Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 52 (1888)
- Issue
- Heft 26 (28.6.1888)
- Date
- 1888-06-28
- Page
- Seite 416 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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416 slimmung mit den in dem betreffenden Promemoria des Justizraths Metz gemachten Ausführungen aus und macht besonders auch die nachfolgenden Schlußsätze des gedachten Promemorias zu den ihrigen: 1) Die bestehenden jüdischen Elementarschulen sind möglichst zu erhalten. 2) Es ist darauf hinzuwirken, daß diesen jüdischen Elementarschulen nach Möglichkeit der Charakter als öffentliche Schulen verliehen werde. 3) Der Religionsunterricht in diesen Elementarschulen, sowie in den besonderen jüdischen Religionsschulen muß obligatorisch für alle schulpflichtigen Kinder der Gemeinde sein, insoweit nicht nachgewiesen wird, baß von gesetzlich qualifizirten Religionslehrern der Religionsunterricht anderweitig privatim ertheilt wird. 4) An allen von jüdischen Zöglingen besuchten höheren Schulen ist nach Möglichkeit ein jüdischer Religionsunterricht mit obligatorischem Charakter zu ertheilen " Der zweite Conferenztag wurde Morgens 8]/2 Uhr eröffnet. Bor der Tagesordnung empfiehlt Bendix Münster die Lebensversicherung „Victoria", als deren Vertreter er erschienen war. Sodann folgte der Vortrag des Herrn Coblenz- Siegen: „Die berufliche und soziale Stellung des jüdischen Lehrers", in außerordentlich erschöpfender Weise und in l3/4 ständiger freier Rede bei gespanntester Aufmerksamkeit der Versammlung, die er ungemein zu fesseln wußte. Bald in feierlichem Ernste, bald mit naturwüchsigem Humor behandelte der Vortragende seinen interessanten Gegenstand itnb schloß mit den Worten: „Dem heiligen Werke der Jugenderziehung kann kein in gedrückten Verhältnissen lebender Mensch sich unterziehen; nur der vermag es, der im Laufe des Zeiteustromes ein für alles Ideale empfängliches Herz sich gewahrt hat.! Die Hebung und Festigung des jüdischen Lehrerstandes ist Hebung und Festigung des Judenthums/' Dem Vortrage folgte allseitiger anhaltender Beifall. Die..Zeit war schon zu weit vorgerückt, um noch eine eingehende Besprechung anknüpfen zu können. Es wurde daher auf Antrag des Vor- . sitzenden beschlossen, den Vortrag drucken zn lassen, ihm unter; den Lehrern und Gemeindevorständen möglichst weite Ver- , breitung zu geben und auf der nächsten Conferenz in eine ausführliche Besprechung einzutreten. Wir können daher für jetzt von einem weiteren Eingehen auf den Vortrag absehen und kommen im nächsten Jahre auf denselben zurück. Es folgten nun die freien Besprechungen. Im vergangenen Jahre wurde die Ferienorduung der Königl. Regierung zu Düsseldorf für die jüdischen Schulen ihres Bezirkes lange besprochen und darin die Ungleichheit mit den Ferien der christlichen Lehrer hervorgehoben. Da aber während des ganzen Jahres nichts Greifbares erreicht worden, auch eine vom College» Graf-Essen an die Regierung gerichtete Petition um Aufhebung der fraglichen Ungleichheit bis jetzt unbeantwortet geblieben ist, so wurde Herr Rabbiner Di- Wedell ersucht, wenn eine Ablehnung erfolgen sollte, noch einmal vorstellig zu werden, was derselbe bereitwilligst zusagte. - Hierauf sprach Herr Rabbiner Di-. Wedell über den von ihm geleiteten „Verein zur Förderung des Handwerks unter den Juden" und bittet demselben eine segensreiche Unterstützung von Seiten der Lehrer zu Thei! werden zu lassen; besonders j ersucht er um Angabe von geeigneten Meistern und Lehr-! lingen und um Mithülfe zu Beschaffung neuer Mitglieder und größerer Geldmittel. Damit war die interessante Tagesordnung erschöpft, i Die Conferenz wurde unter den üblichen Formen ge-! schlossen. Siegfr. Graf. Leopold Mandel. E. j. Dame, Deutsche, m. vorzügl. Schulbild. w. mehr. Jahre als Erz. im Ausl. thät. w., in Pädagogik u. Musik sehr tüchtig ist, fert. frz., engl., ilal., holl, spricht, s. Stelle als Gesellschafterin, Erzieherin oder Reisebegleiterin. Gefl. Offert, an N. Bergmann ehez Mr. A. A. Huismni). Brügge, Belgien. Ju e. gebild., relig., jüd. Familie, Altona, wos. mehrere Söhne sind, sind. Knaben w. d. höh. hies. Schulen besuchen sollen, gute Pension bei gewissenhafter Pflege. Anfrage od.?-dr. u. J. S. K. an die Annouc.-Exp. v. I. Tan ziger, gr. Prinzenstr. 10, Altona la. Elbe-erb. Gebildetes Mädchen, Jsr., noch in Stellung, sucht vom September oder früher Engagement als Gesellschafterin, Stütze der Hausfrau oder selbständige Leiterin eines Haushalts. Gefl. Adressen sub F. W. F. 100 an die Exped. der „Stolper Post", Stolp i. Pommern erb. Anzeigen. Klimat. Kurort Ingenheim a. K. Empfehle inmitten schattigen Gartens, am meine israel. UH Saume des Waldes und schönsten Parkanlagen gelegen, romfortable Zimmer, vorzügliche Küche. Pension 5 Mark. Der Besitzer: Hey mann. Heirathsgesuch. 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