Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 53 (1889)
- Issue
- Heft 5 (31.1.1889)
- Date
- 1889-01-31
- Page
- Seite 80 (sequence 16)
- Language
- German
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80 Ausschreiben, Die Stelle eines [8-96 Kreisrabbiners der israelitischen Religionsgemeinde Bittgen, womit gleichzeitig die Funktionen eines Re- Ligionslehrers verbunden sind, ist gegen Ostern d. I. anderweit zu besetzen. Festes Einkommen vorläufig ca. M. 3000. Akademisch gebildete Bewerber wollen sich unter Mittheilung über ihre seitherige Wirksamkeit an unterfertigte Stelle wenden. Der Vorstand der israelitischen Keligionsgemeinde Dingen (Rhein). Die Stelle eines sB. 476 zweiten Kantors, Religionslehrers und Schächters ist zum 1. April d. I. zu besetzen. Gehalt 1000 Mark jährlich. Reisekosten werden nicht vergütet. Der Dorstand der Synagogrn-Gemeinde zu Gulm, Wrstpreußen. Jüdische Leßrer-Mitdrmgsanstatt zu Merlin. Bedingungen für die Aufnahme: Die Bedingungen für die Aufnahme, die nur ein Mal jährlich und zwar beim Beginne des Sommer-Semesters stattfindet, sind folgende: 1. Der Aufzunehmende muß mindestens das siebzehnte Jahr zurückgelegt und darf das Alter der Bildungsfähigkeit noch nicht überschritten haben. 2. Er muß außer den allgemeinen Borkenntnissen, die laut der Allgemeinen Bestimmungen vom 15. Oktober 1872 bei der Aufnahmeprüfung an den Schullehrer-Seminaren gefordert werden, Vertrautheit mit di m Pentateuch und Kenntnis der wesentlichsten Theile der biblischen Geschichte, der hebräischen Formenlehre sowie der Liturgie besitzen. 3. Er hat dem Leiter der Anstalt folgende Schriftstücke einzureichen: a. Einen von ihm selbst verfaßteu und geschriebenenLebenslauf, welcher außer seinen persönlichen Verhältnissen besonders den bisherigen Gang seiner Bildung darstellt. d. Das Geburtsattest, c. Ein Gesundheitsattest, ausgestellt von einem zur Führung eines Dienstsiegels berechtigten Arzte, ck. Ein Zeugnis über seine Schulbildung, e. Ein amtliches Zeugnis über feinen bisherigen.Lebenswandel. Auf Grund eines nach diesen Bedingungen an den Leiter der Anstalt, Herrn Dr. Holzmait, bis Ende Februar d. I. einzusendenden Gesuches wird über die Zulassung des Angemeldeten zur Prüfung bestimmt, von deren Ergebnis seine Aufnahme abhängt. Die Anstalt gewährt den Zöglingen freien Unterricht und Unterstützungen. sB.574 Berlin, im Januar 1*89. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. PA RLS 29, Boul. de» Italiens. gflege der (Haut a.(Schönheit des ^eints: ROYAL THRIDACE SEIFE VELOUTINE SEIFE zuhaben in allen Parfümerieu.Coiffeurgeschwften Aufruf. Ein greiser Lehrer, der noch jetzt Religionsunterricht ertheilt und sein ganzes Leben hindurch der religiösen Unterweisung unsrer Jugend alle seine Kräfte gewidmet, sieht sich außer Stande, seine 27 jährige Tochter durch eine Ausstattung und Mitgift zu verheirathen und so zu versorgen. Er wendet sich deshalb an mildthätige Herzen, daß sie ihm durch Spenden hierzu verhelfen und ihn von schweren Kummer befreien mögen! War doch gerade diese Art Wohlthätigkeit in Israel stets hoch gehalten! — Herr Rabbiner Dr. M. Joel in Breslau hat sich bereit erklärt, die Spenden in Empfang zu nehmen und für die Verwendung derselben zu obigem Zwecke einzustehen. Wir suchen einen sLa 412 Cliasen, Schauchet und Lehrer für unsere Gemeinde. Gehalt 1000 Mark und die Nebeneinnahmen ca. 5—600 Mark. Bewerber wollen Abschrift ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten einsenden. Riesenburg, W.