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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1869-10-19 · Heft 42 (19.10.1869) · p. Seite 850

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
33 (1869)
Issue
Heft 42 (19.10.1869)
Date
1869-10-19
Page
Seite 850 (sequence 14)
Language
German
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850 Bekanntmachung. Nach §. 4 des Jsaac Zaller Cohn'schen Testaments vom 15. April 1845 und des zu demselben ad. 2 errichteten Codizills vom 10. März 1840, Beides am 28. December 1848 publicirt; sott, nach dem am 22. d. Mts. erfolgten Tode des Herren Rabbiners Arnheim die Stelle eines Stifts-Rabbiners wieder besetzt werden. Der anzustellende Rabbiner muß: 1. das vierzigste Lebensjahr bereits zurückgelegt haben; 2. die Befähigung zu einer Rabbiuatsstelle durch drei verschiedene Rabbinatsgerichte (Besdin) Nachweisen und 3. dieselbe Oualifieation besitzen, welche die bisher bei der Synagogen-Gemeinde Glogau angestellt gewesenen Rabbiner besessen haben. Das Gehalt des Stifts-Rabbinats ist jährlich auf 425 Thlr. bei freier Benutzung einer Wohnung normirt. Die Verpflichtungen die derselbe zu übernehmen hat. sind im §. 5 des gedachten Testamentes näher bezeichnet und können bei uns eingesehen werden; event. sind wir auch bereit, dieselbe gegen Copialgebühren in Abschrift mitzutheilen. Wir haben zur Wahl des gedachten Rabbiners einen Termin auf den: den 30* December. Vormittags 10 Uhr anberaumt und fordern diejenigen Herren auf, welche sich um die quest. Stelle zu bewerben gedenken, unter Einreichung ihrer Zeugnisse und unter Beweisführung ihrer Oualifieation sich bis zum 15. December 1869 bei uns schriftlich zu melden. Später eingehende Meldungen können nicht berücksichtigt werden. Glogau, den 20. September 1869. Der Synagogen-Gemeinde-Vorstand. Reisnee. Bei der hiesigen Gemeinde ist zum 14. April 1870 die Stelle eines Lehrers, Vorsängers und Schächters vacant, der Gehalt ist dem Befinden nach, nebst freier Wohnung und Heizung auf 175 bis 200 Thaler festgesetzt und die Schechita trägt 60 bis 70 Thlr. ein. Unverheiratete Reflectanten wollen ihre Meldungen nebst Atteste an den Unterzeichneten richten. Holzminden, den 3. Octbr. 1869. Der Vorstand der Israel. Gemeinde zu Holzminden a. d. Weser. Für die hiesige israelitische Gemeinde wird zu Ostern 1870 ein Religionslehrer, Schächter und Vorbeter gesucht. Das Gehalt beträgt!50 Thlr. und 50 Thlr. Nebengebühren, nebst freier Wohnung, Heizung, Licht und Beköstigung. Qualificirte Reflectanten wollen sich beim Unterzeichneten melden. Cröpelin i. MS., den 1. Octbr. 1869. Der Vorsteher: B. Levetzow. C o n c ii t d. Bei der israelitischen Cultusgemeinde zu Graz in Steiermark sind nachstehende Stellen zu besetzen. 1. Die eines dirigirenden Oberlehrers, der zugleich die Befähigung hat, gottesdienstliche Borträge zu halten, mit einem jährlichen Gehalt von 1200 fl. ö. W. Concursfrist bis Ende December 1869. Aufnahmszeit: März 1870. Bewerber um diese Stelle müssen das österreichische Staatsbürgerrecht besitzen, mit staatsgiltigen Zeugnissen über mit Erfolg zurückgelegte Universitäts - und pädagogische Studien nsnm mnn von anerkannten Rabbiner: versehen sein, ferner gründliche Kenntniß der hebräischen Sprache und Literatur, sowie einen streng religiösen und moralischen Lebenswandel Nachweisen. — Probevortrag unerläßlich. 2. Die eines ersten Cantors und Lehrers mit einem Jahresgehalte vom. 1000 fl. ö. W. Concursfrist bis 15. October, Aufnahme Ende October d. I. Hierauf Reflektirende müssen musikalische Kenntniß besitzen, die Befähigung haben, einen Chor zu organistreu und zu leiten, geprüfte Bolksschullehrer sein und sich über gründliches hebräisches Wissen, wie über einen untadelhaften religiösen und moralischen Lebenswandel ausweisen. NB. Kompetenten, deren Frauen einem Mädcheninstitute vorstehen können, erhalten den Vorzug. Reisespesen werden in beiden Fällen nur den Acceptirten vergütet. Portofreie Anmeldungen beliebe man an den israelitischen Cultusvorstand in Graz zu richten. Graz, am 13. September 1869. Für die israel. Cultusgemeinde. Der Vorstand: Samuel Singer, Eduard Steinherz, Vorstand-Stellvertreter. Zum 1. April k. I. findet ein Religivnsl., Vorbet., Schächter hier ein Engagement. Fixirtes Gehalt, außer Schechitagebühr, freier Wohnung, Mittagstisch rc. jährl. 170 Thaler. Reflectirende Candidaten, unverheirathet, wollen ihre Meldungen sowie Zeugnisse dem Unterzeichneten franco einsenden. Dömitz (Mecklenb.-Schwerin, im October 1869. Joel Wolffenstein. Beim Unterzeichneten kann zu jeder Zeit ein unverheiratheter Lehrer, der zugleich Schächter, gegen angeinessenen Gehalt und freie Station eintreten. Reflectanten belieben sich zu melden G. Magnus Eisenbahn-Station Suderburg, Prov. Hannover.

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