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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1886-01-19 · Heft 4 (19.1.1886) · p. Seite 64

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
50 (1886)
Issue
Heft 4 (19.1.1886)
Date
1886-01-19
Page
Seite 64 (sequence 16)
Language
German
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Ein mit guten Schulkenntnissen versehener junger Mann kann zu Ostern unter günstigen Bedingungen als fL.c.130 Lehrling in mein Leder en gros Geschäft eintreten. Max Bergmann in Erfurt. Wir können für einen jnd. Knaben eine Lehrlingsstelle bei einem jüd. Klempnermeister vermitteln. sL c.154 Marx-Haindorf-Stiftung, Münster. Ein junges gebildetes Mädchen sucht zu Ostern 1886 KtkllkMÄW bttJjaiisfrMi. Familien-Zugehörigkeit erwünscht. Nähere Auskunft ertheilt Rosa«« Frank. Sramischwelg. niLv Matzoth nno Matzothmehl u. Eiermatzoth in feinster Waarr liefern z» billigsten Preisen Fracht u. Emballage frei nach jeder deutschen Bahnstation, Preislisten franco. Auch versende 33/4 Ko. Matzoth unter Nachnahme von M. 3,10 franko nach aller deutschen Poststationen. A. Steinberg sen., Vlotho a. d. Weser. Zur Erinnerung an den 100 jährigen Todestag des Philosophen Moses Mendelssohn ist in L. Steinthal's Buchhandlung in Berlin €., Kurstr. soeben erschienen: Mendelssohn und Lessing Zweite Auflage. Nebst Gedächtnißrede zum 100jährigen Todestage des Philosophen Moses Mendelssohn gehalten im Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Berlin von I)r. Zrnman. H. Ritter. Preis brofchirt M. 2.— Diese frühere Arbeit des in weiteren Kreisen bekannten Autors verdient wohl größere Beachtung. Der neueste Vortrag desselben wurde sehr beifällig ausgenommen und ist von der Presse bereits äußerst günstig besprochen worden. Im Verlage von Baumgärtner’s Buchhandlung in Leipzig ist erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: Theoretisch -praktisches LehrundUebungsbuch zur Erlernung der hebräischen Sprache von C. Weill. Preis cart. i Mk. 20 Pf. 64 Nach dem Statut der S. Davidfou'schen Samilien - Stiftung sind die Zinsen des tistungs - Capitals alljährlich Bedürftigen der Familie zuzuwenden. Berechtigte Bewerber wollen sich demnach innerhalb drei Monaten an einen der Unterzeichneten Curatoren wenden. Hildesheim den 2. Januar 1886. M. Davidson. A. Davidson. Ein j. Mädchen (Jsr.), aus guter Familie sucht Stellung als Stütze der Hausfrau oder als Gesellschafterin. Gute Zeugnisse vorhanden. Näheres R. Cohn jun., Berlin, Sebastianstr. 53. Verlag von Bauwgartner'sBuehhanälung in Leipzig. Zu haben in jeder Buchhandlung. Als ein geeignetes und sinniges Geschenk ist bei festlichen Gelegenheiten zu empfehlen: Der Rath des Heils. Von Dr. Ludwig Philippson. Eine Mitgabe für das ganze Leben an den israelit. Confirmand (Bar Mizwah) u. die israelit. Confirmandin oder beim Austritt aus der Schule. 2. Auflage 1882. Mit einem Stahlstich. Preis elegant gebunden 4 Mark. Die neue Auflage dieses geschätzten und weitverbreiteten Geschenks- und Andachtsbuches liegt in vollständig neuer hocheleganter Ausstattung vor und hat die Verlagshandlung, den Anforderungen der neueren Zeit entsprechend, bei der Herstellung des Buches keine Kosten gescheut, um etwas wirklich Elegantes und Schönes zu liefern. Die Druckausstattung ist eine sehr geschmackvolle und durch geeignete Initialen u. s. w. verzierte, der Einband ist im Renaissancestil mit Brokatvorstoss. Keinen besseren Führer können Eltern und Freunde ihren Kindern bei wichtigen Veranlassungen mitgehen. Die religiösen Lehren, die Geschichte, das Sitten- und Ceremonialgesetz des Judenthums werden in anziehender überzeugendster Weise damestellt für alle Lagen und Verhältnisse des Lehens: in Beruf und geselligem