-Pr., den 10. Jan. 1889. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. H. Littmann. ___ Wekaimtmachimg. Die Stelle des Lehrers an der hiesigen jüdischen Volksschule wird am 1. Mai cr. vacant und soll möglichst schnell wieder besetzt werden. Das Einkommen der Stelle wird nach einer Gehaltsskala gewährt, deren Gehaltssätze mit 750 Mark beginnend von 3 zu 3 Jahren um 75 Mark steigen und mit einem Maximalgehalte von 1500 Mark schließen. Neben dem Gehalte wird ein Wohnungsgeldzuschuß von 150 M. für den unverheiratheren und 250 M. für den verheiratheten Lehrer gezahlt. Der Lehrer der jüdischen Volksschule hat im Nebenamte die Stelle des Religionslehrers n. Kultusbearsten der jüdischen Gemeinde zu verletzen und bezieht in dieser Stellung außerdem ein jährliches Einkommen von 300 M. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse und eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes bis zum 5. Febr. cr. beim Unterzeichneten schriftlich oder mündlich melden. ßLa 544 Siegen, den 15. Januar 1889. Der Uriises des jüd. Schulvorstandes. Delins, Bürgermerster. Für mein Manufacturwaaren- und Confections-Geschäft suche auf Ostern einen mit guten Schulkenntnissen versehenen Alvert Wurgsiaus, Koerde. Ich suche zum 1. April eine Stelle als Stütze der Hausfrau, bin Jüdin, 22 Jahre alt, aus anständiger Familie, bin jetzt 2 Jahre in Stellung bei Herrn P. Philippsohn in Wangcrin, wirthschaftlich und scheue mich vor keiner Arbeit. Off. erb. sub J. Z.6942 an die Exped. des Berl. Tageblattes, Berlin8>V. Praparandenklaffe der jüd. Lehrer- Bildungsanstalt zu Berlin. Die Aufnahmeprüfung findet Donnerstag, den 25. April d.J., Vormittags 9 Uhr statt. Die Anstalt gewährt freien Unterricht und bedürftigen Zöglingen eine Beihilfe zur Subsistenz. Sie nimmt in der Regel nur Schüler auf, welche das fünfzehnte Lebensjahr vollendet haben. Der schriftlichen Meldung sind beizufügen: 1. Das Geburtsattest, 2. der Impf- und Nachimpfungsschein, 3. ein Gesundheitsattest, ausgestellt von einem zur Führung eines Dienstsiegels berechtigten Arzte. 4. ein Zeugnis über die bisher genossene Schulbildung sowie über die Führung. Aus Anfragen ertheilr der Leiter der Lehrer- Bildungsanstalt, Herr Dr. Holzman, nähere Auskunft. sB.575 Berlin, im Januar 1889. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. Dntsrstüt2uiiss8La886 des Vereins isr. Elementarlehrer für Westfalen und die Kheinpromnz. An außerordentlichen Beiträgen sind ferner eingegangen: Bon den Synagogen Gemeinden: Elberseld-Barmen M. 75, Münster M. 30, Herford M. 30, Kempen M. 15, Dortmund M. 50, Dortmund, Schulkasse M. 30. Bon Lehrer Rosenwald-Iserlohn, Collekte M. 24,55, Lehrer Baum-Rheine, von mehreren Freundinnen des Vereins M. 11,75, Derselbe, Sammlung auf der Hochzeit Sabelson-Dessauer M. 11,25, und dito Nordheim Heinemann M. 21, A. Weyl-Bocholt zur Bar-mizwahieier s. Sohnes (durch Lehrer Spier) M. 20, Lehrer Kronenberg-Ruhrort, i Collekte M. 51, Lehrer Benjamin Höxter M. | 3, S. Leiser-Kerpen, Spende M. 1, Derselbe! von Moritz Hehmann bei einem freudigen Ereignisse M. 3, Lehrer Ruben-Güterswh, 4. Sendung pr. 1888, M. 27, Mich. Feibes- Münster, zum Andenken an sein ve.st. Söhnchen M. a, Lehrer Goldstein Grevenbroich von NN. aus B. M. 10, Bankier Moritz Beer-Essen (durch Hauptlehrer Blumenfeld) M. 250. Bielefeld, 25. Jan. 1889. Der Vorstand. Verlag von Gustav Engel in Leipzig. — Verantwortlicher Redakteur vr. L. Philippson. Druck von Greßner & Schramm in Leipzig.