Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 51 (1887)
- Issue
- Heft 9 (3.3.1887)
- Date
- 1887-03-03
- Page
- Seite 143 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3224737-3227663-3227673--44238-3266505- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
143 Frankfurt nachzuweisen. Im letzten Jahre verlieh Karl IV. der Stadt das Recht, wieder fremde Juden aufzunehmen und mit ihnen den Betrag der jährlichen Abgaben zu vereinbaren. In den Bürgerbüchern sind sie von 1350 ab überhaupt nicht mehr eingetragen; in dem ältesten Gesetzbuche aber, in welchem von nun ab die Namen der zu Bürgern aufgenommenen Juden vermerkt werden, erscheinen sie erst seit 1360, obwohl das Buch spätestens 1352 begonnen worden sein muß. Im Jahre 1360 sind dort 8 jüdische Familienhäupter als neu in das Bürgerrecht ausgenommen verzeichnet. Mehr als diese acht jüdischen Haushaltungen waren aber damals in Frankfurt überhaupt nicht, wie die Judensteuerliste lehrt, welche 1360 zum ersten Male im Rechenmeisterbuche erscheint. Jndeß finden sich, nach der von vr. Bücher mitgetheilten Tabelle der Judensteuer von 1360—1500 im Jahre 1387 schon 18 jüdische Haushaltungen mit einem durchschnittlichen Steuerbetrag von zusammen 439 Gulden, oder durchschnittlich von 24,4 Gulden Jahresfieuer per Familie. Rechnet man hierzu noch etwa drei nicht in der Steuer veranlagte Haushaltungen, so dürfte man nach dem Satze von 140 weiblichen Personen auf 100 männliche (Erwachsene) und 2—3 Kinder auf die Familie, als Gesammtsumme annehmen 21 Männer, 28 Frauen und 55 Kinder, zusammen 104 Personen. Damals zählte Frankfurt a. M. etwa 10,000 Einwohner, gegenwärtig mehr als 154,000. Unzeigen. T-m «pytn werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet and müssen für die nächst- GjIiks folgende Wochennummer bis spätestens Sonnabend eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Durch die Berufung des Herrn Rabb. vr. Biram nach Hirschberg i. Schles. ist in hiesiger Gemeinde dieKMjMy.Mjv°cant, mit welcher ein Fixum von jährlich 1800 Mark, ferner eine Remuneration von jährlich 200 Mark für den Religionsunterricht am Progymnasium und Nebeneinkommen verbunden ist. Die Stelle soll zum 1. Juli c. wieder besetzt werden. Academisch gebildete Bewerber wollen sich bis zum 1. April d. I. unter Einreichung ihrer Zeugnisse bei uns melden. Reisekosten werden dem Gewählten erstattet. sLa.742 Lauenbnrg i. Pommern, 14. Febr. 1887. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Leer. Conturs. In der israelitischen Cultnsgemeinde zu Brüx (Böhmen) gelangt die Stelle eines Rabbiners und Religionslehrers mit 1. September 1887 zur Besetzung. Mit dieser Stellung ist inclusive des Quartierbeitrages ein Gehalt von 1350 fl. und für den Religionsunterricht am Gymnasium ein Gehalt von 300 fl. verbunden. Abgesehen von den üblichen Nebeneinkommen werden Emolumente nicht gewährt. Bewerber, welche die gesetzliche Qualification besitzen, wollen Ihre bezüglichen, mit den erforderlichen Belegen versehenen Gesuche unter Angabe des Alters, Standes und der bisherigen Verwendung längstens bis 31. März 1887 an den gefertigten Vorstand richten. Brüx, am 1. Febr. 1887. Der Cullusvorsteher: Der Schriftführer: vr. Joseph Spitz. Ludwig Blak. Jsr.Töchter-Penfionatn.HöhereUnterrichts-Anstalt. Gegründet 1864. — Ausnahme von Zöglingen zn jeder Zeit. — Prospekte auf Wunsch. Frau Direktor Therese Gronau, Lerlm, Hindersinstr. ll, Äöingsplatz Israel. Handels- und Sprach-Jnstitut, Internationales Pensionat zu Brüsiel. 0W 168—170 Chaussee d’Etterheck (Park Leopold). Direktor: Prof. L. Kalin (F. 8. 8. L. etc.) vereideter Translator am S»'. Gerichtshof. Theorie und Praxis gehen Hand in Hand. — Besondere Curse für Erwachsene. Pensionat und höhere Wchterschule von Geschw. Sobernheim in Bingen a. Rh. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. Beginn des Soinmersemesters am 18. April. Beste Referenzen. Die Stelle eines Schächters, verbunden I mit der eines Synagogeiidicners ist bei uns | vacant und sofort zu besetzen. Geeignete Bewerber wollen sich unter Einreichung von Zeugnissen baldigst melden. Das fixe Gehalt ist auf 1500 Mark normirt und werden Reisej kosten nur dem Gewählten erstattet. sB.1041! Thorn, den 24. Februar 1887. z Der Vorstand der Synagogen- Gemeinde.! E. gebildete j. Dame mit tüchtiger Ersah i rung im Hauswesen, d. engl. u. franz. Sprache - durch Aufenthalt im Auslande vollständig! mächtig, in allen Handarbeiten bewandert, wünscht Stellung als Repräsentantin od. Gesellschafterin in einer feinen israelitischen Familie. [$.1005 Hohes Gehalt wird weniger berücksichtigt als' vollständige Familienzugehörigkeit. Gefl. Offerten unter J. Y. 6633 an Rudolf Masse, Berlin 81V. Ein sol. j. Mann, 31 Jahr, ans acht.jüd. Familie, bisher 12 Jahr im Manuf.-Detail thätig, mit selbstersp. Capital von 3000 Mk. will sich verheirathen. Angeh. v. Damen m. Vermögen oder eigenem Geschäft bel. unt. Diskretion ausfnhrl. Mittheil. sub J. T. 655») an Rudolf Masse, Berlin SW. [B.950 Witt eilte schöne reiche Jüdin Gräfin werden? Anträge unter Anton Pray, Belezna Ungarn, Comitat Somogy. >W.6tt Ein junges gut empfohl. Mädchen (israel.) sucht zum 1. April oder i.Maia. c. passende Stellung als HWt dkl MltSslllU. Offerten sub y. kÄ91 an Rudolf Moste, Leipzig. sLc.500