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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1886-04-06 · Heft 15 (6.4.1886) · p. Seite 239

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
50 (1886)
Issue
Heft 15 (6.4.1886)
Date
1886-04-06
Page
Seite 239 (sequence 15)
Language
German
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239 (er schob dem „Lamdeu" den Pentateuch vor und legte den! Zeigefinger auf eine Stelle). Welche Auseinandersetzung gehört zu der Erklärung — die in einer Chebra nicht am Platze wäre.Koßmann schaute ins Buch und sagte leichtweg: „Was das heißen soll? wer damit gemeint ist? — Das ist „D'wauro" (Deborah) — Dwairo und Hoschea." — „Nicht doch — entgegnete Amberg — Was hat hier die Amme der Rebekka und die Richterin Debora mit der Erklärung einer Wortform im ersten Satze des Pentateuchs^ zu schaffen? auch muß das Wort ganz anders gelesen wer-! den, — Nun begann der Herr A. seinen Vortrag; alle lauschten gespannt, selbst Uri, der sich kalt zusammengezogen hatte, thaute auf. — Nach dem Vortrage sagte der Lehrer zum Exvorsteher, Sie haben wohl Freude am Lernen, und da bin ich bereit, wenn ich Zeit habe, mich mit Ihnen in Rasch! und Grammatik, aber ganz unter uns, zu unterhalten. Auf dem kurzen Wege zur Synagoge fragte Herr Herzheim seinen Vorgänger: „Nun, wie gefällt Ihnen der neue Lehrer?" „Er kann, er kann, und da werden wir, weil er's wünscht, mit einander lernen, — er kann." — Und ein junger Bursche, der dem Vortrage ebenfalls zugelauscht hatte, sagte abseits, aber ziemlich laut zu einigen Genossen: „Unser neuer Lehrer ist ein ganzer Mann, er läßt sich nicht unter kriegen, er hat gleich den Stier von Uri bei den Hörnern gefaßt und gebändigt. Anzeigen. Ty* QA^CI fn werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächstdüC folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Bekanntmachung. Bildungsanstalt für jüdische Lehrer in Hannover. Die Aufnahme-Prüfung für die mit der hiesigen Lehrer-Bildungs-Anstalt verbundenen Präparanden-Anstalt findet am 29. April d. I. statt. Die Aufnahme-Prüfung in die Bildungs- Anstalt selbst, wird am 30. April abgehalten. Anmeldungen zum Eintritt in eine der beiden Anstalten sind bis zum 15. April an den Unterzeichneten zu richten. Der Anmeldung sind beizufügen: 1. Geburtszeugniß, 2. Impfschein bezw. Revaccinationsschein, 3. Gesundheitsattest, 4. Schulzeugniß. Gesuche um Ausnahme in das Internat bezw. um Gewährung von Unterstützungen sind an den „Verein zur Unterstützung der Schüler der Bildungsanstalt für jüd. Lehrer" der Meldung beizufügen. Der Direktor der Anstalt. Dr. Kroner. Vakanz. Die Synagogen-Gemeinde Tilsit sucht zum Antritt per 1. Juni c. einen Kantor, der auch geprüfter Elementar- und Religions- Lehrer,sowie auch yp-in':) n-pp ^niD omcr sein muß. Gehalt 2000 Mark jährlich. Reflectanten wollen sich gefälligst bald unter Einreichung ihrer Zeugniß-Abschriften melden. Reisespesen werden nur dem Gewählten erstattet. Tilsit, den 25. Januar 1886. Der Vorstand. Glaser. Sklower. Wasbutzky. Dame im Verkauf und Correspondenz firm, sprachkundig sucht Stelle. Adr, unter 8. 3287 an Rudolf Mosse in Leipzig erbeten.! Ich suche per sofort einen Lehrling mit guten Schulkenntnissen und schöner Hand-! schrift bei monatlicher Vergütigung. > Louis Wolff, Guben. Bank und Wechsel-Geschäft. ' Für meine Schwester, die mit häuslichen Arbeiten sowie Küche vollständig vertraut ist, suche sogleich oder auch später Stellung.! Gest. Offerten sind an Herrn Lnntz, Buch-! druckerei, Landsberg a, W. zu richten. | Nervös erregte Personen, sowie überhaupt * solche, die einer besonderen Pflege nnd Wartung bedürfen, erhalten die liebevollste Aufnahme bei Lehrer i Philipp in Lüneburg. Beste Referenzen.! Junge Dame aus guter Familie, sprach-! kundig sucht Stelle.! Werthe Adr. unter R. 3286 an Rudolf Mosse in Leipzig. _ _! Ein j. Mädchen aus s. g. Fam., mos , w. Stellung b. e. ält.Paar,e.eiuz.Dame od. a. z. i Stützei.Hause u. gleichz. i. Geschäft. Gest. Off. i sub J. F. 9962 bef. Rttd. Mosse, Berlin SW. 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