Unterricht. Gesellschaftliche Ausbildung. Feinste Referenzen. Das Nähere die Prospekte. [Bl 461 Geschwister Lebenstein, gepr. Lehrerinnen, Berlin SW., Kleinbeerenstr. 28 Pt. : r r 1 Der Stellen Nachweis-Verein jüdischer Kaufleute Eentral - Eomite Dreslau weist seinen Mitgliedern, welche 1 Mk. Beitrittsgeld und 3 Mk. Jahresbeitrag zahlen, Stellungen in an Sabbathen und Festtagen geschlossenen Geschäften, kostenfrei itach. Wir bitten die geehrten Herren Chefs — auch Nichtmitglieder — uns ihre Bacanzen freundlichst anzumelden, und richten an Alle, denen die Heilighaltung des Sabbaths Herzenssache ist, die dringende Bitte, sich für Verbreitung unseres Vereins zu interessiren. Gegenwärtig sind bei uns folgende Vaeanzen zur Besetzung angemeldet. Im Bankgeschäft 1 Lehrling. Im Buchdruck 2 Lehrl. In Colonialw. 2 Lehrl. In Destillation 1 Commis, 1 Lehr!. Im Fabrikgesch. 2 Lehrl. In Eisen u. Metall 3 Com., 3 Lehr!. In Glas und Porzellan 1 Com., l Lehrl. In Galant, n. Knrzw. 2 Com. Jin Holzgesch. 1 Com. In Lederh. l Com., ] Lehrl. In Posamente 3 Lehrl. In Weinhandl. 2 Com. In Tuchu. Manns. 12 Com., 7 Lehrl. Offerten nimmt entgegen, der Schriftführer, Herr Martin Fraenkel, Breslau, Schwertstraße 5a. DB.252

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