Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 52 (1888)
- Issue
- Heft 49 (6.12.1888)
- Date
- 1888-12-06
- Page
- Seite 776 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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776 Professor am Conservatorium, oberster Jnspector des Gesang-; Unterrichts; Samuel David, Besitzer des ersten großen Preises! von Rom; Jonas, Andrö Wormser, Paul Wormser, Jules! Erlanger.! Armee. — General Brisac, General Lambert, General Levy Alvanes, General See, General Abraham, Oberst Salvador, Oberst Lyon, Oberst Fix, Oberst Hinstin, Comman-j dant Nathan. Commandant Gompertz, Commandant Cers, j Hanptmann Heumann, Hauptmann und Jnstructeur an der j Militärschule von Saint-Cyr; Seligmann, früher Militär- Intendant; Lemant, Militär-Intendant; Hinstin, Fregatten- Capitän; Emile Weyl, früher Schiffslieutenant. Was die Juden betrifft, die sich in der Industrie und Manufactur einen geachteten Namen erworben haben, so fehlt uns der Platz, sagt Herr Lson Kahn. Wer kennt im Buchhandel nicht die Namen Calmann Levy, Ollendorf, Felix Alcan und Rothschild; in der Buchdruckerei die von Rlcan-Levy, Kugelmann, Schiller; unter den Industriellen Henri Herz, Alexandre Deutsch, Georges Levy, Eduard Lippmann, Sciama, Lazare Weiller und Levy Finger; und unter den Manufacturisten die Hayem, die Trdves, Haas, Benda, Rothschild, deren Maschinen, Fabriken und Manufacturen für das Land eine Ehre und eine Duelle des Reichthums sind? Dies ist das neue Buch über die Zahlen des modernen Israel. Es ist ehrenhaft für die jüdische Gemeinde. Dies ist der Name, den der Großrabbincr Zadoc-Kahn gern hat und für welchen er die Toleranz und Gleichheit fordert, welche vor hundert Jahren in der Erklärung der Menschenrechte verheißen worden." it'tll ICJ 3uac^7t cljtc» t Deutschland. Bonn, 27. Nov. (Privatmitth.) Aus zuverlässiger Quelle wird uns Folgendes mitgetheilt: Bei der Emission der russischen Anleihe machte das Haus Rothschild für die Uebernahme derselben die Bedingung, daß durch einen kaiserlichen Ukas die Verhältnisse der russischen Juden gesetzlich verbessert würden. Dies wurde verweigert, worauf dann die Gruppe der Banque de Paris die Anleihe übernahm. Eines Commentars bedarf dieser Vorgang nach beiden Seiten hin nicht. Bonn, 27. Nov. Der Deutsch-Israelitische Gemeindebund versendet folgendes Cireulär: „Die statistischen Erhebungen, welche der Deutsch-Israelitische Gemeindebund seit einer Reihe von Jahren anstellt, haben den Nothstand zu unserer Kenntniß gebracht, daß zur Zeit aus Mangel an Mitteln in mehr als 800 kleinen Gemeinden Deutschlands die jüdischen Kinder ohne jeden Religionsunterricht aufw achsen. Diese Zahl vergrößert sich alljährlich, da in einer nahezu gleich großen Zahl von Gemeinden die Kosten des Religionsunterrichts nur mit übermäßigen Opfern (bis 600 pCt. der Einkommensteuer) der Mitglieder gedeckt werden können, so daß das Fortbestehen des Unterrichts dadurch in Frage gestellt wird. Wir haben nicht nöthig, Ihnen gegenüber die Bedeutung des Religionsunterrichtes hervorzuheben. Welcher religiösen Richtung Sie auch immer angehören mögen. Sie werden zugeben müssen, daß Religionsunterricht die sicherste Grundlage für die Sittlichkeit des Einzelnen und für das Heil der Gesellschaft ist. Bei den Schäden, welche aus dem Mangel desselben entstehen können, ist es unsere heilige Pflicht, alle Anstrengungen zu machen, um dem beregten Uebelstande abznhelfen. Wir glauben daher zuversichtlich, daß Sie mit uns der Ueberzeugung und des festen Willens sind: Hier muß Abhilfe geschafft werden! Wohl sind wir uns bewußt, daß die Mittel, welche hierfür aufzubringen sind, sehr bedeutende sein müssen. Aber in festem Vertrauen auf die Opferwilligkeit und die Einsicht unserer Glaubensgenossen im Deutschen Reiche sind wir der Hoffnung, daß es gelingen wird, das Ziel zu erreichen. Der Unterzeichnete Ausschuß hat beschlossen, zu dem genannten Zwecke zunächst an dem bevorstehenden Chanukahfeste eine allgemeine Sammlung bei den Deutschen Glaubensgenossen zu veranstalten. Wir bitten Sie dringend, sich sowohl selbst durch eine Spende zu beiheiligen, als auch Andere zu einer Gabe zu veranlassen. Die verehrlichen Gemeindevorstände, Rabbiner und Lehrer mögen die Sammellisten für diesen wichtigen Zweck bei den Gemeindemitgliedern in Umlauf setzen und mögen durch ihr belehrendes Wort auf die Wichtigkeit der Sache aufmerksam machen. Jede, auch die kleinste Gabe, wird willkommen sein. Berlin, im November 1888. Der Ausschuß des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes. vr. Samuel Kristeller-Berlin, Geheimer Sanitätsrath. vr. Moritz Lazarus-Berlin, Professor. Adolf L. A. Hahn-Frank-