Verkehr, in Familie undOetfentlichkeit die weisesten Rathschläge und Mahnungen, aus der heiligen Schrift, einer reichen Erfahrung und einem frischen Geiste geschöpft, ertheilt. Es ist eine treffliche Gabe des verdienten Verfassers an seine Glaubensgenossen, an deren Jugend. INHALT: I. Fühlst Du Dich glücklich, ein Israelit zu sein? II. Was lernst Du aus der Geschichte Deiner Religion? — III. Was lernst Du aus der Geschichte Deines Stammes? — IV. Was lernst und gewinnst Du aus dem Ceremonialgesetz des Judenthums? — V. Dasselbe. (Schluss.) — VI. So halte vor Allem fest an der Religion Israels. — VII. Wähle Dir einen Beruf und strebe in ihm unermüdlich! — VIII. Sei arbeitsam und sparsam. — IX. Geh1 immer gerade aus! — X. Sei massig und vor Allem keusch! — XI. Im gesellschaftlichen Leben. — XII. Sei mildthätig und gemeinnützig! — XIII. Beuge Dein Haupt vor Deinen Eltern! Halte die Hand Deiner Geschwister und Verwandten fest! — In Freud und Leid. — Diesseits und Jenseits. — Anhang: Israelitische Lieder. Soeben ist erschienen und durch die Unterzeichnete Expedition zu beziehen: Die Macht des Königs, Festpredigt zum Geburtstage des Königs, von Di. S. Meyer. Preis 30 Pf. (Desgleichen sind die früheren Predigten: „Die dreiKronen“ und Sabhathtagr u. königstag für je 30 Pf. noch vorräthig.) NieExpeckttion. ckes illustr.isr. Familien blaiies Nie „Lanblintte" in Kegensknrg (Kayern). Üllterstiitzmigskasse des Vereins israel. Elementarlehrer für Westfalen und die Rheinprovinz. An außerordentlichen Beiträgen sind ferner eingegangen: Von den Synagogen-Gemeinden: Düsseldorf M. 50; Höxter M. 10; CölnM.100; Grevenbroich M. 30; Münster M. 30; Herford M. 30. Von Lehrer Anspacher in Goch, ges. auf einer Hochzeit M. 6.17; Jac. Jacoby in Camen beim Tode seiner Frau M. 8; Frau Gossel das. M. 0,50; Lehrer Graf in Essen, Reinertrag des von Prof. Lazarus gehaltenen Vortrages M. 132,35; Lehrer Heine in Beringhausen, ges. auf einer Hochzeit M. 7,50; Lehrer Blumenau in Bielefeld, Teil einer Sammlung auf der Hochzeit Goldmann, Meyer M. 9; Lehrer Heymann in Castrop- Spenden zur Seelenfeier am Jom Kippur M. 6.30; Lehrer Benjamin in Hallern M 3; M. Feibes in Münster zum Andenken an sein verst. Söhnchen M. 5; Lehrer Rüben in Gütersloh, div. Spenden als Nachtrag zu seiner 5. Sendung M. 4.50; A. T. in Münster M. 1; I. G. in Grevenbroich M. 5. Bielefeld, 7. Jan. 1886. Der Vorstand. Aufruf um Beihilfe. Die hiesige Gemeinde, aus acht unbemittelten Gemeindemitgliedern bestehend, entbehrt seit einiger Zeit eines Gotteshauses, da das alte wegen Baufälligkeit polizeilich geschlossen worden, der morastige Boden den früheren Bauplatz nicht wieder verwendbar macht und wir nicht im Stande sind, aus eigenen Mitteln eine Synagoge zu errichten. Ist doch in dem alten feuchten Raume selbst unser Seser Thorah unbrauchbar geworden. Schon lange war dies unser Kummer, aber die Mittel fehlten uns gänzlich, dem abzuhelfen, so wenden wir uns an fromme menschenfreundliche Herzen, um uns zum Bau einer kleinen Synagoge zu verhelfen. Es ist dies gewiß ein gottgefälliges Werk, von welchem der Segen auch auf alle Wohlthäter aufgehen wird! Daß unsre Bitte auf Wahrheit beruht, kann sich ein jeder edler Geber bei unserem Oberrabbiner Herrn vr. Ehrmann in Trier, bei dem Herrn Laudrath in Witten, sowie bei unserem Bürgermelster Herrn Cordel in Börsendorf, Kreis Witten, erkundigen. Beiträge sind an die Redaction dieses Blattes zur Weiterbeförderung zu richten. Benjamin Schomann, Vorsteher der Israelitischen Gemeinde zu Bengel. Verlag von Banmgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Greßner & Schramm in Leipzig. Verantwortlicher Redacteur vr. L. Philippson.

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